Hilfsnavigation

Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Logo Stadt Limburg an der Lahn

Elektrisch durch die Stadt

Leise und ohne Abgase durch die Stadt, den Weg will die Verwaltung fortsetzen. Inzwischen nutzt sie im E-Carsharing zwei E-Fahrzeuge der Energieversorgung Limburg, wobei die beiden Fahrzeuge der Verwaltung von Montag bis Freitag jeweils in der Zeit von 7 bis 18 Uhr exklusiv zur Verfügung stehen. Der Bauhof erhält zudem zwei Streetscooter, die bestehende Kraftfahrzeuge ersetzen. Der Magistrat hat einen entsprechenden Ankauf befürwortet.
Hausmeister Jens Mikelat (links) und sein Kollege Dennis Reuter bringen Akten ins Stadtarchiv (Schloss), die dort aufbewahrt werden. Für den Transport nutzen sie einen Kastenwagen, den die EVL im Rahmen ihres E-Carsharing-Angebots zur Verfügung stellt.
Die EVL ist mit E-Carsharing seit August vergangenen Jahres an mehreren Standorten in der Stadt vertreten. Das Angebot wird gut angenommen und der Energieversorger hat daher im November 2018 die Flotte mit vier reinen „Stromern“ ergänzt. Die Stadtverwaltung will für Dienstfahrten in der Stadt und der näheren Umgebung verstärkt auf elektrischen Antrieb setzen und hat daher für zwei Fahrzeuge einen Vertrag abgeschlossen. Dieser sichert der Verwaltung, dass sie von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 7 und 18 Uhr auf die Fahrzeuge zugreifen kann.

„Wir sind gefordert, selbst aktiv zu werden. Wenn ein Energieversorgungsunternehmen, das sich mehrheitlich im Besitz der Stadt befindet, E-Carsharing Angebote macht, dann sehe ich uns auch ein wenig in der Pflicht, mit guten Beispiel voran zu gehen“, verdeutlicht Bürgermeister Dr. Marius Hahn. Natürlich sei die Nutzung von E-Fahrzeugen für Dienstfahrten auch nur ein kleiner Baustein zur Verbesserung der Luftbelastung, aber viele kleine Schritte zusammen führten auch zum Ziel. Deshalb hegt der Bürgermeister auch die Hoffnung, dass noch weitere öffentliche Verwaltungen und große Arbeitgeber das Angebot nutzen, für Dienst- oder Firmenfahrten E-Fahrzeuge einzusetzen, die sie gar nicht anschaffen müssen.

Gewöhnungsphase

Die Stadt nutzt mit ihrem Vertrag einen normalen Pkw mit E-Antrieb sowie einen Kastenwagen mit einem erhöhten Transportvolumen. Die Hausmeister sind häufig mit den Fahrzeugen unterwegs. Jens Mikelat ist von dem Fahrverhalten der Stromer ganz angetan und hält die Reichweite von 200 Kilometer pro Akkuladung für völlig ausreichend. Nur das ständige Aufladen auch nach sehr kurzen Einsätzen hält er für unpraktisch, ist aber dem Umstand geschuldet, dass die Fahrzeuge nach 18 Uhr zur allgemeinen Nutzung zur Verfügung stehen und damit eine feste Ladezeit in den Abend- und Nachtstunden nicht eingeplant werden kann.

Natürlich erfordert die Nutzung der beiden E-Fahrzeuge auch ein neues Handling. Über Smartphones werden zum Beispiel die Buchungen der Fahrzeuge vorgenommen, per App die Fahrzeuge geöffnet. Mit Kundenkarten ist das Laden der Fahrzeuge möglich, wobei dazu natürlich auch noch die Kabel anzuschließen sind. Die Fahrzeuge sind nach jeder Fahrt an die Ladestation anzuschließen, um möglichst einen hohen Ladestand zu gewährleisten. Die Fahrzeuge sind mit Automatikgetrieben ausgestattet, was teilweise auch etwas Gewöhnung erfordert.

Gefördert durch den Bund

Auch der Bauhof setzt den Umstieg auf E-Fahrzeuge fort. Der Magistrat hat dem Kauf von zwei Streetscootern zugestimmt, dabei handelt es sich um kleinere Transportfahrzeuge. „Der Umstieg bietet sich an, da wir zwei Fahrzeuge mit Benzin- und Dieselmotor ersetzen müssen“, verdeutlicht der 1. Stadtrat Michael Stanke. Nach seinen Angaben wird in beiden Fällen der gegenüber von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor höhere Anschaffungspreis durch Zuschüsse aus dem „Sofortprogramm Saubere Luft 2017 -2020“ des Bundes gefördert. Mit Hilfe der Förderung werden 75 Prozent der Mehrkosten durch den Bundeszuschuss gedeckt. Die Stadt muss rund 65.000 Euro an Eigenmitteln für die Anschaffung beider Fahrzeuge aufbringen, die mit rund 52.000 Euro aus dem Sofortprogramm unterstützt wird.

Nachts wird geladen

Ersetzt werden zwei Fahrzeuge, mit denen die Stadtreinigung unterwegs war. An beiden Fahrzeugen (VW T4 Pritsche und Piaggio Porter) besteht altersbedingt wirtschaftlicher Totalschaden. „Die Stadtreinigung wird beide Fahrzeuge nutzen. Da sie täglich zwischen 70 und 100 Kilometer zurücklegen, ist der Einsatz von E-Antrieben sinnvoll“, macht der 1. Stadtrat deutlich. Nachts können die Akkus der Fahrzeuge, eines wird noch von der Schilderkolonne genutzt, mit durch Solaranlagen auf dem Betriebshof gewonnenem Strom aufgeladen werden. „Damit handelt es sich dann auch wirklich um ein emissionsfreies Fahrzeug“, so Stanke. Bisher ist ein E-Fahrzeug für den Bauhof im Einsatz.

weitere Informationen