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Stiftung Ernst Moritz Engert bei der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn

Im Gegenlicht - Ein Schattenbild

Ernst Moritz Engert: Im Gegenlicht - Ein Schattenbild
parallel zu den Wechselausstellungen 2013
Mit der Ausstellung erhalten Sie einen Einblick in das facettenreiche Lebenswerk von Ernst Moritz Engert. Neben seinen berühmt gewordenen Scherenschnitten – Silhouetten und Portraits – sind Holzschnitte, Radierungen und Zeichnungen zu sehen.

Öffnungszeiten / Eintrittspreise

Anreisemöglichkeiten 

Die Stiftung Ernst Moritz Engert bei der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn wurde 1978 vom Künstler selbst gegründet. Sie umfasst mehr als 700 Kunstwerke, hauptsächlich Scherenschnitte, aber auch Zeichnungen und Grafiken. Werke aus der Stiftung sind ständig im 2.Obergeschoss der „Kunstsammlungen der Stadt Limburg“ ausgestellt. Durch Bestandskataloge wird Leben und Werk des Künstlers dokumentiert. 

Ernst Moritz Engert gilt als anerkannter Meister der Scherenschnittkunst des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1892 in Japan als Sohn eines deutschen Bankiers geboren. Um 1902 kehrte die Familie nach Deutschland zurück. 1907 begann er – angeregt durch einen Jahrmarktbesuch in Rinteln – mit der Schere und schwarzem Papier zu arbeiten. Nach sporadischem Kunststudium in München von 1907 - 1909 lebte er abwechselnd in München, Berlin, Bonn und Darmstadt und machte sich als Scherenschneider durch expressive Silhouetten und Grafiken in bekannten Künstlerkreisen einen Namen. So fand er Aufnahme in den renommierten Kreis der Rheinischen Expressionisten um August Macke in Bonn und in die Darmstädter Sezession, für die er das noch heute verwendete Signet, den „Bogenschützen“ schnitt. 

Ernst Moritz Engerts Oeuvre umfasst Holzschnitte, Lithografien, Radierungen, Stift- und Pinselzeichnungen, aber vor allen Dingen Scherenschnitte. Er schuf in der Scherenschnittkunst Buchillustrationen, Märchen-, Tier- und Pflanzenmotive und weit über zweitausend Porträts. Doch die größte Schaffensperiode seines Lebens gehörte dem Theater. Von 1918 bis ca. Mitte der 1920er Jahre widmete sich Ernst Moritz Engert der Tradition der Schattenspielkunst. Er gestaltete Schattenfiguren auf Papier, die Ausganspunkt oder Vorentwurf für die aus Sperrholz ausgesägten Figuren waren. Von 1934 – 1942 arbeitete er für verschiedene Berliner Tageszeitungen. Er besuchte Theaterpremieren der kleinen und großen Bühnen in Berlin, hielt Szenen als Scherenschnitt fest und komplettierte so die Berichterstattungen der damaligen Berliner Medienwelt. In den 1950er und 1960er Jahren schuf Engert für die Spielschar der Tilemannschule in Limburg Bühnenbilder und Plakate. 

Von 1945 bis zu seinem Umzug nach Lich bei Gießen zu seiner ältesten Tochter Ursula im Jahr 1981 lebte und arbeitete er in Hadamar. 1986 starb Engert in Lich und wurde in Hadamar beigesetzt. 

Lebensdaten 

Veröffentlichungen zu Ernst Moritz Engert 

Im Gegenlicht - ein Schattenbild
2. Auflage 2010 / ISBN 3-9802789-1-3 / Preis: 9,50 €

Briefe von Pappi aus dem Tiech an Uti
Briefe und Zeichnungen / ISBN 978-3-936162-03-5 / Preis: 6,00 €

Engert Figürliche Scherenschnitte und Hunt Diederich, Scherenschnitte in Zusammenarbeit mit Ernst Moritz Engert
2002, ISBN 978-3-936162-00-4 / Preis: 5,00 €

Theaterblätter
Scherenschnitte/Grafik / ISBN 978-3-936162-06-6 / 5,00 €

Boheme in München und Berlin
Scherenschnitte/Grafik, 1990 / Preis: 3,00 €

Expressionismus in Bonn und Darmstadt
Engert und seine Künstlerfreunde, 1987 / vergriffen

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