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Die alte Stadt in neuem Glanz

Römer
Nur wenigen Städten blieb, wie Limburg, das gesamte Ensemble mittelalterlicher Bebauung nahezu unversehrt erhalten. Deshalb steht heute der ehemals ummauerte Stadtkern zwischen St. Georg-Dom, Grabenstraße und der alten Lahnbrücke von 1315 als Gesamtanlage unter Denkmalschutz.

Die Fachwerkbauten mit ihren reichen, oft figürlichen Schnitzereien entstammen dem 13. bis 18. Jahrhundert. Es sind Burgmannenhöfe und Stiftsherrenhäuser, Wohnhäuser wohlhabender Patrizier und zahlreiche Hallenhäuser, die typischen Geschäfts- und Wohnhäuser der Handelsherren. In den letzten Jahren wurde ein großer Teil der historischen Gebäude von Grund auf saniert und einer adäquaten Nutzung zugeführt.

Unter ihnen ist auch eines der ältesten Fachwerkhäuser Deutschlands, der 1296 erbaute Römer 1. Unschätzbare Werte wurden entdeckt und für die späteren Generationen gerettet. Entscheidend aber dafür, dass mit der Sanierung der baulichen Substanz zugleich die Neubelebung städtischen Lebens in seiner vollen Breite gelang, war das persönliche Engagement jedes einzelnen Hauseigentümers und aller Limburger Bürger. In der Altstadt wird heute wieder komfortabel gewohnt, gearbeitet, eingekauft und gemütlich flaniert. Eine vorausschauende Planung hatte dem Erhaltungsbereich Altstadt eine tragfähige Funktion zugeordnet und ihn damit erst auf Dauer lebensfähig und wirtschaftlich gesund werden lassen.

Der Höhepunkt unter den Häusern der Altstadt ist zweifelsfrei der Römer 2-4-6. Ein gotisches Hallenhaus dessen älteste Teile aus dem Jahr 1289 stammen. Der Römer 2-4-6 ist damit das zurzeit älteste Gebäude in der Limburger Altstadt.

Im Jahr 1989 wurde das Gebäude nach einer völligen Restaurierung wieder eröffnet. Im Garten der Anlage fand man eine Mikwe, ein jüdisches Kultbad.

Heute beherbergt das Haus unter anderem das Deutsche Zentrum für Chormusik.

Das historische Limburg lag an der alten Handelsstraße von Köln nach Frankfurt. Hier in der Altstadt war die schmalste Stelle der Strecke, in der Fahrgasse, am heutigen Haus Kleine Rütsche 4.
Die Breite dieser Stelle ist deshalb noch heute am Heumarkt in Köln angeschrieben.

Die großen Versorgungs- und Verwaltungseinrichtungen, deren eine moderne Stadt bedarf, wurden in unmittelbarer Nachbarschaft der Altstadt angesiedelt. So ergänzen sich altes und neues Zentrum gegenseitig und bilden heute gemeinsam das pulsierende Herz dieser traditionsbewussten und so modernen Stadt.

Alle diese geplanten und behutsam durchgeführten Sanierungsmaßnahmen führten dazu, dass Limburg im Bundeswettbewerb „Stadtgestalt und Denkmalpflege" 1978 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde.

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