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Datum: 23.10.2020

Limburger Geschichte im Comic

Die Limburger Geschichte ist reich an Ereignissen und Personen. Wichtige Phasen der Stadtgeschichte gibt es nun in Form eines Comics. „Lobgesang aus Limburg. Eine Zeitreise in die Geschichte rund um den Limburger Dom“ lautet der Titel, der sich einreiht in verschiedene Bände zur „Deutschen Geschichte im Comic“.

„Bildungscomic, aber kein Bildungshammer“, beschreibt der Autor, Verleger, Historiker und Kulturlandschaftsforscher Dr. Thomas Dahms das von ihm geschaffene Werk, das in drei Episoden Abschnitte aus der Limburger Geschichte thematisiert. Erzählt wird nicht nur mit vielen Fakten, sondern auch anhand von zahlreichen Bildern, die aus der Feder des Zeichners Alexander Pavlenko kommen, der schon seit vielen Jahren in der Domstadt zuhause ist.

Bürgermeister Dr. Marius Hahn zeigte sich bei der Vorstellung des Werks begeistert „von der tollen Idee, sich der Geschichte der Stadt auf diese Weise in Wort und Bild anzunehmen. Wir sind natürlich auch stolz darauf, uns mit der Geschichte Limburgs schon in eine ganze Reihe von historischen Comics einreihen zu dürfen“, so Hahn. „Das Werk ist ein Aushängeschild für die Stadt“, ist er überzeugt.

Zwei Jahre Umsetzungszeit

Begeistert von dem Band zeigt sich auch Paul-Josef Hagen als Vorsitzender des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, der den Comic in seiner Tourist-Info anbietet. Hagen zeigt sich überzeugt, dass die erste Auflage zügig vergriffen sein wird und schnell nachbestellt werden muss. In Limburg und Umgebung gibt es den Geschichtscomic zum Preis von 14,90 Euro in der Buchhandlung Schaefer in der Bahnhofstraße sowie bei „Buch und Wein“ in der Rosenstraße in Diez, in der Buchhandlung Hämmerer in Hadamar sowie in der Tourist-Info in der Barfüsser-Straße in Limburg.

Mit der Idee, etwas über Limburg zu machen, war Alexander Pavlenko bei Hilmar von Schenck vom Limburger Stadtmarketing vorstellig geworden. Mit dabei hatte er den Geschichtscomic über den 30-jährigen Krieg, den er gerade zusammen mit Thomas Dahms fertiggestellt hatte. „Die Idee fiel bei uns auf fruchtbaren Boden, wobei wir uns für die Umsetzung mit der Limburger Geschichte dann auch etwas Zeit genommen haben. Rund zwei Jahre hat das Projekt in Anspruch genommen“, so von Schenck. Eingebunden wurde dabei auch Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker.

Zeichner aus Limburg

Dass die Zeichnung des Comics aus der Feder von Pavlenko stammen, sei ein wahrer Glücksfall, unterstreicht Dr. Thomas Dahms, der für die Texte und die Episoden verantwortlich ist. Der in Limburg wohnende Zeichner habe eine große Liebe für Details, was sich an dem beeindruckenden Stadtbild auf Seite 15 zeige, lade zu einem Blick um die Ecke auf Kleinigkeiten ein. „Alle Personen und Orte in dem Band sind verbürgt“, so Dahms. Allerdings sei auch hier und dort ein Augenzwinkern angebracht, wenn den Leserinnen und Lesern Akteure des Limburger Karnevals begegneten oder Figuren eines bekannten Limburger Bäckers plötzlich in der Geschichte mitmischten. Der Comic sei eine Einladung, die Stadt zu besuchen und sich auf die Suche zu begeben, so Dahms.

Drei Episoden

Die erste Episode des Comics widmet sich der Zeit des Grafen Konrad Kurzbold (10. Jahrhundert), der das Stift St. Georg gründete. In seiner Zeit wird der Name des Ortes mit „Lintburk“ überliefert. Der Ort kontrollierte den Übergang über den Linterbach, einem Lahnzufluss. Die zweite Episode spielt im 13. Jahrhundert, als zeitgleich die Stadtmauer und der Neubau der Stiftskirche, also der Dom, entstanden. Die zwei großen Bauvorhaben banden alle verfügbaren Arbeitskräfte. Die dritte Episode führt mit einem großen zeitlichen Sprung ins 19. Jahrhundert. In dem jungen Herzogtum Nassau entstand 1827 ein eigenes Bistum für die Katholiken mit Sitz in Limburg. Die Stadt erlebte einen deutlichen Aufschwung. 1864 bekam dabei der mittelalterliche Bau des Doms seine Südtürme, nahezu zeitgleich (1865) erhielt die evangelische Kirche ein repräsentatives Gotteshaus.

Der Comic über die Geschichte Limburgs erscheint im Fachverlag für Geschichtscomics, dem Ostfalia-Verlag mit Sitz in Osterwieck (Sachsen-Anhalt). Der Comic umfasst 38 Seiten und kostet 14,90 Euro, ISBN 978-3-96226-023-1.