Datum: 27.07.2025
Archivalie der Woche 314 - Sportförderung in Ahlbach
Damit Sportvereine ihren Mitgliedern gute Trainingsbedingungen anbieten können, benötigen sie geeignet Anlagen und Geräte. Und die kosten Geld. Was die Turn- und Sportgemeinde Ahlbach zwischen 1955 und 1971 unternommen hat, um die Finanzen aufzubessern, ist in der entsprechenden Akte im Bestand Gemeinde Ahlbach des Stadtarchivs nachzulesen (Signatur StALM V/142).
Die Akte enthält zahlreiche Rundschreiben staatlicher Stellen betreffend Sportförderung, sowohl in finanzieller wie baulicher Hinsicht. Man findet aber auch Quittungen der Jugendsammelwoche. So erhielt der Verein aus dem Gesamtbetrag 1961 30,85 DM, 1965 waren es 43,50 DM und 1967 34,10 DM.
1960 teilte der Vereinsvorsitzende dem Bürgermeister mit, die TuS Ahlbach beabsichtige den Sportplatz zu vergrößern. Zu diesem Zweck soll beim Hessischen Fußballverband ein zinsloses Darlehen in Höhe von 3000 DM aufgenommen werden. Der Vorsitzende bat darum, die Gemeinde möge die Bürgschaft übernehmen. 1963 wurde um einen Zuschuss für den Jugendsport gebeten. „Dieser Jugendsport, den wir gerne fördern, belastet unsere Vereinskasse derart, dass wir diese Unkosten oder anderweitige Zuschüsse nicht tragen können.“
Die Akte enthält einen Antrag auf Beihilfe zur Beschäftigung eines Übungsleiters sowie Antrag und Vertrag über eine Erbpacht für Parzellen neben dem Sportplatz, um dort ein Umkleidegebäude zu errichten.
1970 erbaten die „Frauen und Mädels der Gymnastikgruppe“ von der Gemeindevertretung einen Zuschuss in Höhe von 500 DM, um Sportgeräte und Turnmatten anschaffen zu können. Künftig sollte die Gymnastik im Ort angeboten werden. Bis dahin mussten die Teilnehmerinnen nach Hadamar oder Offheim fahren. Die Gemeindevertreter stimmten zu. Der Antrag des Vereins auf einen Zuschuss von 15.000 DM wegen gestiegener Baukosten für das Wasch- und Umkleidehaus wurde abschlägig beschieden, da die Gemeinde auch weitere Baumaßnahmen zu tragen hatte wie Dorfgemeinschaftshaus, Straßenbau und Wasserbohrung.
Das letzte Dokument in der Akte ist die Rechnung eines Tiefbauunternehmens aus Heckholzhausen über Ausbesserungsarbeiten auf dem Sportplatz von August 1971.