Hilfsnavigation

Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Logo Stadt Limburg an der Lahn

Überführung im Eschhöfer Weg: Bahn reißt ab und baut neu

Die Eisenbahnunterführung vom Eschhöfer Weg aus gesehen. Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1862 und weißt einige Schäden auf. Eine Sanierung würde keine weitere langfristige Nutzung ermöglichen.

Bis zum Ende des Jahres wird die Eisenbahnüberführung für Fußgänger und Radfahrer im Eschhöfer Weg zur Baustelle. Der Eschhöfer Weg bleibt bis auf wenige Ausnahmen befahrbar, das gilt auch für den Leinpfad entlang der Lahn.

1862 wurde die Überführung mit dem Bau der Lahntalbahn errichtet, nun wird es Zeit für einen Neubau. Wie Projektingenieur Michael Möll von der Deutschen Bahn Netz AG zusammen mit seinen Kollegen Golmar Bayat und Bastian Nootbaar während einer Anliegerinformation im Limburger Rathaus erläuterte, wird die Gewölbebrücke abgerissen und durch ein Betonbauwerk ersetzt. Die vorbereitenden Arbeiten haben am Donnerstagmorgen, 10. Januar, begonnen.

Der Bahnverkehr wird mit Ausnahme von sechs Wochenenden komplett auf zwei Gleisen durchlaufen. An sechs Wochenenden wird der Schienenverkehr an der Baustelle nur auf einem Gleis verlaufen und für einige Stunden auch unterbrochen. In diesen sogenannten Bahnsperrpausen wird es zu lärmintensiven Nachtarbeiten kommen. Die Bahn wird Anliegern und Anwohnern, an deren Häusern die Lärmgrenze von 65 dB(A) überschritten wird, eine Unterkunft in Hotels anbieten. Die betroffenen Anwohner und Anlieger werden noch angeschrieben.

Während der Informationsveranstaltung wurden die zugrunde liegenden Lärmberechnungen vorgestellt. Lärm erzeugen Ramm- und Abbrucharbeiten, das Bohren, die Arbeiten an den Gleisen und nicht zuletzt auch die Warnsignale für die dort tätigen Arbeiter. Das Ergebnis der Berechnungen: Es treten Überschreitungen der Immissionsrichtwerte bei allen lärmintensiven Arbeitsschritten auf. Besonders hohe Überschreitungen sind im Nachtzeitraum bei den Rammarbeiten zu erwarten.

Nach über 150 Jahren im Dienst weist das Bauwerk deutliche Schäden auf, wie Möll in der Informationsveranstaltung sagte. Die Schäden, die aktuell keine Gefahr darstellten, sind teilweise deutlich zu sehen. Feuchtigkeit dringt in das Bauwerk ein, es gibt Risse in dem Mauerwerk, es kommt zu Lastverlagerungen und mehr. Eine Sanierung, die die weitere Nutzung auf Dauer sichert, ist nach Angaben des Bahnmitarbeiters nicht möglich.

Deshalb soll die Überführung komplett abgerissen und durch einen Stahlbetonbau mit den gleichen Abmaßen aber ohne Gewölbe ersetzt werden. Mit rund vier Millionen schlagen die Bauarbeiten zu Buche. Finanziert werden Abriss und Neubau durch ein spezielles Programm des Bundes zur Erneuerung von Eisenbahnüberführungen und -brücken.

Die Arbeiten müssen so ablaufen, dass Züge auf den Gleisen weiter verkehren können. Das wird durch den Einbau von zwei Hilfsbrücken ermöglicht. Damit diese rund 12,50 Meter langen Brücken aufgelegt werden können, sind zunächst einmal Widerlager für sie notwendig, für die zunächst einmal Bohrpfähle gesetzt werden müssen.

Radfahrer und Fußgänger nutzen die Unterführung. Der zwischen Lahn und Bahndamm gelegene Leinpfad soll grundsätzlich während der Bauphase zur Verfügung stehen.

An allen Wochenenden im Februar sowie am ersten Wochenende im März und vom 1. bis 4. November wird der Schienenverkehr auf der Strecke eingleisig geführt und es kommt zu lärmintensiven Nachtarbeiten. Jeweils von Samstag auf Sonntag ist dies am 2./3., 9./10. und 23./24. Februar sowie am 2./3. März der Fall, hinzu kommen von 15. bis 17. Februar sowie vom 1. bis 4. November (Freitag bis Montag) längere Phasen.

An den Wochenenden 23./24. Februar sowie 2./3. März werden die Behelfsbrücken eingehoben, in der Zeit vom 1. bis 4. November werden sie wieder ausgebaut. In diesen Zeiten ist der Eschhöfer Weg für den kompletten Verkehr gesperrt, da die Straße unter anderem als Standfläche für einen Autokran benötigt wird, mit dem die Behelfsbrücken eingehoben werden.

Der Leinpfad zwischen Lahn und Bahndamm soll Fußgängern und Radfahrern in der Regel während der kompletten Bauzeit zur Verfügung stehen. Allerdings ist das mit Einschränkungen verbunden, der Weg wird in der Breite verringert und es ist auch immer wieder mit Baustellenverkehr zu rechnen.

Während der gesamten Bauzeit steht den Fußgängern und Radfahrern im Eschhöfer Weg ein provisorisch angelegter Weg zur Verfügung, der an der Baustelle vorbeiführt und unter der größeren Eisenbahnbrücke verläuft. Dieser Weg wird sich nach Angaben der Bahn in der Höhe von der Fahrbahn für Kraftfahrzeuge abheben.

Nach Angaben des bauausführenden Unternehmens werden die Abriss- und Bauarbeiten grundsätzlich montags bis freitags in der Zeit von 7 bis 17 Uhr durchgeführt. Der Lagerplatz für die Baustelle befindet sich im Eschhöfer Weg auf der Fläche nahe der neuen Autobahnbrücke. Diese Fläche ist bereits während der Brückenarbeiten genutzt worden.

weitere Informationen