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Die Stadt ist längst Lebensraum für Tiere geworden, die normalerweise in Wald und Feld leben. Füchse sind unterwegs, Rehe stehen in Gärten und Wildschweine sind auch schon gesichtet worden. Andere tun sich schwer mit Häusern, dichter Bebauung. Vögeln geht zum Beispiel der Lebensraum verloren. Schwalben können keine Nester mehr an Häuser bauen. Fledermäuse benötigen auch Hilfen, um in der Stadt besser überleben zu können.

Peter Weitershausen stattet den Nistkasten für den Turmfalken noch mit ein paar Händen voller Sägespäne aus. Der Nistkasten hängt an einem städtischen Gebäude in Blumenrod.

Die Stadt unterstützt die Vögel mit Nisthilfen. Dazu dienen vor allem Gebäude, die sich im Besitz der Stadt befinden, im Ansper und im Finken, in der Heinrich-von-Kleist-Straße oder auch in der Holzheimer Straße, wo es nun einen Nistkasten für Turmfalken gibt. „Die energetisch sanierten Häuser oder auch die Neubauten mit ihren geschlossenen Fassaden und Dachüberständen bieten den Vögel kaum noch Möglichkeiten“, sagt Matthias Beul, Leiter der Stadtgärtnerei, der mit seinem Team die Nistkästen aufhängt und betreut.

Der Nistkasten für den Turmfalken hat schon ein ganz ordentliches Gewicht und besteht aus Holzbeton. Ein paar Handvoll Sägespäne gibt Peter Weitershausen beim Aufhängen mit hinein, besonders anspruchsvoll sind Turmfalken nicht. Weitere Nistkästen in der Stadt werden für Mauersegler und Mehlschwalben aufgehängt. Beul hat keinen Zweifel daran, dass die Nistkästen auch angenommen werden.

Auf einem guten Weg

Für Fledermäuse, das ist aufgrund des Symbols auf dem Quartier nicht zu übersehen. Die künftigen Bewohner wird das Symbol wohl weniger interessieren, Hauptsache das Quartier ist gut anzufliegen und sicher.

Neue Wege geht die Stadt im Gewerbegebiet in Offheim. Dort ist schon ein Falke unterwegs, an einem der dort befindlichen Firmengebäude soll er einen Nistkasten erhalten. Die Stadt verfolgt damit durchaus ein eigenes Interesse. Die Mäuseplage in dem Areal „Nördlich der Kapellenstraße“ vor allem rund um die Regenrückhaltebecken ist groß, alle dort gesetzten Blumen wurden abgefressen. Falken sind natürlich Feinde der Mäuse … und auf die wird nun gesetzt.

Herbert Friedrich als Vogelschutzbeauftragter des Naturschutzbundes im Landkreis Limburg-Weilburg begleitet die Nistkastenaktion. Er zollt der Stadt Lob für ihre konzeptionellen Überlegungen und Herangehensweise. Das sei in anderen Kommunen noch nicht so ausgeprägt. Wenn der Mensch dabei die Tierwelt unterstützt, ist im Vorfeld schon zu klären, welche Vögeln die Nistkästen nutzen sollen. „Die Nistkästen sind auf die einzelnen Vogelarten und ihre Lebensweisen abgestimmt“, sagt Friedrich. Der Turmfalke sei dabei jedoch nicht besonders wählerisch, was die Auswahl seiner Stätte angeht.

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