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Ein Großbrand hat in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag einen Baumarkt in der Limburger Innenstadt komplett zerstört. Das Gebäude im Renngraben in direkter Nähe des Marktplatzes in der Ste.-Foy-Straße ist nur noch eine Ruine. Am Donnerstagvormittag war mit einem Abriss begonnen worden, damit die Einsatzkräfte der Feuerwehr noch zu den Brandnestern im Innern vorstoßen konnten. Ein Nachbarhaus mit acht Wohneinheiten kann aufgrund von Verrußung bzw. der durch den Qualm entstandenen Belastungen nicht genutzt werden. Zu den Brandursachen können aktuell noch keine Angaben gemacht werden, den Schaden schätzt die Polizei auf mehrere Hunderttausend Euro.

Das Feuer vernichtete in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag den Baumarkt im Renngraben. Foto: Feuerwehr Limburg

Die Polizei hatte noch in der Nacht über den Brand und den damit verbundenen Einsatz informiert. Danach ist das Feuer am Mittwochabend gegen 22 Uhr von Anwohnern bemerkt worden, die Anwohner informierten sofort die Leitstelle. Die Flammen, die den kompletten Gebäudekomplex des Baumarktes beschädigten, wurden von den Feuerwehren aus Limburg und den angrenzenden Stadtteilen sowie den Feuerwehren aus Elz, Diez-Freiendiez bekämpft. Weitere Wehren aus der Umgebung kamen im weiteren Verlauf zur Unterstützung hinzu, zudem wurde noch der Gerätewagen Atemschutz des Hochtaunuskreises angefordert, da insgesamt über 100 Atemschutzgeräteträger im Einsatz waren.

Von den Einsatzkräften der Polizei und der Feuerwehr mussten aufgrund des Brandes auch zwei an den Baumarkt angrenzende Wohnhäuser geräumt werden, in eines von ihnen konnten die Bewohner im Laufe des Donnerstags zurückkehren. Die Bewohner eines zweiten Hauses mit acht Wohneinheiten hingegen können noch nicht in ihre Wohnungen zurück. In der Brandnacht hatten sie alle selbst durch private Initiative eine Bleibe gefunden. Bis gestern Nachmittag lagen keine Wünsche der Betroffenen auf eine Unterbringung vor, die Stadt ist auf entsprechende Anfragen jedoch vorbereitet. Glücklicherweise wurde nach derzeitigem Ermittlungsstand niemand durch das Feuer verletzt.

Über 200 Einsatzkräfte

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Nur noch eine Ruine. Die Außenmauern des Baumarktes mussten eingerissen werden, um den Einsatzkräften den Zugang zu den Brandnestern im Innern zu ermöglichen.
Die Zahl der Einsatzkräfte und Rettungskräfte hat sich inzwischen auf rund 240 erhöht. Am Donnerstagnachmittag wurde noch eine Gefahrstoffmessung durch die Erkundungsgruppe des Landkreises vorgenommen. Die Messungen am Brandort und der Umgebung waren nach Angaben der Einsatzleitung negativ, es wurden keine erhöhten Werte gemessen.

Gegen 11.30 Uhr war damit begonnen worden, mit Hilfe eines Baggers die noch stehenden Außenwände einzureißen und Dachteile abzunehmen. Um die Konstruktion der Stahlträger zu trennen, musste noch ein Bagger mit Zange anrücken. In die stehende Konstruktion vorzurücken war für die Einsatzkräfte der Feuerwehr viel zu gefährlich. Die Bauaufsicht der Stadt hatte das Gelände schon früh am Morgen gesperrt, da das Gebäude beziehungsweise dessen Reste einsturzgefährdet war. Nachdem die Wände eingerissen und die Gefahren durch die Stahlträger beseitigt waren, konnten die Einsatzkräfte die noch bestehenden Brandnester bekämpfen. Für die Nacht auf Freitag ist eine Brandwache vorgesehen.

Lob aus dem Innenministerium

Bürgermeister Dr. Marius Hahn, der sich mehrmals an der Brandstelle aufhielt, sprach den zahlreichen Einsatzkräften aus Limburg und Umgebung seinen Dank und seine Anerkennung aus. „Die Vertreter des Innenministeriums, die noch in der Nacht am Brandort waren, zeigten sich sehr beeindruckt von dem professionell durchgeführten Einsatz“, so Hahn.

Die ersten Einsatzkräfte waren nur wenige Minuten nach der Alarmierung an dem Baumarkt, denn sie hatten sich in der nur 100 Meter entfernt liegenden Feuerwache gemeinsam das Pokalhalbfinale mit der Frankfurter Eintracht angeschaut. Allerdings wurde ihnen schnell klar, dass der Baumarkt selbst nicht zu retten ist und der Schutz der direkt angrenzenden Wohnbebauung im Vordergrund zu stehen hat.

Die Limburger Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und wird dabei von Mitarbeitern des Landeskriminalamts unterstützt. Mögliche Zeugen oder Hinweisgeber werden geben, sich unter der Telefonnummer (06431) 91400 bei der Polizeidirektion Limburg zu melden. Weitere Informationen unter www.fffw-limburg.de. (Die Meldung wurde am 19. April um 19 Uhr komplett überarbeitet.)

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