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Datum: 28.07.2020

Gemüse ernten mitten in der Stadt

Die Passanten in der Werner-Senger-Straße und die Besucherinnen und Besucher der Limburger Altstadt werden zum Naschen aufgefordert. Und zwar zu einem gesunden Naschen: Gurken, Chili, Tomaten, Schnittlauch und noch mehr dürfen geerntet und verzehrt werden. Die Pflanzen sind völlig unbehandelt und bedenkenlos zu verwenden.

An zwei Standorten, auf der Plötze in der Altstadt und am Wasserspiel in der Werner-Senger-Straße, hat die Stadtgärtnerei zwei Naschpyramiden aufgestellt. Zunächst einmal ist es eine Anhäufung grüner Blätter, die da etwas außergewöhnlich auf dem Pflaster stehen. Doch der zweite Blick verschafft schon etwas mehr Klarheit, dass da ganz unterschiedliche Pflanzen zusammenstehen. Und alles, was sich in den zwei Pyramiden befindet, ist essbar.

„Wir haben hier ganz unterschiedliche Arten von Gemüse: Mangold, Tomaten, Gurken, dazwischen Kräuter wie Petersilie und Schnittlauch, Basilikum und Chilli. Und dann gibt es noch Kapuzinerkresse und Tagetes“, erläutert Melanie Merkel vom Team der Stadtgärtnerei die dort wachsende Vielfalt. Alles befindet sich auf einem Metallgestänge, welches mit Wannen bestückt ist, die wiederum mit Erde gefüllt sind.

Behutsam ernten

Und in diese Erde sind dann vor rund sechs Wochen die Pflanzen gesetzt worden, in den vergangenen Wochen durften sie im Bereich der ehemaligen Staudengärtnerei im Schirlinger Feld in Staffel, die Stadtgärtnerei nutzt dort einige Bereiche, wachsen und gedeihen. Nun befinden sich die Pyramiden in der Innenstadt. „Wir wollen natürlich auch, dass von dem Angebot Gebrauch gemacht und reichlich geerntet wird“, macht Melanie Merkel deutlich. Dabei gilt es durchaus etwas behutsam vorzugehen und die Blätter mit etwas Vorsicht zur Seite zu schaffen, um die einzelnen Früchte zu entdecken. Und geerntet werden sollte auch nur das, was reif ist. 

Frisch und gesund ist das, was die Naschpyramide zur Verfügung stellt und damit ein Kontrastangebot zu dem, was sonst so zum Naschen angeboten wird. Neben den Naschpyramiden gibt es auch noch zwei neue Blumenpyramiden in der Werner-Senger-Straße, die mit Petunien, Süßkartoffeln und mehr aufwarten.

Zwei Mal in der Woche werden die Naschpyramiden mit Wasser versorgt, gegebenenfalls muss nach vier Wochen auch noch einmal gedüngt werden. Auf jeden Fall sollen die beiden Pyramiden mit ihren Erzeugnissen bis zum Ende der Saison stehen bleiben und zum Ernten und Naschen einladen.