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Datum: 27.08.2020

»Geschichte der Jüdinnen und Juden in Limburg 1933-1945«

Mit einem mehrtägigen Projekt soll die Geschichte der Jüdinnen und Juden in Limburg zwischen 1933-1945 behandelt werden. Auf dem Programm steht ein Besuch im Stadtarchiv, ein familiengeschichtlicher Stadtrundgang und ein Besuch am Fritz-Bauer-Institut mit Besichtigung des Wollheim Memorial in Frankfurt.

Auftakt für das Projekt ist am Donnerstag, 3. September, in der Jugendfreizeitstätte (Bahnhofstraße 1). Um 18.30 Uhr stellt Markus Streb Idee und Programm des Projekts mit dem Titel „Geschichte der Jüdinnen und Juden in Limburg 1933-1945“ vor. Um eine Voranmeldung bei Christian Spiegelberg wird gebeten per E-Mail unter christian.spiegelberg@stadt.limburg.de oder unter der Telefonnummer 06431 203-452.

Die Ideen zu dem mehrtägigen Projekt entstand bei einem ähnlichen Workshop von Markus Streb im Frühjahr.  Dort kam der Wunsch auf, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich Interessierte weiter austauschen und auch eigene Nachforschungen anstellen können.

Um dies zu ermöglichen, hat die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Limburg in Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege und dem Projektleiter Markus Streb ein Programm mit vier Terminen für Herbst und Winter 2020 zusammengestellt. Die Teilnahme ist grundsätzlich offen für alle Interessierten. Es kann auch nur an einzelnen Terminen teilgenommen werden. Auch wer beim ersten Treffen nicht dabei sein kann, kann sich gerne vorab anmelden und beim Rest teilnehmen.

 Besuch im Stadtarchiv

Beim Auftakttreffen wird ein Termin für einen gemeinsamen Besuch im Stadtarchiv Ende September festgelegt. Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker führt durch das Archiv und erklärt, welche Dokumente es dort zur Geschichte der Jüdinnen und Juden in Limburg gibt.

Familiengeschichtlicher Stadtrundgang

Für Freitag, 30. Oktober, ist ein Besuch am Fritz-Bauer-Institut mit Besichtigung des Wollheim Memorial in Frankfurt geplant.

Das Highlight des Projekts ist ein familiengeschichtlicher Stadtrundgang mit Dorothea Putziger am Sonntag, 22. November. Dorothea Putziger ist die Nachfahrin einer jüdischen Familie aus Limburg und hat selbst zu ihrer Familiengeschichte geforscht.

Neben den fest angesetzten Terminen besteht Raum, mit professioneller Unterstützung in einer kleinen Forschungsgruppe eigene Recherchen anzustellen. Dabei wäre es denkbar zur „Arisierungen“ von jüdischen Geschäften zu forschen oder eine eigene Ausstellung zur Geschichte der Familie Putziger zu erarbeiten. Die Gruppe wird sowohl Nachfahrinnen kennenlernen, als auch Zugriff auf einen Teil des Nachlasses der Familie haben. Während des gesamten Projektzeitraums steht Markus Streb als Projektverantwortlicher für Rückfragen und Anregungen zur Verfügung.

Gefördertes Projekt der Partnerschaft für Demokratie Limburg

Das Projekt „Geschichte der Jüdinnen und Juden in Limburg 1933-1945“ ist ein gefördertes Projekt der Partnerschaft für Demokratie Limburg, das im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt wird.

Die Termine können aufgrund der Entwicklungen der COVID-19 Pandemie gegebenenfalls verschoben werden oder online stattfinden. Dies wird rechtzeitig mitgeteilt.