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Die Schießanlage des Limburger Schützenvereins im Eduard-Horn-Park ist nach wie vor gesperrt. Felsbrocken sind aus der steil aufragenden Wand am Ende des Vereinsgeländes abgestürzt und auf die Anlage gefallen, das Gelände wurde daher am 9. Februar von der Stadt in Abstimmung mit dem Verein gesperrt. Nun soll ein Unternehmen mit der Felssicherung beauftragt werden. Rund 76.000 Euro sind dafür an überplanmäßigen Aufwendungen notwendig. Die Stadtverordnetenversammlung hat am Montag, 7. Mai, darüber zu entscheiden. Der Magistrat empfiehlt die Auftragsvergabe.
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Dicke Felsbrocken liegen auf der Anlage hinter dem Schützenhaus. Sie haben sich aus der Felswand gelöst, die nun gesichert werden muss.
Bevor die Arbeiten zur Sicherung des Felsens beginnen können, ist es zunächst einmal notwendig, Bäume, die direkt auf der Kuppe der Felswand stehen, zu beseitigen. Dort ist Gefahr im Verzug, denn die Bäume drohen zu kippen. Der entsprechende Auftrag, er wird im Rahmen einer forstlichen Maßnahme erteilt, umfasst eine Summe in Höhe von rund 7500 Euro. Die Bäume sollen in der kommenden Woche (18. KW) beseitigt werden.

Der erste Felssturz war von Vertretern des Vereins Anfang Februar festgestellt worden. Das Gelände ist seit November 1971 per Erbbaurechtsvertrag an den Schützenverein zur Nutzung übertragen worden, allerdings ist die Stadt als Grundstückseigentümerin für die Beseitigung des Schadens verantwortlich. Das Gelände und der Fels sind durch Fachleute begutachtet worden. Das Ergebnis: Es besteht die Gefahr weiterer Steinabgänge und Felsstürze, deshalb darf das Freigelände bis zur Sicherung der Felswand nicht betreten werden.

Die Stadt hat deshalb zügig Kontakt zu einem Spezialunternehmen aufgenommen, das die Sicherung der Wand übernehmen soll. Klar war von Anfang auch, dass nicht nur die bereits herabgestürzten Steine beseitigt werden müssen, sondern der Hang auch vom Bewuchs befreit werden muss. Anfang März kam es dann zu einem weiteren Felssturz auf dem Gelände, das nach Angaben des Vereins einmal ein Steinbruch war. Durch den zweiten Felssturz ist die komplette Seilanlage der Schießsportanlage beschädigt worden. „Daran zeigt sich, dass die Sperrung des Geländes notwendig war“, macht der Erste Stadtrat Michael Stanke deutlich.

Verwitterung und Sturm

Nach Einschätzung des Gutachters ist der Felssturz auf allgemeine Verwitterungsvorgänge zurückzuführen, die durch die starken Niederschläge sowie den Frost verstärkt worden sind. Dies habe zu einer Auflockerung der Spalten und Risse im Fels geführt. Zusätzlich könnte sich auch der Sturm „Friederike“ am 18. Januar noch ausgewirkt haben. In der Felswand befinden sich Bäume, deren Wurzeln in die Risse und Spalten reichen. Durch die starke Bewegung der Bäume, ausgelöst durch den Sturm, könnte es noch zusätzliche Impulse für den Felssturz gegeben haben.

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