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Hans-im-Glück-Preis

Der Hans-im-Glück-Preis wurde im Jahre 1977 von dem Schriftsteller Hans-Christian Kirsch zusammen mit seiner Frau Elinor Kirsch als Jugendbuchpreis gestiftet und bis 1986 betreut und jährlich vergeben. 1987 wurde der Hans-im-Glück-Preis von der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn als Förderpreis für Jugendbuchautoren und -autorinnen übernommen. Seit 1990 findet die Vergabe des Hans-im-Glück-Preises alle zwei Jahre statt. Der Preis ist mit 3.000 Euro und einer Kugel mit 24-karätiger Blattvergoldung der Limburger Silberschmiedin Annette Zey dotiert. Die Auslobung erfolgt durch eine Jury.

 

Der Einsendeschluss für den "Hans-im-Glück-Preis 2020 der Kreisstadt Limburg an der Lahn für Jugendliteratur" war der 31. Oktober 2019.  Die Entscheidung der Jury wird Mitte 2020 bekannt gegeben und die Preisverleihung mit Lesung findet im Rahmen des "Limburger Lesedoms" vom 22. bis 24. Oktober 2020 statt.

Verfahren zur Ermittlung des Preistägers

Auswahlkriterien

Folgende Bücher/Manuskripte werden berücksichtigt

  • sprachlich und formal anspruchsvolle Romane und Erzählungen aus dem deutschen Sprachraum,
  • Bücher/Manuskripte, die durch neue Themen und Erzählweisen auffallen
  • keine Kinderbücher, nur Jugendbücher,
  • keine Kurzgeschichten, Bilderbücher/Bilderbuchtexte, Gedichte oder Übersetzungen in die deutsche Sprache.
 

Anforderungskriterien

  • Mindestumfang Manuskripte ca. 100 Seiten, DIN A 4, Blätter einseitig bedruckt, ungebunden, Schrift: Arial oder Times New Roman, Schriftgröße: 12 pt, Zeilenabstand: 1,5, Ränder: alle Kanten = 3 Zentimeter.
  • Unveröffentlichte Manuskripte sind von den Autoren in zweifacher Ausfertigung einzureichen.
  • Bücher sind in sechsfacher Ausfertigung (fünf Exemplare für die Jury, ein Belegexemplar) einzureichen – nur Neuerscheinungen aus den Jahren 2016 und 2017.
  • Bücher können sowohl von den Autoren selbst als auch von Verlagen eingereicht werden.
 

Jury

Die ehrenamtlich arbeitende unabhängige Jury setzt sich aus fünf Vertretern unterschiedlicher Berufssparten zusammen, die in den Bereichen der Jugenderziehung, der Jugendbuchkritik und Vermittlung von Jugendliteratur angesiedelt sind:

  • Gabriele Fachinger, Bibliothekarin
  • Jutta Golz, Bibliothekarin
  • Jutta Bummel, Buchhändlerin
  • Dr. Stefan Hauck, Redakteur
  • Ralf Schweikart, M. A., Redakteur & freier Journalist
 

Verfahren

  • Als Sekretariat fungiert das Kulturamt. Es nimmt in einer ersten Sichtung aller Einsendungen die Manuskripte und Bücher aus dem Wettbewerb, die eindeutig den vorgenannten formalen Kriterien nicht entsprechen.
  • Aus den verbleibenden Titeln - die Jury hat das Recht die Vorschlagsliste zu ergänzen - trifft die Jury nach eingehender Sichtung eine weitere Auswahl von Titeln zur abschließenden Begutachtung durch jedes Jurymitglied.
  • Der Preisträger/die Preisträgerin wird in einer gemeinsamen Jurysitzung ermittelt. Im Verhinderungsfalle ist das betreffende Jurymitglied verpflichtet, eine schriftliche Votierung einzureichen.
  • Jedes Jurymitglied ist bei der Abstimmung aufgefordert, gemäß seiner Bewertung der Titel eine Platzierung von eins bis fünf vorzunehmen. Jede Nennung auf Platz 1 bringt für den Titel fünf Punkte, auf Platz 2 vier, auf Platz 3 drei, auf Platz 4 zwei, auf Platz 5 einen Punkt. Das Buch bzw. Manuskript, das bei dieser Wertung die meisten Punkte erhält, wird mit dem "Hans-im-Glück-Preis" ausgezeichnet. Bei gleicher Punktzahl wird das Buch bzw. Manuskript, das die meisten Nennungen/höchste Bewertung der Jury erhalten hat ausgelobt.
  • Der Rechtsweg gegen die Jury-Entscheidung ist ausgeschlossen.
  • Der Preis wird nicht vergeben, wenn keiner der eingereichten Titel im Sinne der Ausschreibung voll überzeugt.
 

Geschichte des Preises

Der Hans-im-Glück-Preis wurde 1977 von dem Schriftsteller Hans-Christian Kirsch und seiner Frau Elinor als Jugendbuchpreis gestiftet. Als eine Art "Opfer an die Götter" empfanden sie damals den Preis für Anfänger unter den Jugendbuchautoren und -autorinnen, den sie selbst jährlich mit 2.000 DM, einem Westerwälder Krug und einer Woche Schreibklausur in ihrem Haus in Nomborn ausstatteten. Der Name "Hans im Glück" deswegen, weil er seine Glücksgüter bedenkenlos und glücklich verschenkte.

Die Initiative für die erste Ausschreibung des Preises entsprang der Erfahrung, wie schwer es im Literaturbetrieb gerade jungen bzw. unbekannten Autoren gemacht wird, sich mit ihren ersten Veröffentlichungen durchzusetzen.

1987 wurde der von der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn als Förderpreis für Jugendbuchautoren und-autorinnen übernommen. Die Übernahme unterstreicht die Bedeutung des Literaturpreises für die kulturell interessierte Öffentlichkeit und sichert sein Bestehen auf Jahre hinaus.

Der Hans-im-Glück-Preis wird seit 1990 alle zwei Jahre an Autorinnen und Autoren verliehen, die bislang nicht mehr als drei literarische Werke veröffentlich haben und nun auf dem Gebiet der Jugendliteratur an die Öffentlichkeit treten. Für den Preis können Manuskripte und bereits veröffentliche Neuerscheinungen eingereicht werden.

Der Förderpreis für Jugendbuchautoren und -autorinnen ist mit 3.000 Euro und einer Kugel mit 24-karätiger Blattvergoldung dotiert. Die Kugel symbolisiert die Glücksgüter die „Hans im Glück“ bedenkenlos und glücklich verschenkte.

Die bisherigen Preisträger

  • 2018: Christina Erbertz, Drei (fast) perfekte Wochen, Verlagsgruppe Beltz & Gelberg
  • 2016: Lea-Lina Oppermann, Die Wahrheit und wir, unveröffentliches Manuskript
  • 2014: Elisabeth Steinkellner,Raben, unveröffentlichtes Manuskript
  • 2012: Thorsten Nesch, Joyride Ost, rororo Taschenbuchverlag – Rotfuchs 
  • 2010: Beate Teresa Hanika, Rotkäppchen muss weinen, Fischer Verlag
  • 2008: Gabi Kreslehner, Ringlotten im Erdbeerbaum, unveröffentlichtes Manuskript
  • 2006: Marlene Röder, Im Fluss, unveröffentlichtes Manuskript
  • 2004: Zoran Drvenkar, Cengiz & Locke, Carlsen Verlag Hamburg
  • 2002: Björn Kern, KIPPpunkt, dtv München, Reihe Hanser
  • 2000: Andreas Steinhöfel / Anja Tuckermann, David Tage - Mona Nächte, Carlsen Verlag Hamburg
  • 1998: Mario Giordano, Der aus den Docks, rororo Rotfuchs Verlag Reinbek
  • 1996: keine Preisvergabe
  • 1994: Michael Wildenhain, Wer sich nicht wehrt, Ravensburger Buchverlag
  • 1992: Karin Sennheiser,Die Lingards, unveröffentlichtes Manuskript und Lutz van Dick, Der Partisan, Alibaba Verlag Frankfurt am Main, Verdammt starke Liebe, rororo Rotfuchs Verlag Reinbek
  • 1990: Jürgen Banscherus, Valentin - Valentino, Arena-Verlag Würzburg
  • 1989: Inge Meyer-Dietrich,Plascha oder: Von kleinen Leuten und großen Träumen, anrich verlag Kevelaer
  • 1988: Monika Seck-Agthe,Liebe ist was Großes, Otto Maier Verlag Ravensburg
  • 1987: Ilse Behl, Der Spätzünder oder: Pappkameraden, anrich verlag Kevelaer
  • 1986: Reinhold Ziegler,Es gibt hier nur zwei Richtungen, Mister, Verlag Beltz & Gelberg Weinheim
  • 1985: Rudolf Herfurtner, Das Ende der Pflaumenbäume, Manuskript - erschienen im Verlag Sauerländer Aarau
  • 1984: Birgit Nowiasz, Nordwind, unveröffentlichtes Manuskript
  • 1983: Herbert Friedmann, Mensch, Mücke, Manuskript - erschienen im Signal Verlag Baden-Baden
  • 1982: Karin König / Hanne Straube / Kamil Taylan,Merhaba - Guten Tag, Lamuv Verlag Bornheim-Merten und
  • Norbert Klugmann, Es muß im Leben doch mehr als alles geben, Reihe panther Rowohlt Verlag Reinbek / Hamburg
  • 1981: keine Preisvergabe
  • 1980: Helma Fehrmann und Peter Weismann, ...und plötzlich willste mehr, Weismann Verlag München
  • 1979: Dagmar Chidolue, Fieber oder Der Abschied der Gabriele Kupinski, Verlag Beltz & Gelberg Weinheim
  • 1978: Elfie Donnelly,Servus Opa, sagte ich leise, Cecilie Dressler Verlag Hamburg

Fragen? Jederzeit gerne!

Anna Vössing

Amtsleiterin Kulturamt

Fischmarkt 21
65549  Limburg a. d. Lahn

Angelika Breithecker

Fischmarkt 21
65549 Limburg a. d. Lahn