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Hochwasserschutz

Hochwasser kann ganze Gebiete und Existenzen zerstören und zu großen Schäden führen. Durch seine Lage an der Lahn, den Elbbach und den Emsbach gibt es in Limburg ein hohes Risiko für Hochwasser.

Auch wenn Hochwasser letztlich nicht verhindert werden kann, ist es wichtig, Strategien zu entwickeln, um die Hochwassergefahr und die durch Hochwasser möglichen Schäden zu verringern. Daher hat die Stadt Limburg im Jahr 2019 von einem Planungsbüro einen Alarm- und Einsatzplan Hochwasser erarbeiten lassen.

29 Einzelmaßnahmen und 12 investive Maßnahmen

Der Plan beschreibt 29 Einzelmaßnahmen, die je nach Pegelstand ausgeführt werden müssen. Zusätzlich gibt es zwölf ergänzende Maßnahmen - bauliche Maßnahmen, Material für den Katastrophenschutz und Lagerräume - mit Kosten von aktuell 660.000 Euro. Sie sollen den Schutz effektiver und effizienter machen. Wenn diese zwölf Maßnahmen alle umgesetzt sind, hat Limburg eine gute Strategie und sind bestmöglich gegen Hochwasser geschützt. Allerdings werden nicht alle Maßnahmen auf einmal umgesetzt, sondern auf die kommenden drei Jahre verteilt. Was wann umgesetzt wird, entscheiden die Stadtverordneten jedes Jahr über den Haushalt.

Für 2020 sind 100.000 Euro an Mitteln angemeldet. Damit soll eine Alu-Dammbalkensperre in der Dietkirchener Lahnstraße errichtet werden, eine Alu-Dammsperre am Limburger Wasserwerk und eine komplette Ausrüstung an Material für den Katastrophenschutzbedarf gekauft werden.

Die Alu-Dammbalkensperre in Dietkirchen ersetzt dann künftig die Errichtung eines Fußgängerstegs beim Gasthaus „Altes Fährhaus“, der aktuell ab einem Pegelstand von fünf Metern errichtet werden muss. Das spart langfristig Zeit und Personal ein, etwa für den Stegbau selbst, aber auch für die Kontrollen und die Schlammbeseitigung.

Mobile Hochwasserschutzsysteme statt Sandsäcke

Die Alu-Dammbalkensperre am Wasserwerk ersetzt die Dammbalkensperre am Löhrtor und ermöglicht eine bessere Verkehrsführung. Durch die Verlagerung der Sperre bleibt die Verkehrsführung durch das Löhrtor und die Anbindung an die Kurzboldstraße bis zu einem Pegel von 6,80 Metern offen.

Später werden noch mobile Hochwasserschutzsysteme angeschafft, die Sandsäcke ersetzen werden. Der Fußgängerbereich „Am Philippsdamm“ wird erhöht, sodass ein Schutz bis zum Pegel 5,60 Metern erreicht wird. Entlang der Schleusenmauer soll ein Hochwasserschutz für Pegel mit mindestens sieben Metern durch eine Erhöhung der Mauer erreicht werden. Auch Lagerkapazitäten für die erforderlichen Materialien sollen geschaffen werden.

Grundsätzlich fördert das Land Hessen Maßnahmen für den Hochwasserschutz mit einer Summe von bis zu 85 Prozent der Kosten. Der Förderantrag für 2020 ist aktuell mit den zuständigen Stellen in der Endabstimmung.

Geplante Schutzmaßnahmen

Alu-Dammbalkensperre in Dietkirchen

Maßnahme

  • Alu-Dammbalkensystem als Ersatz für Stegbauim Bereich der Gaststätte "Altes Fährhaus" sowie gegenüberliegenden Häusern -Stauhöhebis 1,50 Meter

Vorteile

  • Zeit-und Personaleinsparung für Stegbau sowie Reduzierung von Kontrollen und Schlammbeseitigung 

Kosten

12.000 Euro

 

Maßnahme

  • Alu-Dammbalkensystem als Ersatz für Stegbauim Bereich der Gaststätte "Altes Fährhaus" sowie gegenüberliegenden Häusern-Stauhöhebis 1,80 Meter

Vorteile

Zeit-und Personaleinsparung für Stegbausowie Reduzierung von Kontrollen und Schlammbeseitigung

Kosten

13.000 Euro

Mobiler Hochwasserschutz »AmPhilippsdamm«

  • Ersatz für Dammbalkensperre am Löhrtor-Sicherung bis zum Pegelstand von circa 6,80 Meter

Vorteile

  • bessere Verkehrsführung möglich
  • durch die Verlagerung der Sperre bleibtdie Verkehrsführung durch das Löhrtorund die Anbindung zur Kurzboldstrasseoffen

Kosten

25.000 Euro

Mobiler Hochwasserschutz zwischen Schleusenmauer und Vfr.19

  • Erhöhung des Hochwasserschutzes für Pegel bis mindestens 7 Meter
  • zum Teilkönnen Maueröffnungen mit Dammbalken verschlossen werden, wie stellenweise im Bestand vorhanden
  • abschnittsweise muss die Mauer bautechnisch um rund 20 Zintemiter erhöht werden -ergänzend können mobile Hochwasserschutzsysteme den Wassereintritt in tiefer gelegene Straßenabschnitte verhindern

Vorteile

längerer Hochwasserschutz der Wohnsiedlung und Verbesserung Verkehrsführung

Kosten

40.000 Euro

Verbesserung des Hochwasserschutzes entlang der Schleusenmauer ab der alten Lahnbrücke inRichtung Schwimmbad

Maßnahme

  • Erhöhung des Hochwasserschutzes um 0,50 Meter auf einen Pegelstand bis 7,00 Meter
  • 500 Laufmeter plus Sonderelemente
  • Erhöhungdes Schutzes für Pegel bis 7,00 Meter

Vorteile

  • längerer Hochwasserschutz der Wohnsiedlung (7,00 Meter statt 6,30 Meter) und Verbesserung Verkehrsführung,
  • Wegfall des zeit-und kostenintensiven Stegbausund weiterer Schutzmaßnahmen (Sandsackbarrieren)
  • Benutzung des Parkplatzes unter der Lichfieldbrückeauch bei Hochwasser

Kosten

100.000 Euro

Maßnahme

  • Erhöhung des Hochwasserschutzes um 0,80 Meter auf einen Pegelstand bis 7,00 Meter in Senkbereichen
  • ca. 70 Laufmeter plus Sonderelemente und Einweisung
  • Erhöhungdes Schutzes für Pegel bis 7,00 Meter

Vorteile

  • längerer Hochwasserschutz der Wohnsiedlung (7,00 Meter statt 6,30 Meter) und Verbesserung Verkehrsführung,
  • Wegfall des zeit-und kostenintensiven Stegbausund weiterer Schutzmaßnahmen (Sandsackbarrieren)
  • Benutzung des Parkplatzes unter der Lichfieldbrückeauch bei Hochwasser

Kosten

35.000 Euro

Alu-Dammbalkensperre am Wasserwerk

Maßname

  • Einsatz von mobilem Hochwasserschutzsystem in Höhe von 0,5 Meter
  • circa 270 Laufmeter-Sicherung bis zum Pegelstand von ca. 6,10 Meter

Vorteile

  • Ersatz für Sandsäcke a
  • Zeit-und Personaleinsparung für Sandsackbefüllung
  • Personalschonung Feuerwehr, Materialeinsparung (Sand, Säcke) -Verbesserung des Hochwasserschutzes für die Wohnsiedlung,
  • Offenhaltung der Verkehrswege am Phillipsdammbis Pegel 6,10 Meter

Kosten

54.000 Euro

 

alternative Maßname

Einsatz von mobilem Hochwasserschutzsystem (circa 270 Laufmeter) in Höhe von 0,8 Meter-Sicherung bis zum Pegelstand von circa 6,40 Meter

Vorteile

  • Ersatzder Sandsäcke
  • Zeit-und Personaleinsparung für Sandsackbefüllung
  • Personalschonung Feuerwehr, Materialeinsparung (Sand, Säcke) -Verbesserung des Hochwasserschutzes für die Wohnsiedlung,
  • Offenhaltung der Verkehrswege am Phillipsdammbis Pegel 6,40 Meter

Kosten

102.600 Euro

Bautechnische Erhöhung Fußgängerbereiche »Am Philippsdamm«

  • Bauliche Erhöhung des Fußgängerbereiches zwischen Lichfieldbrückeund Katzenturm um 0,4 Meter
  • circa 170 Laufmeter-Sicherung bis zum Pegelstand von circa 5,60 Meter

Vorteile

  • längerer Hochwasserschutz der Wohnsiedlung
  • bisher ungeschützt

Kosten

50.000 Euro

Anschaffung des kompletten Materialbedarfs für die Hochwasserschutzmaßnahmen

  • Vorhaltung des kompletten Katastrophenschutzbedarfes für den Hochwassereinsatz

Vorteile

  • schnelle Handhabung im Bedarfsfall -Sicherstellung der Katastrophenschutzmaßnahmen

Kosten

75.000 Euro

Bau von Lagerraum am Bauhof für die Hochwasserschutz-maßnahmenund und Anschaffung von Lagersystemen

Maßnahme

  • Schaffungder Lagerkapazität für die Materialien

Vorteile

  • 1 zentraler Lagerortmit schnellem Zugriff

Kosten

100.000 Euro

Maßnahme

  • Schaffungder Lagerkapazität für die Materialien

Vorteile

  • schneller Zugriff imLagerort

Kosten

25.000 Euro

Pegelaufschaltung

Aufschaltungdes Pegels, digitale Übertragung der Pegelhöhe via Internt

Vorteile

  • schneller, unmittelbarer Zugriff durch die Stadt Limburg, Untere Wasserbehörde, das RP Gießen, das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie und andere relevante Stellenmöglich,
  • Möglichkeit zur Einbindung in das Gesamtsystem der so verknüpften Pegel

Reinigungder Rechen

  • Reinigung aller 36 Rechen vor Wassereinläufen bei Hochwasser-und Niederschlagsereignissen

Vorteile

  • Wasser der kleineren offenen Gewässer kann in verrohrte Bereiche einfließen,
  • Verstopfung unterbleibt

Kosten

Bauhof