Inhalt
Datum: 13.12.2019

Betriebshof der Stadt Limburg: Gut vorbereitet in den Winter

Der erste Einsatz liegt schon hinter dem Team des städtischen Betriebshofs. Reifglätte am 5. Dezember und angekündigter Eisregen am 6. Dezember hatten den Winterdienst der Stadt gefordert.

Mit vier Streufahrzeugen sowie weiteren Traktoren, die im Bedarfsfall kurzfristig für die Schneeräumung umgerüstet werden können, und zahlreichen Handstreukolonnen ist die Stadt Limburg bestens auf den kommenden Winter vorbereitet. Nahezu 200 Kilometer sind innerhalb des Stadtgebietes an Straßennetz zu betreuen, dazu gehören auch Landes- und Kreisstraßen. Rückt das Team komplett aus, sind über 30 Frauen und Männer im Einsatz; insgesamt stehen für den Winterdienst rund 60 Beschäftigte zur Verfügung.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern übernehmen damit eine anspruchs- und verantwortungsvolle Aufgabe“, sagt Klaus Kunz, Leiter des städtischen Betriebshofs Und er ist aufgrund der Erfahrungen in den vergangenen Jahren davon überzeugt, dass sein Team diese Aufgaben auch in der aktuellen Wintersaison bewältigt.

Um den Streusalzverbrauch so gering wie möglich zu halten und um eine bessere Haftung des Salzes auf dem Straßenbelag sicherzustellen, sind die Fahrzeuge mit Silostreuautomaten ausgestattet, bei denen ausschließlich Feuchtsalz (FS 30) zur Anwendung kommt. Für den Salzverbrauch gilt die Devise „So wenig wie möglich und so viel wie notwendig". Das Salzlager der Stadt umfasst rund 700 Tonnen.

Auch wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Betriebshofs gut ausgerüstet und geschult ihre Aufgabe angehen, sie sind wie die übrigen Winterdienste von Kommunen, Kreis oder Land nicht in der Lage, überall gleichzeitig zu streuen und den Schnee zu räumen. Zunächst einmal hat die Streupflicht Vorrang, anschließend setzt die Schneeräumung an gefährlichen und verkehrswichtigen Straßen ein. Alle anderen Verkehrsflächen sind daher nachrangig.

Geräumt beziehungsweise gestreut wird in der Zeit zwischen 5 und 20 Uhr oder so, dass zu Beginn des einsetzenden Berufsverkehrs die wichtigen Verkehrsflächen gestreut und geräumt sind. Dabei gehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Betriebshofs nach einer Prioritätenliste vor. Wichtige Straßen und Verkehrsflächen sind dabei die Hauptverkehrsachsen, die Zufahrten zu Krankenhäusern, die Straßen, auf denen Buslinien verkehren oder auch die Bereiche an den Feuerwehrhäusern. Diese Prioritätenliste wird immer wieder angepasst zum Beispiel an sich ändernde Busrouten.

Außerhalb der üblichen Arbeitszeiten ist ein Bereitschaftsdienst eingerichtet, der bei entsprechender Änderung der Witterungsverhältnisse den Winterdienst rechtzeitig in Gang setzen kann. Über einen meteorologischen Dienstleister wird die Stadt mehrmals am Tag mit den aktuellsten und punktgenauen Wetterdaten sowie Satellitenbildern versorgt, um so noch effektiver und gezielter reagieren zu können. Weiterhin steht die Einsatzleitung des Winterdienstes mit Meteorologen dieses Wetterdienstes in ständiger Verbindung.

Zusätzlich verfügt die Stadt über eine eigene Glättemeldeanlage, die aktuelle Daten über den Straßenzustand wie Nässe, Eis oder Restsalzbelag liefert. Allgemein appelliert die Stadt an alle Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrzeuge wintersicher auszurüsten und die Geschwindigkeit den Witterungs- und Fahrbahnverhältnissen anzupassen.

Um die Gefahr durch Glätte und Schnee gering zu halten, sind natürlich auch die Grundstückseigentümer und Anlieger an Verkehrswegen gefordert, für sie besteht eine Räum- und Streupflicht. Auf Salz darf allerdings nur an gefährlichen Stellen, darunter fallen Treppen sowie steile Gefäll- und Steigungsstrecken, eingesetzt werden, in den übrigen Fällen ist auf Splitt und Granulat über ähnliches zurückzugreifen.