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Datum: 09.04.2020

Barrierefreie Fußgängerrouten für Limburg

Die wichtigen Fußgängerrouten in Limburg sollen barrierefrei werden, also so, dass sie von seh-  und mobilitätseingeschränkten Fußgängerinnen und Fußgängern und Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern genutzt werden können.

Daher hat die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeirat das Konzept „Barrierefreies Limburg“ erstellt. Der zweite Bauabschnitt hat im vergangenen Jahr mit der barrierefreien Erreichbarkeit des Dialysezentrums in der Straße „Zum großen Rohr“ begonnen und wird in diesem Jahr zwischen April und Mitte November fortgesetzt.

An zwölf Standorten werden barrierefreie Querungsstellen geschaffen. Vor Ampeln und an anderen wichtigen Überquerungsstellen werden spezielle Blindenleitsysteme eingebaut, für geheingeschränkte Personen Bordsteinabsenkungen auf Fahrbahnniveau.

Auffindestreifen mit Noppenplatten

Zu den Blindenleitsytemen gehören die Auffindestreifen, bei denen quer über den Gehweg Noppenplatten führen. Seheingeschränkte wissen dann durch die Haptik des Weges, dass eine gesicherte Überquerungsstelle folgt. Auch Richtungsfelder werden eingebaut. Das sind Rillenplatten, die es seheingeschränkten Personen ermöglichen, die Gehrichtung über die kürzeste Distanz beim Überqueren der Fahrbahn zu finden.

Hinter den Bordsteinabsenkungen wird ein Sperrfeld aus Rillenplatten errichtet. Es sorgt dafür, dass seheingeschränkte Personen nicht ungewollt auf die Fahrbahn geraten. Teilweise werden dabei auch Taster für seheingeschränkte Personen an den Ampeln installiert oder modernisiert.

Zahlreiche Maßnahmen in der Kernstadt

In der Kernstadt werden barrierefreie Überquerungen an der Ampel in der Blumenröder Straße im Einmündungsbereich in die Holzheimer Straße geschaffen, an der Ampel in der Frankfurter Straße auf der Höhe der Post, an der Ampel in der Konrad-Kurzbold-Straße auf der Höhe der Brückengasse, an der Ampel im Dietkircher Weg auf der Höhe der Einmündung Hubertusstraße und an der Ampel „Im Schlenkert“ im Einmündungsbereich in die Eisenbahnstraße. Barrierefrei wird es auch an drei Ampeln am Knoten von Grabenstraße und Dr.-Wolff-Straße, sowie an den Ampeln am Knoten Schiede und Diezer Straße, wo auch die Mittelinsel barrierefrei ausgebaut wird.

Umbau in Offheim und Staffel

In Offheim erfolgt ein barrierefreier Umbau an der Ampel in der Limburger Straße auf der Höhe der Einmündung Josefstraße und in Staffel am Staffeler Dreieck und an der dortigen Mittelinsel. 

Desweiteren sollen die Querungsstellen an zwei Mittelinseln im Verlauf der Zeppelinstraße auf der Höhe des Edeka-Marktes in Limburg barrierefrei werden. Da es sich hier um ungesicherte Querungsstellen handelt wird auf ein Auffindestreifen verzichtet.

Hessen Mobil fördert

Die Umsetzung der Tiefbauarbeiten kosten rund 267.000 Euro. Da der Bund Baulastträger von Bundesstraßen ist, gehen davon eund 59.000 Euro für den barrierefreien Ausbau der Mittelinseln am Staffeler Dreieck und am Knoten Schiede/ Diezer Straße zu Lasten des Bundes. Hessen Mobil fördert den Kostenanteil der Stadt Limburg mit bis zu 119.900 Euro. Der barrierefreie Ausbau der Überquerungsstellen am Dialysezentrum konnte nicht gefördert werden und wurde von der Stadt Limburg in Eigenleistung realisiert.

Hintergrund

Der erste Bauabschnitt, der barrierefreie Ausbau von 14 Standorten in der Kernstadt, aber auch in Staffel, Lindenholzhausen und Dietkirchen wurden im Jahr 2018 fertiggestellt. Parallel zu den Bauarbeiten wurden die Maßnahmen für den zweiten Bauabschnitt geplant und mit dem Behindertenbeirat abgestimmt.