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„Es muss mehr als Hobby, es muss Leidenschaft sein“, sagt Hans-Friedrich Hellbach. Der 79-Jährige aus Eschhofen ist leidenschaftlicher Imker, war lange Vorsitzender des Imkervereins Goldener Grund, auf Landesebene aktiv und hat sich auch über sein Hobby hinaus ehrenamtlich eingebracht. Landrat Manfred Michel überreichte Hellbach im Limburger Rathaus im Beisein von Bürgermeister Dr. Marius Hahn den Landesehrenbrief.
Der leidenschaftliche Imker Hans-Friedrich Hellbach (2.v.r.) erhielt den Landesehrenbrief. Die Auszeichnung überreichte Landrat Manfred Michel (2.v.l.) im Beisein von Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn, links Tochter Andrea Hellbach.
Die Liste an Tätigkeiten und Funktionen von Hans-Friedrich Hellbach ist lang. Und Landrat Michel wartete gleich zu Beginn der Auszeichnung mit einer Zahlenspielerei auf. Alle Jahre seiner unterschiedlichen Tätigkeiten und Aktivitäten zusammengezählt, ergäbe dies die stolze Zahl von 178 Jahren. Eine Spielerei, aber eine die zeigt, dass der Vater von drei Töchtern sich vielfältig in die Gemeinschaft einbrachte. Als Hellbach vor 56 Jahren in die Imkerei einstieg, da waren die Bienen noch viel aggressiver und stachen regelmäßig zu. Heute seien die Bienen recht brav, mit Schutz müsse niemand an die Bienenstöcke heran, erzählt er. Zahmere Bienen, das sei das Ergebnis der Zucht.

Der Landrat bezeichnete Hellbach als Sympathieträger, der sein Wissen gerne weitergebe und der in seinem Blick für die Natur der Gesellschaft weit voraus gewesen sei. Was heute an Sorgen um die Bienen geäußert werde, mit Blühstreifen an deren Lebensbedingungen verbessert werden soll, das habe Hellbach schon vor Jahrzehnten erkannt. Der Umgang mit der Natur, die ihm so am Herzen liege, gebe er durch seine Vorträge und Besuche in Kindergärten und Schulen gerne und glaubwürdig weiter.

Vielfach engagiert

Sich der Imkerei und der Bienenzucht zu widmen, ist schon arbeitsintensiv. Doch der gelernte Dreher, der bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1998 bei der Bundesbahn arbeitete, hat sich über Jahrzehnte ehrenamtlich eingebracht. 37 Jahre lang war er Vorsitzender des Imkervereins Goldener Grund, rund 18 Jahre Vorstandsmitglied im Hessischen Imkerverband, vier Jahrzehnte Bienensachverständiger des Landkreises, hat als Ausrichter von vier Hessischen Imkertagen fungiert, den Deutschen Imkertag nach Hadamar und den Hessischen Honigtag nach Lindenholzhausen geholt. Und wie Michel erwähnte, hat er zusammen mit Vertretern der Landesregierung dafür gesorgt, dass über einen Kooperationsvertrag der Fortbestand des Hessischen Bieneninstituts gesichert wurde.

Doch Hellbach war nicht nur Imker. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern der Vogel- und Naturschutzgruppe Eschhofen, in der er über 25 Jahre als Vorsitzender oder 2. Vorsitzender Verantwortung übernahm, als Vogelschutzbeauftragter ist er seit 1986 aktiv. Um den Bahnhof seines Heimatortes hat er sich ebenfalls gekümmert, rund 15 Jahre war er dort der Mann für alle Fälle. Und schließlich engagierte er sich noch als ehrenamtlicher Vollzugshelfer in der Justizvollzugsanstalt Diez und organisierte dabei die kirchliche Hochzeit eines Gefangenen in Eschhofen.

Nur ein Zwischenzeugnis

„Zwölf Jahre ehrenamtliches Engagement sind die Voraussetzung, um mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet zu werden“, daran erinnerte im Rathaus Bürgermeister Hahn. Eine Palette an ehrenamtlichen Aufgaben und Verpflichtungen, die Hellbach übernommen habe, sei schon enorm. „Machen Sie weiter mit Ihrem Einsatz“, lautete die Aufforderung des Bürgermeisters, der auch an die Bemerkung des Landrats erinnert, wonach der Landesehrenbrief nur eine Art Zwischenzeugnis sei. Die Anregung für die Auszeichnung kam von Martina Deißenroth, der Vorsitzenden des CDU-Ortsverbands Eschhofen, die bei der Verleihung auch anwesend war.

„Ich habe mit meinen zahlreichen Ehrenämtern aufgehört, nachdem ich einen Blick in meinen Personalausweis geworfen hatte und erkannte, wie alt ich bin“, sagte Hellbach etwas spitzbübisch. Er wird der Imkerei weiter treu sein, seine Völker versorgen und mit Rat und Tat all denen zur Seite stehen, die sich an ihn wenden. Tipps gab es dann auch reichlich im Rathaus, zum Beispiel was sich gegen Bienen- und Wespenstiche tun lässt. Aber eine Rückkehr in eine seine zahlreichen Ämter schloss er aus. Auch darin ist er durchaus ein Vorbild.

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