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Datum: 15.10.2020

Limburg: Neue Fahrradmarkierung in der Konrad-Kurzbold-Straße

Ab Donnerstag, 22. Oktober, werden die vorhandenen Markierungen für den Fahrradschutzstreifen in der Limburger Konrad-Kurzbold-Straße entfernt und durch neue Markierungen ersetzt. Wetterbedingt können die Arbeiten verschoben werden.

Seit einigen Jahren gibt es in der Konrad-Kurzbold-Straße zwischen der „Alten Lahnbrücke“ und dem Kreisel an der Einmündung der Grabenstraße Schutzstreifen für Fahrradfahrer, die auf beiden Seiten der Fahrbahn verlaufen. Doch die Streifen haben den Nachteil, dass sie direkt an Randstreifen entlangführen, die zum Abstellen und Parken von Autos genutzt werden. Eine schnell und unachtsam geöffnete Fahrzeugtür stellt für jeden Radler eine große Gefahr da. Da solche Kollisionen von Autotüren und Radfahrern häufiger vorkommen, gibt es in der Fachwelt bereits einen Namen dafür: Dooring (englisch Door = Tür).    

Das soll sich nun in der Konrad-Kurzbold-Straße ändern. Die bestehende Markierung des Fahrradschutzstreifens wird entfernt. Stattdessen wird im Abstand von 60 Zentimetern zum Parkstreifen eine deutlich sichtbare Blocklinie (50 Zentimeter lange und 25 Zentimeter breite Streifen mit 20 Zentimetern Freiraum) als Abgrenzung aufgebracht. Direkt neben der Blocklinie werden zur Fahrbahnmitte hin Fahrradsymbole aufgebracht, um die Autofahrer zusätzlich auf Radler aufmerksam zu machen. Die Fahrbahn zwischen den Trennstreifen ist 5,82 Meter breit und wird sowohl von Kraftfahrzeugen als auch von Fahrradfahrern genutzt, der Trennstreifen zwischen der Fahrbahn und Parkplätzen am Seitenrand dient der Sicherheit und ist nicht zu befahren.

Änderung der Höhstgeschwindigkeit macht Markierung möglich

Diese Möglichkeit der Markierung besteht nach Angaben des Amts für Verkehrs- und Landschaftsplanung erst seit einer Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit in der Grabenstraße, seit Ende Mai sind dort statt 50 nur noch 30 Stundenkilometer erlaubt. Da es auf der Konrad-Kurzbold-Straße zudem nur einen geringen Anteil an Schwerverkehr gibt, die „Alte Lahnbrücke“ ist für Schwerverkehr gesperrt, ist es nun möglich, den Sicherheitsstreifen umzusetzen.

Der Trennstreifen wurde bereits bei der Planung der Fahrradschutzstreifen in einem Sicherheitsaudit gefordert, aufgrund der dafür notwendigen zusätzlichen Fläche von mindestens 1,5 Meter wurde jedoch darauf verzichtet. Die Seitenrandparkplätze weisen eine Breite von zwei Metern auf, die bestehenden Fahrradschutzstreifen jeweils eine Breite von 1,5 Metern. Die Fahrbahn selbst ist 4,5 Meter breit. Künftig wird die gemeinsam genutzte Fahrbahn 5,82 Meter breit sein. Der Parkstreifen an den Fahrbahnrändern bleibt zwei Meter breit.

Erfahrungen sammeln

Mit der neuen Markierung in der Konrad-Kurzbold-Straße möchte die Stadt zunächst Erfahrungen sammeln, da es solche Sicherheitstrennstreifen im Stadtgebiet noch nicht gibt. Sollte sich die neue Markierung bewähren, können diese auch anderorts entlang von Parkplätzen am Straßenrand aufgebracht werden, wo beengte Verhältnisse es erfordern.

Während der Arbeiten zum Entfernen der bestehenden Markierungen beziehungsweise zum Aufbringen der neuen Markierungen wird es zu zeitweisen Beeinträchtigungen des Verkehrs kommen und bei der Benutzung der Parkplätze am Straßenrand kommen.