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25 Hektar umfasst das Areal. Dort soll ein Stück Zukunft Limburgs entwickelt werden. Nachhaltige Stadtentwicklung wird angestrebt, zukunftsweisende Wohnformen mit qualitätsvollem Wohnraum, Förderung des Gemeinschaftsgefühls und Schaffung eines familien- und kinderfreundliches Quartiers bei ressourcenschonender und energieeffizienter Bauweise. Das sind Rahmenbedingungen mit herausragender Bedeutung für das, was in Blumenrod entstehen soll, ein attraktives Quartier mit eigener, unverkennbarer Identität und hoher städtebaulicher Qualität.
Während des Gemarkungsbegangs stellte Annelie Bopp-Simon (2.v.r.) das zu bebauende Areal in Blumenrod vor. Ein Realisierungswettbewerb soll dafür sorgen, dass ein attraktives Quartier mit eigener, unverkennbarer Identität und hoher städtebauliche Qualität entsteht.
„Wir sind gefordert, Wohnraum zu schaffen, der auch Bürgern zur Verfügung steht, die über kein üppiges Einkommen verfügen. Und gleichzeitig gilt es auf Qualität der Gebäude wie auch der Freiflächenplanung großen Wert zu legen“, umschreibt Bürgermeister Dr. Marius Hahn die komplexe Aufgabenstellung. Damit dies alles gelingt, soll es einen Realisierungswettbewerb geben, der städtebaulichen und freiraumplanerischen Aufgaben Rechnung trägt. Der Magistrat hat diesem Vorhaben bereits zugestimmt und empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, einen entsprechenden Wettbewerb auszuloben.

Nach der Sommerpause sollen sich die Fachausschüsse mit dem Thema beschäftigen. Der Bürgermeister sieht in dem Wettbewerb die Chance, neue Standards in der Stadt zu setzen und eine zukunftsweisende Bebauung in einem modernen Wohngebiet, das vielen Anforderungen gerecht wird, zu realisieren. „Wir werden nicht nur in Blumenrod bauen, sondern werden auch in den verschiedenen Stadtteilen weiter Bauland zur Verfügung stellen“, so Hahn.

Anspruchsvolle Aufgabe

Beim Gemarkungsbegang konnten sich die Limburger Stadtverordneten und Magistratsmitglieder ein Bild davon machen, wo das neue Wohnquartier entstehen soll. Der zuletzt verwirklichte Abschnitt Blumenrod IV sieht in verschiedenen Straßen schon einen weiteren Ausbau fort, der sich dann in Richtung Mensfelder Kopf bis zur Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz erstreckt. Das Areal wird begrenzt durch ein Vogelschutzgebiet Natura 2000. Darauf gilt es Rücksicht zu nehmen. Aber noch weitere Elemente der Natur sollen sich in dem künftigen Wohngebiet wiederfinden, wie Annelie Bopp-Simon als Leiterin der Stadtplanung verdeutlicht. Bestehende Hecken sollen erhalten bleiben, eine natürliche Verbindung zwischen dem Vogelschutzgebiet und dem Großbachtal soll die Artenvielfalt von Fauna und Flora aufnehmen und der bereits bestehende „Stadtpark Blumenrod“ in das künftige Wohngebiet fortgeführt werden.

Die Aufgabenstellung in dem Wettbewerb sieht die Realisierung von unterschiedlichen Wohnformen mit einer hohen Wohnqualität für verschiedene Zielgruppen vor, dabei sollen verschiedene Modelle von Eigentums- und Betreibermodellen verwirklicht werden. Der Schwerpunkt liegt demnach auf Einfamilienhäusern, auf Doppel- Reihen- und Stadthäusern, Geschosswohnungsbau ist ebenfalls vorgesehen. Zwischen 20 und 25 Prozent der Wohnbauflächen sind für den geförderten Wohnungsbau reserviert. Nicht störendes Gewerbe findet dort ebenso seinen Platz wie eine bis zu viergruppige Kindertagesstätte.

Preisgericht entscheidet

Dem Thema Mobilität wird ein hoher Stellenwert in dem Quartier eingeräumt. Auf eine gute Vernetzung des Gebietes für Fußgänger und Radfahrer ist Wert zu legen, der ruhende Verkehr ist quartiersverträglich unterzubringen und für E-Mobilität sind entsprechende Ladestationen einzuplanen. Darüber hinaus sind Plätze für Carsharing, ÖPNV, Radabstellanlagen und mehr zur Verfügung zu stellen.

Aufgrund der Größe des Areals ist eine Umsetzung der Bebauung in mehreren Abschnitten vorzusehen, eine Vermarktung ganzer Teilquartiere soll gegebenenfalls möglich sein. Für den Wettbewerb und Durchführung sind Gesamtkosten in Höhe von 170.000 Euro vorgesehen. Der erste Preis wird mit fast 39.000 Euro dotiert, der zweite Preis mit 25.750 und der dritte mit 17.500 Euro. Insgesamt soll eine Wettbewerbssumme in Höhe von 117.000 Euro zur Verfügung stehen.

Über die eingereichten Entwürfe wird ein Preisgericht entscheiden, dem sieben Fach- und sechs Sachpreisrichter sowie sechs Sachverständige angehören. Die Limburger Politik und Stadtverwaltung sind dabei natürlich auch vertreten. Stimmt die Stadtverordnetenversammlung dem Vorschlag des Magistrats zu, dann soll der Wettbewerb EU-weit ausgeschrieben werden. Im Februar kommenden Jahres ist die Entscheidung des Preisgerichts vorgesehen.

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