Inhalt
Datum: 09.09.2019

B8-Unterführung »Im Ansper /Akazienweg« und ehemaliger Jugendcontainer in Blumenrod erhalten Graffiti

Sie sind bunt, skurril, zuweilen lustig, aber meistens illegal: Graffiti. Nun hat die Stadtverwaltung neue Möglichkeiten zum legalen Sprayen geschaffen. Ab sofort dürfen sowohl die ehemalige Jugendcontaineranlage an der Kreuzung „Holzheimer Straße“ / „Im großen Rohr“, als auch die Limburger B8-Unterführung „Im Ansper“ / „Akazienweg“ mit Graffiti frei gestaltet werden.

Für solche in der Szene als „Wall of Fame“ bezeichneten Flächen gibt es in der Graffiti Szene spezielle Regeln: Es wird viel Zeit in die Gestaltung investiert, weglaufen muss ja niemand, denn es ist legal. „Die Jugendlichen haben bei uns Bedarf angemeldet“, sagt Christian Spiegelberg, Leiter der Kinder- und Jugendarbeit in der Limburger Stadtverwaltung, der sich für die Realisierung eingesetzt hat.

Solche frei gestaltbaren Flächen haben sich in der Vergangenheit bewährt. So steht beispielsweise die Fußgängerunterführung aus dem Tal Josaphat unter der B 8 hindurch in Richtung Jugendherberge zur freien Gestaltung mit Graffiti zur Verfügung.

Ziel ist bei solchen Projekten auch, das illegales Sprühen einzudämmen. „Wir haben damit in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht.“ Um Konflikte zu vermeiden, sei es wichtig, den Jugendlichen legale Möglichkeiten zu geben, um sich künstlerisch auszuleben und auszuprobieren.

Hinter Projekten wie diesen verbirgt sich auch ganz klar ein pädagogischer Aspekt: „Als Jugendpfleger erhalten wir über solche Projekte Zugang zu den Jugendlichen, erfahren von Problemen oder können bei Konflikten vermitteln“, erklärt Spiegelberg. Aktuelle Informationen zu Standorten und Regeln finden sich auf https://www.facebook.com/graffiti.lm/