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Warnung vor dem Eichenprozessionsspinner

Den Kontakt mit den Eichenprozessionspinner sollten Menschen grundsätzlich vermeiden, vor allem die Brennhaare der Raupen können heftige Reaktionen von Juckreiz bis zur Atemnot hervorrufen. Und der Nachtfalter und seine Raupen sind inzwischen leider auch in der Region heimisch geworden. Besonders heftig sind die Populationen im Bereich der Stadt Limburg im Eschhöfer Wald, also in dem Waldstück hinter der Kläranlage. Nach Angaben von Revierförsterin Nadine Ströbele (Hessenforst) tritt der Eichenprozessionsspinner in dem Areal geradezu massenhaft auf, das bezieht auch die angrenzenden Waldflächen der Stadt Runkel mit ein.

Bei dem Eichenprozessionsspinner handelt es sich um eine „waldtypische Gefahr“. Deshalb werden die Wege auch nicht grundsätzlich gesperrt, an den Hauptwegen werden von Hessenforst in den kommenden Tagen jedoch noch einmal Warnschilder aufgestellt, die auf die Gefahr aufmerksam machen. Die Empfehlung der Revierförsterin: Mit offenen Augen durch den Wald gehen, auf den Hauptwegen bleiben und den Raupen aus dem Weg gehen. Kritisch wird es jedoch nach einem Gewitter oder bei starkem Wind, dann kann es zu Verwehungen der Raupen kommen.

Nach Angaben der Revierförsterin sieht es in den übrigen Bereichen des Limburger Stadtwaldes aktuell nicht nach einem so starken Befall aus, mit Vorkommen des Eichenprozessionsspinners sei jedoch überall zu rechnen. Allerdings könne es auch sein, dass sich die Raupen dort noch nicht zeigen, da sie noch nicht aus den Baumkronen stammabwärts gewandert sind.

Verwechslung mit Gespinstmotte

Der Eichenprozessionsspinner ist natürlich auch ein Thema für die Limburger Stadtgärtnerei. Täglich gehen Anrufe bei Matthias Beul, Leiter der Stadtgärtnerei, ein, bei denen auf einen Befall von Eichenprozessionsspinnern hingewiesen wird. „Oft handelt es sich dabei aber um die ungefährlichen Gespinstmotten, deren Larven die Gehölze mit weißen Schleiern überziehen“, sagt Beul. Der Eichenprozessionsspinner hingegen legt einzelne Nester an, befindet sich fast ausschließlich an Eichen und die Raupen sind behaart, während die Raupen der Gespinstmotten unbehaart sind.

Auch wenn es oft ein „Fehlalarm“ ist, begegnet den Mitarbeitern der Stadtgärtnerei natürlich auch der Eichenprozessionsspinner. Finden sich Nester und Raupen an Eichen, die auf Spielplätzen, an belebten Plätzen oder sich grundsätzlich im Siedlungsbereich befinden, dann wird die Entfernung der Nester beauftragt.

Spezielle Beseitigung

„Die Nester und Raupen werden durch ein Spezialunternehmen entfernt, hierbei sind besondere Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Meist werden die Nester und Raupen mit einer klebrigen Substanz eingesprüht, damit beim Entfernen keine Brennhaare verwirbeln und anschließend wird das Nest abgesaugt“, erläutert der Leiter der Stadtgärtnerei. Er bestätigt die Beobachtungen aus dem Forst. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtgärtnerei stellen ein vermehrtes Vorkommen an Raupen des Eichenprozessionsspinners fest, vor allem dort, wo es ein hohes Aufkommen an Eichen gibt, aber auch an Einzelbäumen im innerstädtischen Bereich.

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