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Fischmarkt 20: Fassade wird saniert

Es lohnt sich, den besonderen Giebel an dem Haus in der Altstadt in den Blick zu nehmen. Links und rechts befinden sich figürliche Darstellungen, geschnitzte Engelsfiguren mit Posaunen. Im Jahr 2012 ist der Giebel an dem Haus Fischmarkt 20 saniert worden, nun laufen Arbeiten an dem darunter befindlichen Obergeschoss.
Das Fachwerk hat schon zahlreiche Veränderungen erlebt, dennoch muss zum Teil neues Holz eingebaut werden, da die Balken der Fassade erhebliche Schäden aufweisen.
Eigentlich sollten die Arbeiten schon im vergangenen Jahr vorgenommen werden, was aber nicht geschah. Seit einigen Tagen sind nun Mitarbeiter des beauftragten Unternehmens dabei, das Fachwerk der Fassade freizulegen. Das Holz im ersten Obergeschoss, über viele Jahre unter einem Verputz liegend, zeigt deutliche Schäden. Dabei ist klar, dass das Fachwerk weder bauzeitlich noch irgendwie anders historisch ist. Das Haus ist ganz offensichtlich schon mehrmals saniert beziehungsweise das Fachwerk ausgebessert worden. Ausnahme bilden dabei die verzierten Eckständer, die nicht nur auf der Außenseite, sondern auch nach Innen Schnitzwerk aufweisen.

Um diesen historischen Befund an dem Gebäude, das sich im Besitz der Stadt befindet, zu sichern, werden die Eckständer im Rahmen der derzeit laufenden Arbeiten verputzt. Dies ist mit der Denkmalfachbehörde abgestimmt. Durch das Verputzen soll verhindert werden, dass Wasser in die Baufugen eindringt und die Ständer weiter schädigt. Das Gebäude mit einer zentralen Mannfigur im Giebelfachwerk ist vermutlich in den Jahren um 1580/90 entstanden.

Platz für Kunstbesitz

Die derzeit vergebenen Aufträge mit Fachwerksanierung, Putz- und Malerarbeiten, den Fenstereinfassungen und dem notwendigen Gerüst belaufen sich auf 27.500 Euro. Mehrkosten sind nicht ausgeschlossen, da sich die Schadenssituation am Holz final erst bestimmen lässt, wenn alle Teile freigelegt und überprüft sind.

Das Haus Fischmarkt 20 befindet sich direkt neben den Kunstsammlungen der Stadt und soll in Zukunft auch von der Einrichtung genutzt werden. Einen entsprechenden Durchbruch gibt es bereits. In dem Gebäude will das Kulturamt den städtischen Kunstbesitz möglichst zentral aufbewahren. Damit dies auch in der Praxis umgesetzt werden kann, ist auch eine statische Ertüchtigung des Fachwerkgebäudes notwendig, damit das Haus auch die entsprechenden Lasten (Schriftensammlungen) aufnehmen kann. Dazu laufen derzeit auch noch Absprachen mit dem Landesamt für Denkmalpflege.

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