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Ein Projekt der LEA ist die Suppenküche in der kalten Jahreszeit. Mit weiteren Einrichtungen und Institutionen wird die Ausgabe einer heißen Mahlzeit für Bedürftige organisiert.

Rainer Kurz ist seit seinem 18. Lebensjahr ehrenamtlich aktiv. Heute hilft der 50-Jährige 10 bis 15 Stunden pro Woche bei dem Malteser Hilfsdienst aus. „Die Arbeit ist sehr vielschichtig. Die meiste Zeit arbeite ich im Büro, aber habe auch schon im Auslandsdienst geholfen“, sagt er. Seine Motivation: Er kann nicht stillsitzen, gesteht er lachend. Dass er bei den Maltesern aktiv ist, geht auf die Limburger Ehrenamtsagentur (LEA) zurück. Sie vermittelt Personen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, an Vereine, Institutionen und Hilfebedürftige. Am Samstag, 15. September, lädt die LEA zum Ehrenamtstag in die WERKStadt ein.

Dort geht es natürlich um das Ehrenamt. Die LEA und rund 30 weitere Vereine, Organisationen und Institutionen wie z.B. das Rote Kreuz, THW oder Sportvereine wie der Karateclub Limburg werden an Ständen in der Zeit von 10 Uhr bis 17 Uhr vertreten sein, um Besucher umfassend über Ehrenämter zu beraten und zu informieren. Auch ein Rahmenprogramm wird es geben, teilten Ursula Hötterges, die Sprecherin der LEA, und Sandra Bold, städtische Mitarbeiterin der LEA, mit. Dort könnten dann die beteiligten Vereine zeigen, welche Aktivitäten sie anbieten oder was mit dem Einsatz im Ehrenamt verbunden ist. Die Schirmherrschaft des Ehrenamtstags übernimmt der 1.Stadtrat, Michael Stanke.

Die LEA freut sich immer über neue Gesichter, denn ehrenamtliches Engagement hat viele Einsatzbereiche. Aufgabe der LEA ist es dabei, diejenigen, die sich engagieren und einbringen wollen mit denen zusammen zu bringen, die Helferinnen und Helfer benötigen, also Vereine, Institutionen oder auch Organisationen, erklärt Sandra Bold. „Wir achten dabei auf die Interessen von denen, die sich uns als Ehrenamtliche zur Verfügung stellen“, fügt Ursula Hötterges hinzu. Schließlich sollen die Interessen aller gewahrt und niemand für sein Engagement bestraft werden. Unter die zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten fallen z.B. Hausaufgabenhilfe, Senioren zum Arzt zu fahren oder Bewährungshilfe und der Verteilung von Essen.

Der Ehrenamtstag dient nicht nur als Informationsbörse, sondern auch als „Geburtstagsfeier“ der LEA. Sie ist am 22. August immerhin schon stolze fünf Jahre alt geworden. „Ganz klein haben wir angefangen, erinnert sich die Sprecherin der LEA, „haben sogar die ersten Flyer für unsere Sache alleine per Hand auf dem Küchentisch zusammengebastelt.“ Seitdem hat das Team viel erreicht. Aufgrund der großen Nachfrage stellte die Stadt der Ehrenamtsagentur im Rathaus ein eigenes Büro zur Verfügung. Dort können sich Personen, die gerne helfen möchten, informieren.

Heute gibt es in der LEA zwölf ehrenamtliche Mitarbeiter/innen. Neben der Vermittlung von Personen sind sie selbst auch in verschiedenen Projekte aktiv und betreuen zum Beispiel die Suppenküche. Darüber hinaus gibt es auch andere Tätigkeiten. Darunter fallen die Betreuung von Jugendgruppen und Kindern, Integration von Migranten oder Cafédienst in sozialen Einrichtungen. Neben diesen Tätigkeiten werden zahlreiche Weiterbildungskurse für Ehrenamtliche und Hauptamtliche angeboten.

Heute gibt es etwa um die 200 Personen, die sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit haben registrieren lassen, sowie etwa 100 Vereine, Institutionen und Organisationen, die Teil des Netzwerks sind. Leider gibt es immer wieder Probleme dadurch, dass Vereine und Firmen keine Rückmeldung über die Anzahl der beschäftigten Ehrenamtlern geben würden. Dementsprechend gibt es keine genauen Zahlen, wie viele Menschen tatsächlich ehrenamtlich dort arbeiten.

Die bisher größte Herausforderung war die Betreuung der Oase im Staffeler Flüchtlingszentrums. Dabei übernahm die LEA die Koordination des Unterstützungsangebots. Über 400 Menschen hatten sich als freiwillige Helfer registrieren lassen. Die Mitarbeiter der LEA bekamen reichlich Lob von der Stadt Limburg und dem Bürgermeister für ihr Engagement.

Die LEA musste aber auch Rückschläge hinnehmen. So scheiterte das Ehrenamtslotsenprojekt an mangelnder Nachfrage und eine Kampagne bei jungen Erwachsenen gegen Alkohol am Steuer an finanziellen Gründen. Für Ursula Hötterges ist das damit jedoch noch nicht erledigt, sie hofft auf eine Umsetzung in naher Zukunft.

„Sehr gerne würden wir auch Menschen zur Mitarbeit gewinnen, deren Wiege nicht in Deutschland stand. Integration ist uns ganz wichtig,“ erklärt Hötterges. Das wichtigste sei nämlich Interesse an der Aufgabe, nicht die Herkunft.

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