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Am Dienstag, 30. Oktober, sind die Limburger Bürger dazu eingeladen, ihre Ideen einzubringen, um eine sichere und attraktive Mobilität für alle zu schaffen, die Umweltbelastungen zu reduzieren und den Kraftfahrzeugverkehr verträglich zu gestalten. Was soll anders, was soll besser werden? Dazu werden an dem Abend in der Josef-Kohlmaier-Halle (Clubebene) Ideen und Anregungen gesammelt. Das Bürgerforum für den Masterplan Mobilität beginnt um 19 Uhr.
Verschiedene Verkehrssysteme treffen in der Innenstadt aufeinander. Was muss sich tun, damit sich die Mobilität in der Stadt verbessert und sie attraktiv und lebenswert bleibt?
Bessere Möglichkeiten schaffen, um die Lahn oder die Schienenstränge in der Stadt zu queren, um das ICE-Gebiet und die Innenstadt zu verbinden, den ÖPNV so zu gestalten, dass er eine echte Alternative zum Auto ist und um Fußgängern und Radfahrern sichere und kurze Wege anzubieten, es gibt viele Mittel und Wege, Mobilität zukunftsfähig zu gestalten. „Es geht nicht nur Ideen und Vorschläge, die sich 1:1 umsetzen lassen, sondern erst einmal darum, ohne Denkbarrieren Anregungen zu geben, was sich in der Stadt verändern soll mit dem Ziel, dass Mobilität die Umwelt und die Bürger weniger belastet“, macht Bürgermeister Dr. Marius Hahn deutlich. Es besteht Handlungsbedarf in der Stadt, denn mit der Stickstoffdioxid-Belastung werden die Grenzwerte überschritten und Limburg rangiert in der Belastungsrangliste unter den top ten in Deutschland. Das langfristig verfolgte Ziel des Masterplans ist eine zukunftsfähige Mobilität in der Stadt. Der Plan soll dabei den Rahmen bis zum Jahr 2030 geben.

An fünf Ständen werden die Bürgerinnen und Bürger am 30. Oktober ihre Vorschläge unterbreiten können. Die Stände sind den verschiedenen Verkehrssystemen zugeordnet, also dem Kraftfahrzeugverkehr, dem öffentlichen Personennahverkehr sowie dem Radverkehr und den Fußgängern/innen. Dort werden die entsprechenden Ideen und Anregungen aufgeteilt in die verschiedenen Systeme gesammelt, wobei an den Ständen jeweils ein Moderator zur Verfügung steht. An einem fünften Stand ohne thematische Schwerpunktsetzung und ohne Moderation können allgemein Vorschläge gemacht werden.

Sechs Oberziele

Ideen und Vorschläge haben die Bürgerinnen und Bürger im Verlauf des bisherigen Entstehungsprozesses des Masterplans schon mehrfach gemacht: Gleich zum Auftakt beim Vorbereitungs- und Einstimmungstreffen am 12. Juli 2016 oder beim ersten Bürgerforum im Februar dieses Jahres. In der Online-Befragung „Ideenmelder“ und der gleichnamigen Postkartenaktion wurden zahlreiche neuralgische Punkte genannt, an denen Verbesserungen notwendig sind. Allerdings verdeutlichen die vorgeschlagenen Ideen, dass die Lösungsideen von Verkehrsproblemen sehr unterschiedlich ausfallen.

Die Oberziele, die mit dem Masterplan verfolgt werden und die langfristig angelegt sind, lassen sich klar beschreiben: 1. Sichere und attraktive Mobilitätsoptionen für alle; 2. die Erreichbarkeit und Attraktivität von Limburg sichern und optimieren; 3. die Umweltbelastungen reduzieren und den Kraftfahrzeugverkehr verträglich gestalten; 4. den Fuß- und Radverkehr sowie den ÖPNV fördern; 5. Stadt- und Straßenräume lebenswert und hochwertig gestalten; 6. die digitale mobilitätsbezogene Information und Kommunikation ausweiten.

Natürlich wird in dem Bürgerforum auch kurz vorgestellt, was bereits erarbeitet worden ist. Neben der Befragung der Bürger/innen gab es zum Beispiel eine über Limburg hinausgehende Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten. Hier sehen die Gutachter des Büros Planersocietät zum Beispiel die Chance, im Binnenverkehr sowie dem grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Limburg, Diez und Elz Verlagerungen weg vom selbst genutzten Kraftfahrzeug zu erreichen.

Attraktiv und lebenswert

In den Arbeitsgruppen des Beirats, der den Prozess intensiv begleitet, ist als wichtiges Ziel herausgearbeitet worden, das Wachstum des innerstädtischen Kfz-Verkehrs zu begrenzen. Dem ÖPNV werden in der Stadt und darüber hinaus klare Ausbaumöglichkeiten attestiert. Beim Radverkehr stellt sich zum Beispiel die Frage, wie Kapazitäten geschaffen werden können, einmal um die Räder sicher abzustellen, zum anderen um die Wege in der Stadt sicher und attraktiv zu gestalten. Als wichtiges Ziel gilt im Beirat, Alternativen der Mobilität zu schaffen, damit Limburg für von außen kommende Kunden und Berufspendler als Einkaufsstadt und Arbeitsort attraktiv und für die Limburger/innen selbst lebenswert bleibt.

Was mit dem Masterplan Mobilität konkret angepackt und umgesetzt werden soll, will das beauftragte Gutachterbüro nach dem Bürgerforum zusammenstellen und dem Beirat im Januar kommenden Jahres vorstellen. Anschließend soll das gesamte Paket von der Stadtpolitik beraten werden. In einem späteren Schritt muss die Politik auch darüber entscheiden, was umgesetzt werden soll.

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