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Datum: 05.06.2020

Möbel und Wald-Klassenzimmer für den Schafsberg

Der Schafsberg ist ein wichtiger Erholungsort für die Limburger und gleichzeitig ein natürlicher Lebensraum. Um beides nachhaltig miteinander zu verbinden und zukunftsfähig zu gestalten, sind Eingriffe und Veränderungen notwendig, das Entwicklungskonzept für den Schafsberg gibt dabei die Richtung vor. Nun steht ein nächster Schritt der Umsetzung vor, der die Aufenthaltsqualität deutlich verbessert.

Der Magistrat hat in seiner jüngsten Sitzung die von der Verwaltung vorgeschlagenen Maßnahmen gebilligt und an den Ortsbeirat weitergeleitet, der seine Zustimmung gab. „Gerade die aktuellen Einschränkungen durch Corona zeigen uns, wie wichtig die Wohlfahrtswirkung schöner Grünflächen ist“, unterstreicht Bürgermeister Dr. Marius Hahn. Mit den nun vorgesehenen Maßnahmen werde der Schafsberg wieder um einiges attraktiver und biete den Limburgerinnen und Limburgern eine tolle Gelegenheit, die Seele baumeln zu lassen.

Nach Angaben von Eva Struhalla, Leiterin des Amts für Verkehrs- und Landschaftsplanung, soll nach den Pflegemaßnahmen im Waldbestand und der Verbesserung der Wege im vergangenen Jahr nun die Ergänzung und Erneuerung der Möblierung vorangetrieben werden. So soll durch die Aufstellung von so genannten Sonnenliegen und Hängematten die Aufenthaltsqualität deutlich gesteigert werden. Auf dem neu gestalteten Domplateau seien diese Sonnenliegen sehr gut angenommen worden. Wichtig bei der Auswahl der Standorte sei es, die Blickachsen zu nutzen. Die in Frage kommenden Standorte sind mit den Behörden abgestimmt. Die dort bereits stehenden Bänke werden in der nächsten Zeit gereinigt.

Lernort für Kinder

Verbessern soll sich auch der Zustand der auf dem Schafsberg befindlichen Schutzhütten. Die Substanz der Hütten ist nach Angaben von Eva Struhalla noch gut, lediglich am Aussehen hapere es. Deshalb soll daran gearbeitet werden. Eine der Schutzhütten ist als Informationsort für und über den Schafsberg vorgesehen. Dort soll über das grüne Fleckchen Limburg, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch bürgerschaftliches Engagement parkähnlich gestaltet wurde, umfassend informiert werden.

Die zweite Schutzhütte ist als Wald-Klassenzimmer angedacht, das Schulen oder auch Tagesstätten zur Verfügung stehen soll. Gleichzeitig soll eine Nutzung durch die Allgemeinheit auch weiterhin möglich sein.  Das Wald-Klassenzimmer ist als Lernort in einer natürlichen Umgebung gedacht und soll auch entsprechend ausgestattet werden.  „Die Hütten werden von Mitarbeiter des Forstes gereinigt und ausgebessert“, berichtet die Amtsleiterin.

Gute Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit mit Hessen-Forst soll auch zu einem Skulpturenweg führen, der möglichst in den Sommerferien angelegt werden soll und der Figuren erhält, die aus Baumstämmen herausgeschnitten werden. Dazu werden der Stadt lediglich Materialkosten in Rechnung gestellt. Auch bei der Aufstellung des Mobiliars werden die Mitarbeiter aus dem Forst Hand anlegen.

Die Zusammenarbeit mit Hessen-Forst setzt sich damit weiter fort. Die waldbaulichen Arbeiten im vergangenen Jahr mit dem Freistellen der Kastanienallee und der Rodung der Fichtenbestände mit anschließender Aufforstung unter Bürgerbeteiligung sind durch Hessen-Forst geplant und ausgeführt worden. Das waren erste deutliche Schritte in der Umsetzung des Konzepts. In diesem Jahr wurden durch die Stadt bereits 600 Meter an Wegen instandgesetzt und befestigt. Rund 62.000 Euro sind dabei an Kosten entstanden. Nun steht ein recht komfortabler und gut ausgebauter Rundweg zur Verfügung, der auch von Bürgerinnen und Bürgern mit eingeschränkter Mobilität genutzt werden kann. Für die Möblierung sind weiter 14.000 Euro notwendig.

Was noch vorgesehen ist

Vorgesehen ist nach Angaben von Eva Struhalla zudem die Ausweisung eines etwa 2,5 Kilometer langen Komfortwanderwegs am und auf dem Schafsberg, der dann natürlich auch die Randbereiche des Areals in Richtung Staffel mit umfasst. Erfüllt der Weg alle Qualitätskriterien als Komfortwanderweg, kann er zertifiziert und beworben werden und wäre eine besondere Attraktion für den Schafsberg und Limburg.

Der weitere Ausblick auf künftige und noch nicht konkret geplante weiterer Bausteine in der Umsetzung des Konzepts nimmt die Waldränder in den Blick. Dort gilt es Übergänge zu verbessern. Auch der zwischen der ehemaligen Kaserne und der Kastanienallee gelegene Graben muss saniert werden und soll in diesem Zug naturnah gestaltet werden. Der im Konzept angedachte Fitnessparcours lässt sich nach Angaben der Amtsleiterin am vorgesehenen Schafsberg-Standort nicht umsetzen.

(Die Mitteilung ist am 8. Juni überarbeitet worden, der Begriff Grünes Klassenzimmer wurde durch Wald-Klassenzimmer ersetzt.)