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Limburg elektrisiert

Das Förderprogramm Elektromobilität „Limburg elektrisiert“ verfolgt verschiedene Ziele der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn:

  • im Sinne des Klimaschutzes, den Verbrauch von fossilen Energieträgern zu vermindern und dadurch die lokalen CO2-Emissionen zu senken,
  • als Beitrag zum Luftreinhalteplan die Emissionen von Schadgasen (zum Beispiel NOX) und Feinstaub im Stadtgebiet zu verringern,
  • sowie im Rahmen des Lärmaktionsplanes der Kreisstadt Limburg eine flächendeckende Lärmminderung zum Wohle der Limburger Bürgerinnen und Bürger zu bewirken.

Das Förderprogramm wurde im November 2017 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen.

Das Förderprogramm Elektromobilität „Limburg elektrisiert“ trat am 01.02.2018 mit der Förderung von Elektrofahrzeugen und Ladeeinrichtungen auf nichtöffentlichem Grund in Kraft.

Aufgrund des Bundesprogramms zur „Förderung des Absatzes von elektrisch betriebenen Fahrzeugen (Umweltbonus)“, veröffentlicht am 29.06.2016, kann keine Neuwagen- Förderung von E-Pkw (Fahrzeuge der EG-Klassen M1 und N1) erfolgen.

Die vorliegende Richtlinie regelt die Bedingungen, unter denen ab dem 01.02.2018 eine Förderung beantragt werden kann. Sie betrifft Fahrzeuge, die durch das oben genannte Förderprogramm des Bundes nicht gefördert werden. Insbesondere Umbauten zu Elektromobilen und gebrauchte Elektroautos sind hier genannt, da diese eine geringere Hürde für den Einstieg in die Elektromobilität darstellen.

Gefördert werden

  • Lastenpedelecs
  • L1e bis L4e(2- und 3- rädrige Leichtfahrzeuge)
  • L5e bis L7e (3- und 4- rädrige Leichtfahrzeuge)
  • E-Umbausatz für M1 und N1
  • Gebrauchtfahrzeuge M1 und N1
  • Ladeinfrastruktur

Übersicht Lastenklassen

L1e: Zweirädriges Kraftfahrzeug (Kleinkraftrad) mit bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h und Hubraum bis zu 50 cm³ oder bis zu 4 kW bei Elektromotoren.

L2e: Dreirädriges Kraftfahrzeug (Kleinkraftrad) mit bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h und Hubraum bis zu 50 cm³ oder bis zu 4 kW bei Elektromotoren oder bei anderen Verbrennungsmotoren.

L3e: Zweirädriges Kraftfahrzeug (Kraftrad) ohne Beiwagen mit Hubraum über 50 cm³ bei Verbrennungsmotoren und/oder bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit  von mehr als 45 km/h.

L4e: Zweirädriges Kraftfahrzeug (Kraftrad) mit Beiwagen mit Hubraum über 50 cm³ bei Verbrennungsmotoren und/oder bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45 km/h.

L5e: Dreirädriges Fahrzeug (Kraftrad) mit drei symmetrisch angeordneten Rädern mit Hubraum über 50 cm³ bei Verbrennungsmotoren und/oder bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45 km/h.

L6e: Vierrädriges Leichtkraftfahrzeug mit einer Leermasse bis zu 350 kg (ohne Batterien bei Elektrofahrzeugen) mit bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h und Hubraum bis zu 50 cm³ oder 4 kW bei anderen Verbrennungsmotoren oder Elektromotoren.

L7e: Vierrädriges Kraftfahrzeug, das nicht unter L6e fällt, mit einer Leermasse bis 400 kg (bis 550 kg für Güterbeförderung) ohne Batterien bei Elektrofahrzeugen und max. Nutzleistung bis zu 15 kW.

M1: Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit höchstens acht Sitzplätzen außer dem Fahrersitz. Hinweis:  Die  Förderung  von  Neufahrzeugen  dieser  EG-Fahrzeugklasse erfolgt durch den Bund.

M2: Kraftfahrzeuge zur Güterbeförderung mit mindestens vier Rädern sowie Kraftfahrzeuge zur Güterbeförderung mit drei Rädern und einer zulässigen Gesamtmasse zwischen einer und 3,5 Tonnen. Hinweis:  Die  Förderung  von Neufahrzeugen  dieser  EG-Fahrzeugklasse erfolgt durch den Bund.

Förderhöhe

Die Fördersumme liegt zwischen 300 und 800 Euro. Zusätzlich gibt es einen Ökobonus und einen Abwrackbonus. Private und gewerbliche Fahrzeuge können gefördert werden.

Neufahrzeuge werden nicht gefördert, da diese von der Bundesregierung bereits mit dem Umweltbonus der BAFA bezuschusst werden. Mehr dazu unter: Umweltbonus BAFA

Ablauf des Förderverfahrens

Mit der Umsetzung der Maßnahme (Kauf oder Leasing) sollte erst nach Erhalt des Förderbescheids begonnen werden. Es ist aber auch möglich bis zu zwei Wochen nach einem Kauf/Leasing einen Antrag zu stellen.

Antragsstellung: 

Versand des ausgefüllten Antrags mit allen erforderlichen Anlagen (siehe hierzu Checklisten im Antragsformular) an die Stadt Limburg.  

Vorprüfung:

Die Vollständigkeit der Unterlagen wird geprüft, bei vollständig vorliegenden Unterlagen wird eine Antragsnummer verteilt. Bei grundsätzlicher Förderfähigkeit erfolgt die Förderzusage und die Zuleitung des Verwendungsnachweises an die Antragstellerin / den Antragsteller, bei nicht vorliegender Förderfähigkeit erfolgt eine Ablehnung.

Umsetzung der Maßnahme:

Nach Eingang der Förderzusage und der Erteilung einer Fördernummer erfolgt die Beschaffung / Beauftragung des Fahrzeugs / der Fahrzeuge, der Ladeinfrastruktur bzw. der Beratungsleistung durch die Antragstellerin / den Antragsteller innerhalb von sechs Monaten nach dem Erhalt der Förderzusage.

Verwendungsnachweis:

Ist der Kauf innerhalb der Zwei-Wochen-Frist bereits erfolgt, ist der Verwendungsnachweis dem Antrag sofort beizulegen, wenn nicht, erfolgt der Versand des ausgefüllten Verwendungsnachweises innerhalb von 3 Monaten nach Umsetzung der Maßnahme mit allen erforderlichen Anlagen und Nachweisen (siehe Checkliste im Verwendungsnachweis) an die Stadt Limburg unter Angabe der Antragsnummer.

Prüfung:

Prüfung der vollständigen Unterlagen, gegebenenfalls erfolgt eine Nachforderung von Unterlagen. Bei geprüfter Förderfähigkeit erfolgt der Versand des Förderbescheids, falls eine Förderfähigkeit nicht vorliegt, erfolgt der Versand des Ablehungsbescheids.

Auszahlung:

Ab dem Verstreichen der Monatsfrist, erlangt der Förderbescheid Bestandskraft. Danach wird der Förderbetrag zur Auszahlung angeordnet. Bis zur Überweisung der Förderung kann es ca. 3 bis 4 Wochen dauern.