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Kleinodien überall in der Stadt

Walderdorffer Hof
Einmalig, wie die mittelalterlichen Fresken des St. Georg-Doms, ist auch der Domschatz. Die 14 sakralen Kunstwerke von hohem historischen Wert ziehen Jahr für Jahr tausende interessierter Besucher und Kenner an. Sie stammen größtenteils aus kurtrierischem Besitz, zum Teil aber auch aus dem ursprünglichen Besitz der alten Stiftskirche.

Besonders hervorzuheben ist das Kreuzreliquiar, die sogenannte Staurothek. Sie ist eine byzantinische Arbeit aus der 2. Hälfte des 10. Jahrhunderts, wurde 1204 durch Kreuzfahrer aus Konstantinopel mitgebracht und 1208 von Ritter Heinrich von Ulmen dem Kloster Stuben an der Mosel geschenkt. Die Kreuzpartikel sind in einem Doppelkreuz eingelegt, das in Gold mit Edelsteinen gefasst ist und nach einer Inschrift auf der Rückseite spätestens 963 gearbeitet wurde. Das Doppelkreuz wird in einer Lade aufbewahrt, die aus Holz besteht, das mit vergoldetem Silberblech umkleidet ist. Die Emaillearbeiten stellen Christus, Maria und Johannes und die zwölf Apostel dar. Sie sind von unvergleichlicher Feinheit in Zeichnung, Farbe und Technik.

Als weitere Prunkstücke des Domschatzes sind zu nennen: das Petri-Stab-Reliquiar, das 988 in Trier gefertigt worden ist, ein romanisches Bleireliquiar aus dem Hauptalter der alten Stiftskirche, Messkelche und Patente aus dem 13. Jahrhundert, silberne Buchdeckel aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, ein Abtsstab aus dem 15. Jahrhundert und der Barockschatz aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Besuchenswert ist die St. Anna-Kirche, die mit dem östlichen Chorfenster über hervorragende Glasmalereien aus dem 3. Viertel des 14. Jahrhunderts mit achtzehn Szenen aus dem neuen Testament verfügt.

Im übrigen aber stößt man beim Durchstreifen der Altstadt immer wieder auf hervorragende künstlerische und handwerkliche Arbeiten, bauliche Details, wie die Balkenköpfe am Haus der sieben Laster in der Brückengasse oder den geschwungenen Treppenaufgang im Walderdorffer Hof.

Die einschlägigen Kunstführer stecken hierzu voller Details, und auch das Verkehrsamt der Stadt Limburg hält für den interessierten Besucher Altstadt-Führer bereit.

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