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...und weiter geht es 2019

Kunstsammlungen der Stadt Limburg

Sehen und erleben, dazu laden die Kunstsammlungen der Stadt Limburg (Historisches Rathaus, Fischmarkt 21, 65549 Limburg a. d. Lahn) ein. Als Ort des Entdeckens und der Begegnungen mit der bildenden Kunst bietet das städtische Ausstellungshaus ein attraktives und vielfältiges Programm.

Mit einer Ausstellung von Gemälden und Zeichnungen des in Berliner lebenden Künstlers Bodo Rott starten die Kunstsammlungen der Stadt Limburg in das Jahr 2019. Ab Mitte Juni wird sich die Präsentation Wir zeigen uns! mit überwiegend neuen Werken aus den eigenen Sammlungen anschließen. Den Schlusspunkt setzt die Ausstellung zum Kunstpreis der Stadt Limburg 2019 mit dem Thema Malerei 4.0. Auch beim Internationalen Museumstag im Mai 2019 ist der Magistrat der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn dabei und lädt zu einem abwechslungsreichen und spannenden Tag mit Programm ein.

20. September – 17. November 2019
Eröffnung mit Preisverleihung: Freitag, 20. September 2019, 19:00 Uhr
Kunstpreis der Stadt Limburg 2019: Malerei 4.0 

Charlie Stein ist die diesjährige Trägerin des Kunstpreises der Stadt Limburg. Der Wettbewerbsbeitrag der Künstlerin zum Thema „Malerei 4.0“ wurde am Freitag, den 20. September 2019 um 19 Uhr in den Kunstsammlungen der Stadt Limburg(Historisches Rathaus, Fischmarkt 21, 65549 Limburg a. d. Lahn) von Stadtverordnetenvorsteher Stefan Muth und den Partnern des Kunstpreises, André Kramm - Vorsitzender des Förderkreises Bildende Kunst Limburg e. V. und Patrick Ehlen - Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Limburg, ausgezeichnet. Anschließend erfolgte die begleitende Ausstellungseröffnung mit den Werken der in Berlin lebenden Künstlerin Charlie Stein.

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Charlie Stein - Kunstpreisträgerin der Stadt Limburg 2019 © Ducan Smith
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Portrait (With Green Tweetsuit), Öl auf Leinwand - 2017, Charlie Stein © Charlie Stein
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Portrait (With Pink Ears), Öl auf Leinwand - 2017, Charlie Stein © Charlie Stein

In ihren Arbeiten für „Malerei 4.0“ setzt sich Charlie Stein mit der Selfie-Kultur auseinander und damit was Malerei im Zeitalter der Digitalisierung noch leisten kann. Die Ausstellung umfasst neuere Arbeiten, die allesamt auf dem Zusammenfügen von Selbstportraits beruhen. Diese sind mit dem Handy aufgenommen und in mehreren Arbeitsschritten gefiltert und zu Collagen zusammengefügt und dann in das Medium der Ölmalerei auf Leinwand übertragen. Die Arbeiten berühren damit die Frage nach der verzerrten Selbstwahrnehmung, Darstellung und Reflexion des eigenen Ichs im Zeitalter der neuen Medien. Zugleich schlägt das Konzept eine Brücke zur altmeisterlichen Malerei, indem es sich traditioneller Ausstellungspraktiken, wie man sie von Museen kennt, bedient und diese ad absurdum führt. 

Die Apps, die bei dem Filtern und Zusammenfügen der Selfies zum Einsatz kommen, dienen eigentlich der Verschönerung von Fotos, Falten werden reduziert, Haut aufgehellt und Makel digital mit einem Klick beseitigt. Doch Stein bedient sich dieser Technologie um beunruhigende Chimären zu erzeugen. Einige der Bilder sind schwarz, als Anspielung auf das ausgeschaltete Display des Mobiltelefons, das selbst im Ruhezustand auf unsere Aufmerksamkeit hofft und lauert. 

Stein beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit den unterschiedlichen Wahrnehmungen kultureller Identität im Kontext einer vermuteten globalen Gesellschaft. Ihr Material gewinnt sie häufig durch den Akt der Konversation oder Recherche, den sie in Zeichnungen, Installationen, Objekte, Malerei und Text überträgt. Digitale Medien, Soziale Netzwerke und moderne Formen der Kommunikation sind ein zentraler Aspekt ihrer Arbeit, den sie innerhalb ihrer Praxis immer wieder neu verhandelt. Nach dem Studium der freien Malerei und Grafik bei Gerhard Merz hat Stein bei Christian Jankowski Bildhauerei studiert und 2017 als Meisterschülerin abgeschlossen. 2015 war sie für das Schmidt-Rottluff Stipendium nominiert, ist ehemalige Stipendiatin des DAAD und der BW-Stiftung. 

Zu sehen sind die Arbeiten bis einschließlich Sonntag, den 17. November 2019. Der Eintritt ist frei. 

Der Kunstpreis wird seit 1996 vom Magistrat der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn, dem Förderkreis Bildende Kunst Limburg e. V. verliehen und von der Kreissparkasse Limburg unterstützt. 

Kunstpreis der Stadt Limburg
Der Kunstpreis der Stadt Limburg wird seit dem Jahr 1996 jährlich bundesweit mit wechselnder Themenstellung (2019: Malerei 4.0) ausgeschrieben. Er ist mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotiert und mit einer Ausstellung in den Kunstsammlungen der Stadt Limburg verbunden. Alle Techniken sind zugelassen. Eine Altersbegrenzung besteht nicht. Ziel des Preises ist es, durch die Prämie und die Ausstellung Künstlern die Möglichkeit zu geben, eigene, bereits vorhandene oder neue Vorstellungen und Werke mit einer gestellten Thematik zu verbinden, daraus ein individuelles Ausstellungskonzept zu entwickeln und an die Öffentlichkeit zu treten. 

Mitglieder der Jury
Irene Rörig – Leiterin des Kulturamtes
Prof. Eckhard Kremers – Künstler
Dr. Gabriel Hefele – Kunsthistoriker
André Kramm – Vorsitzender Förderkreis Bildende Kunst Limburg e. V.
Johannes Bröckers – Journalist 

22. März bis 17. November 2019
Ernst Moritz Engert: Im Gegenlicht - Ein Schattenbild
(parallel zu den Wechselausstellungen im "Ernst Moritz Engert-Raum")

Im 2. Obergeschoss der Kunstsammlungen der Stadt Limburg wird parallel zu den Öffnungszeiten der Sonderausstellungen die Präsentation Ernst Moritz Engert: Im Gegenlicht ı Ein Schattenbild gezeigt. Sie gibt einen Einblick in das facettenreiche künstlerische Lebenswerk von Ernst Moritz Engert. Neben seinen berühmt gewordenen Scherenschnitten sind Holzschnitte, Radierungen und Zeichnungen zu sehen.

Der Eintritt ist frei

Öffnungszeiten

Di.: 8:30 – 12:00 h ıı Mi.: 8:30 – 14:00 h
Do.: 8:30 – 12:00 + 14:00 – 18:00 h ıı Fr./Sa./So./Feiertage: 11:00 – 17:00 h
Karfreitag & Fronleichnam: geschlossen

Das Ausstellungsprogramm wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert.

Veranstalter

Magistrat der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn ıı Förderkreis Bildende Kunst Limburg e. V.

weitere Informationen

Ansprechpartner

Irene Rörig
Amtsleiterin Kulturamt
Telefon 06431 203-915
Kontaktformular

Tanja Schnatz
Telefon 06431 203-912
Fax 06431 203-918
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