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Stadt bekommt neuen Verwaltungssitz

 

Neue Namen sind gefunden

Campus Limburg ist der neue Name des auf dem Foto zu sehenden Areals. Die Stadt Limburg hat das links stehende Verwaltungsgebäude erworben, das Bistum das Verwaltungsgebäude auf der rechten Seite. Das Conference Center in der Mitte gehört der Grundstücksgesellschaft Egenolf.

Der neue Name für das ehemalige Mundipharma-Areal und dir dortige Straße stehen fest: Das Areal trägt künftig den Namen „Campus Limburg“, die Straße heißt „Über der Lahn“. Dies hat der Magistrat nach Angaben von Bürgermeister Dr. Marius Hahn beschlossen.

Dem Beschluss voran ging ein Namenswettbewerb, an dem sich jeder Interessierte beteiligen konnte. Dabei wurden 235 Namensvorschläge für das Areal eingereicht, 227 für die Straße. Eine Jury aus den Eigentümern Bürgermeister Dr. Marius Hahn, Generalvikar Wolfgang Rösch, Marcel Kremer (Grundstücksgesellschaft Egenolf) und Dr. Andreas König (Fidelio-Healthcare), sowie dem Dietkirchener Ortsvorsteher Markus Wirth und zwei Zufallsbürgerinnen wählte die beide Namen aus.

Wichtig war der Jury bei der Auswahl, einen Namen zu finden, in dem sich alle Eigentümer wiederfinden und mit dem sich alle gleichermaßen verbunden fühlen. Auch eine Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit den Namen zählte zu den Auswahlkriterien.

Beim Arealnamen waren sich die Eigentümer einig, dass sich intern bereits der Name Campus etabliert habe. Der Vorschlag „Campus Limburg“ wurde daher ausgewählt, weil er Offenheit, Menschennähe und Kreativität wiederspiegle. Sprachlich sei der Name laut Juryurteil einfach und einprägsam.

Neuer Name soll schnell in den Sprachgebrauch übergehen


Beim Straßennamen war es der Jury wichtig, einen Limburg-Bezug zu haben. Daher wurde aus allen Vorschlägern der Name „Über der Lahn“, gewählt. Die Limburger Postleitzahl 65549 macht die Adresse dann komplett.

Als Vertreter der Eigentümer dankte Dr. Marius Hahn allen Teilnehmern des Namenswettbewerbs für ihre Vorschläge. „Es freut mich, dass sich so viele Menschen Gedanken über die Namenswahl gemacht haben.“

Nun hoffen die vier Eigentümer, dass der neue Name für das Areal schnell in den Sprachgebrauch übergeht.  

Aktuell befasst sich die Verwaltung noch mit der Vergabe der Hausnummern. Berücksichtigt werden muss dabei das angrenzende Gebiet, was künftig noch bebaut werden kann. Grundsätzlich werden Hausnummer rechts mit geraden, links mit ungeraden Zahlen vergeben. Auch muss die Verwaltung weitere Formalien regeln, zum Beispiel werden das Amt für Bodenmanagement und die Post angeschrieben und dabei der neue Straßenname mitgeteilt.

Die bestehende Mundipharmastraße, die zwischen dem Areal und dem Globusmarkt verläuft, behält ihren Namen.

Umzug der städtischen Dienststellen

Mit rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird die Stadtverwaltung in das neue Gebäude einziehen und das Neue Rathaus in der Werner-Senger-Straße aufgeben. Das Gebäude ist sanierungsbedürftig und technisch veraltet. In der Innenstadt wird das alte Rathaus bleiben und mit einem modernen Bürgerbüro künftig einen Großteil der Dienstleistungen der Stadtverwaltung zentral anbieten. In der Innenstadt bleiben zudem das Ordnungsamt, das Amt für soziale Betreuung, das Standesamt, das Kulturamt mit den Kunstsammlungen und das Stadtarchiv im Schloss.

Es ist weiterhin beabsichtigt, dass die städtischen Dienststellen bis Ende des Jahres 2019 in den Campus Limburg umziehen. Dabei gibt es allerdings Abhängigkeiten zur Verfügbarkeit der Handwerker. Gleichzeitig wird versucht Synergieeffekte mit den vom Bischöflichen Ordinariat beauftragten Unternehmen zu nutzen.

Folgende Arbeiten müssen vor dem Umzug der Verwaltung ausgeführt werden: Die drei Gebäude (Verwaltungsgebäude I und II und Conference Center) müssen technisch getrennt werden, also die Wärmeversorgung, die Lüftungsanlagen und deren Messungen, die Messungen der Kälteanlagen.

Die Elektroanlage muss umprogrammiert werden, da durch sie sowohl die Innenraumbeleuchtung als auch der Sonnenschutz gesteuert wird. Ausgeführt werden noch Trockenbauarbeiten am Bodenbelag und Schreinerarbeiten und die Räume werden mit Trennwänden an die Bedürfnisse der Stadtverwaltung angepasst. 

Außerdem werden drei Kilometer Regalfläche für Archivierung der Akten eingebaut. Darüber hinaus sind Arbeiten geplant, die den Eingangsbereich angehen. Des Weiteren ist ein Lagerverschlag für die Mülltonnen, sowie für Fahrräder und Lastenbikes geplant.

Weitere Infos zum Thema:

Suchergebnis (8)
1 Neue Namen sind gefunden 2019-09-18 00:00:00
Der neue Name für das ehemalige Mundipharma-Areal und dir dortige Straße stehen fest: Das Areal trägt künftig den Namen „Campus Limburg“, die Straße heißt „Über der Lahn“. Dies hat der Magistrat nach Angaben von Bürgermeister Dr. Marius Hahn beschlossen.
Campus Limburg ist der neue Name des auf dem Foto zu sehenden Areals. Die ... mehr

2 Auf der Suche nach einem neuen Namen 2019-07-04 00:00:00
Postkarten mit dem Titel „Namenswettbewerb“ laden derzeit an verschiedenen öffentlichen Stellen in Limburg dazu ein, einen Namen für das ehemalige Mundipharma Areal und die dortige Straße abzugeben. Die Stadt Limburg, das Bistum, das Pharmaunternehmen Fidelio Healthcare und die Egenolf-Grundstücksgesellschaft gestalten dort gemeinsam die Zukunft.
Mitmachmachen lohnt sich: Die Sieger des Namenswettbewerbs für das ehemalige ... mehr

3 Neuanfang mit neuen Namen 2019-06-14 00:00:00
Neue Namen sind gefunden Campus Limburg ist der neue Name des auf dem Foto zu sehenden Areals. Die Stadt Limburg hat das links stehende Verwaltungsgebäude erworben, das Bistum das Verwaltungsgebäude auf der rechten Seite. Das Conference Center in der Mitte gehört der Grundstücksgesellschaft Egenolf.
Der neue Name für das ehemalige Mundipharma-Areal und dir ... mehr

4 Stadtpolitik entscheidet über Umzug der Verwaltung 2018-08-20 00:00:00
Der Countdown für die Entscheidung der Limburger Stadtverordnetenversammlung zu einem möglichen Umzug der Verwaltung läuft. Am kommenden Montag, 27. August, entscheidet die Stadtverordnetenversammlung darüber, ob die Stadt Teile des Verwaltungsareals von Mundipharma erwirbt. Der Haupt- und Finanzausschuss hat in seiner Sitzung am Mittwoch, 22. August, mit 11:2-Stimmen einen Ankauf und damit verbundenen Umzug von Teilen der ... mehr

5 Mundipharma-Areal: Bistum steigt ein 2018-07-13 00:00:00
Die Werte des Grundstücks im Ganzen wie in Teilflächen sind ermittelt, das Bistum hat gegenüber der Stadt die Bereitschaft bekundet, das Verwaltungsgebäude I des Mundipharma-Areals zu erwerben, Fidelio Healthcare wird den zweiten Stock im Conference Center (CC) langfristig mieten, für das erste Obergeschoss gibt es einen konkreten Interessenten und hinsichtlich der Nutzung weiterer Bereiche des Centers zeichnen ... mehr

6 Mundipharma-Areal: Entscheidung bis Ende August 2018-06-01 00:00:00
„Die Richtung stimmt“, sagt Bürgermeister Dr. Marius Hahn mit Blick auf den möglichen Erwerb der Verwaltungsgebäude von Mundipharma durch die Stadt und das Bistum. Auch wenn das Thema ein wenig aus der Öffentlichkeit verschwunden ist, die Verwaltungen von Stadt und Bistum arbeiten mit Hochdruck daran, um alle Voraussetzungen und Bedingungen für eine ... mehr

7 Mundipharma-Areal: Stadt soll verhandeln 2018-03-20 00:00:00
Das Areal aus der Luft. Die Limburger Stadtverordnetenversammlung hat den Magistrat mit deutlicher Mehrheit am Montagabend ermächtigt, ernsthaft über den Kauf der Mundipharma-Gebäude weiter zu verhandeln. Den 34 Ja-Stimmen standen zwei Nein-Stimmen gegenüber, zudem gab es noch sieben Enthaltungen. „Ich bin froh über diese deutliche Mehrheit und den damit verbundenen klaren Auftrag an den Magistrat“, sagte ... mehr

8 Stadt hat Interesse an Mundipharma-Areal 2018-03-02 00:00:00
Die Kirche bleibt im Dorf, das Rathaus in der Stadt – und dennoch könnten Kirche und Rathaus bald enge Nachbarn am Stadtrand sein und den Standort eines Unternehmens übernehmen, das Limburg verlässt. „Dass Mundipharma geht, ist ein großer Verlust. Aber für uns als Stadt könnte daraus auch eine Chance erwachsen“, macht Bürgermeister Dr. Marius ... mehr

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Das Bistum Limburg hat das Verwaltungsgebäude I auf dem ehemaligen Areal des Pharmaherstellers Mundipharma auf der Dietkirchener Höhe für 3,7 Millionen Euro gekauft. Der Kaufvertrag ist am Dienstag, 28. August, gemeinsam mit der Stadt Limburg, die das Verwaltungsgebäude II und das Conference Center für 7,2 Millionen Euro erworben hat, unterschrieben worden.

Verkauf des Conference Centers (ehem. Mundipharma)

Die Stadt Limburg hat das links stehende Verwaltungsgebäude sowie das Conference Center in der Mitte erworben, das Bistum das Verwaltungsgebäude auf der rechten Seite. Foto: T. Steiger/Bistum Limburg
„Das Bistum wird das Gebäude als Verwaltungsstandort für den Diözesancaritasverband und Teile der Bischöflichen Verwaltung, die bislang im Katharina-Kasper-Haus in der Graupfortstraße, und am Roßmarkt untergebracht sind, nutzen“, erklärt Gordon Sobbeck, Finanzdezernent im Bistum Limburg. Die Diözese werde das 27 Jahre alte Gebäude zum Jahreswechsel übernehmen. Wann und welche Verwaltungseinheiten des Bischöflichen Ordinariats auf die Dietkirchener Höhe ziehen, steht noch nicht fest. Geplant ist ein Umzug im ersten Halbjahr 2019. „Die Gremien der diözesanen Vermögensverwaltung im Bistum haben dem Kauf des Verwaltungsgebäudes ohne Gegenstimme zugestimmt. Sie sehen darin, eine überzeugende Antwort auf den dringenden Raumbedarf im Bischöflichen Ordinariat sowie eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung“, so Sobbeck.

Deutliche Mehrheit

Die Limburger Stadtverordnetenversammlung hatte am vergangenen Montag mit einer deutlichen Mehrheit von 33:10-Stimmen dem Ankauf von zwei Gebäuden durch die Stadt zugestimmt; zu dem Paket gehört auch noch ein 22.000 qm großes Grundstück. „Die Entscheidung eröffnet uns viele Chancen“, zeigt sich Bürgermeister Dr. Marius Hahn überzeugt. Der Auftrag der Stadtverordnetenversammlung sei mit der Vertragsunterzeichnung zügig umgesetzt worden. „Wir haben immer deutlich gemacht, dass bis zum 1. September alles unter Dach und Fach sein muss“, so Hahn weiter.

Der 1. Stadtrat Michael Stanke verweist darauf, dass die Stadt sehr wohl noch andere Alternativen in Erwägung gezogen hat, doch der Umzug auf die Dietkircher Höhe die beste aller vier ins Auge gefassten Varianten sei. Die Stadt wird das Neue Rathaus aufgeben. Das Gebäude ist sanierungsbedürftig und technisch veraltet. In der Innenstadt wird das alte Rathaus bleiben und mit einem modernen Bürgerbüro künftig einen Großteil der Dienstleistungen der Stadtverwaltung zentral anbieten. In der Innenstadt bleiben zudem das Ordnungsamt, das Amt für soziale Betreuung, das Standesamt, das Kulturamt mit den Kunstsammlungen und das Stadtarchiv im Schloss. 

Raum für mehr als 150 Arbeitsplätze

Das neue Verwaltungsgebäude des Bistums auf dem ehemaligen Mundipharma-Areal ist 27 Jahre alt und hat eine Nutzfläche von 4.700 Quadratmetern. Zurzeit gibt es dort einhundert Büros inklusive Besprechungsräume. Insgesamt bietet das Gebäude Raum für mehr als 150 Arbeitsplätze.  „Wir haben das Gebäude aus verschiedenen Perspektiven begutachten lassen. Das Haus ist in einem bautechnisch guten Zustand und gibt der Arbeit der bischöflichen Verwaltung neue Perspektiven“, sagt Sobbeck. Mit dem Verwaltungsgebäude hat das Bistum auch 150 Parkplätze auf dem Grundstück erworben.

Das Verwaltungsgebäude II, das die Stadt erwirbt, ist quasi eine Kopie des Gebäudes, das das Bistum übernimmt, nur 18 Jahr jünger. Die 130 Mitarbeiter/innen, die bisher ihren Arbeitsplatz im Neuen Rathaus haben, sollen dort einziehen. „Das Gebäude bietet ausreichend Platz für weitere Mitarbeiter“, so der Bürgermeister. Ein Plus an Mitarbeitern ist durch die Übernahme neuer Aufgaben nahezu zwangsläufig. Das VG II ist technisch auf einem modernen Stand und lässt die Möglichkeiten technischer Entwicklungen. An dem neuen Standort stehen der Stadt knapp 150 Parkplätze Verfügung.

Hintergrund

Hintergrund für den Kauf des Gebäudes ist der Sanierungsbedarf an zwei großen Verwaltungsgebäuden des Bistums. Im Frühjahr hatten Fachleute einen Sanierungsbedarf in Millionenhöhe im Verwaltungsgebäude Roßmarkt 12 festgestellt. Zudem waren im Katharina-Kasper-Haus in der Graupfortstraße Gefahrstoffe wie Asbest, polychlorierte Biphenyle und Pentachlorphenol in Bauteilen gefunden worden. Eine Gefährdung für Mitarbeiter durch die Baumängel oder die Gefahrstoffe ist jedoch nicht gegeben. Dennoch hat das Bistum direkt gehandelt und ist auf die Suche nach alternativen Arbeitsplätzen für die Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariats und des Diözesancaritasverbandes gegangen.

Die Stadt erwirbt neben dem Verwaltungsgebäude das sogenannte Conference Center (CC). Auch hier sind Bistum und Stadt miteinander verbunden, denn sie nutzen das dortige Foyer gemeinsam und das Bistum hat auch schon Interesse an der zeitweisen Nutzung der Seminarräume im Erdgeschoss sowie an einem Obergeschoss angemeldet. Im CC wird mit Fidelio Healthcare auch das Unternehmen als Mieter einziehen, das die Produktionsstätten von Mundipharma und einen Teil des Personals übernimmt. Fidelio Healthcare will die Produktion ausbauen und die Zahl der Mitarbeiter erhöhen. Der Kaufpreis in Höhe von 10,9 Millionen Euro soll in den Standort in Limburg investiert werden.

(Gemeinsam herausgegeben vom Bistum Limburg und der Stadt Limburg.)

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