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Die Erweiterung des Wohngebiets Blumenrod, die mögliche Versorgung der kommenden Wohnhäuser über das Blockheizkraftwerk (BHWK) und ein Besuch im fertiggestellten Bürgersaal der Domäne Blumenrod, das alles stand auf dem Programm beim Gemarkungsbegang von Stadtverordnetenversammlung und Magistrat.
Die landwirtschaftliche Nutzung prägt das Areal, das zur Erweiterung des Wohnquartiers Blumenrod genutzt werden soll. Annelie Bopp-Simon, Leiterin des Stadtplanungsamts, erläuterte mit Unterstützung von Stadtverordnetenvorsteher Michael Köberle die Erweiterung.
25 Hektar, so viel Fläche steht für die Erweiterung der Wohnbebauung von Blumenrod zur Verfügung. Es wären die Abschnitte V und VI, die verwirklicht würden. Annelie Bopp-Simon, Leiterin des Stadtplanungsamts, gab einen Überblick über die Fläche, die nach und nach bebaut werden soll. Sie dehnt sich von der bestehenden Bebauung in Richtung Mensfelder Kopf und Holzheim aus. Begrenzt wird das Areal von einem Vogelschutzgebiet und der Gemarkungsgrenze zu Holzheim, gleichzeitig auch Landesgrenze zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz.

Das Areal dient derzeit vor allem noch als landwirtschaftliche Fläche und gehört zu rund 100 Hektar Domänenland, das die Stadt im Jahr 1995 vom Land erwarb. Nach Angaben von Annelie Bopp-Simon ist Blumenrod seit den 1960er Jahren um rund 50 Hektar gewachsen. In dem Limburger Quartier leben heute rund 4000 Menschen. Mit dem realisierten Abschnitt IV sind die Voraussetzung für eine weitere Entwicklung bereits berücksichtigt worden. Viele Straßen können weitergeführt werden, das trifft auch für die Ver- und Entsorgung der Wohnhäuser zu.

„Die Stadt will einen Planungswettbewerb in Auftrag geben, um verschiedene Gesichtspunkte miteinander zu verknüpfen“, sagte Bopp-Simon. Dazu gehört die Weiterführung des Stadtparks Blumenrod und die Beibehaltung der bestehenden Feldholzinseln bei der künftigen Bebauung. Ziel ist es, das Wohngebiet in einem engen Zusammenhang mit dem bestehenden und künftigen Freiraum zu entwickeln. Gleichzeit gilt es den Bedarf an Wohnraum zu decken. Das soll mit Ein- und Zweifamilienhäusern und mit Geschosswohnungsbau umgesetzt werden.

: Das Blockheizkraftwerk versieht seit dem Jahr 2002 seinen Dienst und versorgt die Häuser in dem Abschnitt Blumenrod IV mit Wärme. Es bestehen ausreichend Kapazitäten, um die Einrichtung so auszurüsten, dass auch die noch kommenden Wohneinheiten mit Wärme versorgt werden können.
Die mögliche Erweiterung des Wohngebiets ist beim Bau des BHKW schon berücksichtigt worden. Die äußere Hülle, so erläuterten es Gerd Vieweg und Ralf Schiffmann von der EVL, ist in der Lage, die zusätzliche Technik für die Versorgung weiterer Wohneinheiten auszunehmen. Derzeit läuft das BHKW mit zwei Kesseln. Die thermische Leistung der Einrichtung liegt bei 513 kW, die Gesamtabgabe an Wärme lag im Jahr 2017 bei rund 3950 MWh; die Stromerzeugung bei 1564 MWh. Alle Wohnhäuser im Abschnitt Blumenrod IV werden über das BHKW mit Wärme versorgt. Das Nahwärmenetz weist dabei eine Länge von 2087 Meter aus, hinzu kommen die Hausanschlüsse mit einer Länge von 1700 Meter.

Wie Schiffmann auf Nachfrage erläuterte, gab es nur zu Beginn der Versorgung Beschwerden. Das habe vor allem daran gelegen, dass Wärme bezogen wurde und die Häuser noch nicht gedämmt waren, teilweise auch die Türen und Fenster fehlten. Inzwischen sei das System, nach Einschätzung von Schiffmann das Beste für die Umwelt, von allen akzeptiert und anerkannt. Ob auch die neuen Häuser im wachsenden Blumenrod an das BHKW angeschlossen wird, sei eine Entscheidung der Politik, verdeutlichte Michael Köberle.

Die Politik war es auch, die die Weichen für die Nutzung der Gebäude der Domäne Blumenrod stellte, indem sie das Areal vor 17 Jahren an die Freie Evangelische Gemeinde abtrat und die verschiedenen Sanierungsabschnitte unterstützte. Mit der Eröffnung des neuen Bürgersaals ist nach Angaben von Dietrich Blank die Umgestaltung und Sanierung der Domänengebäude abgeschlossen. Blank gehört dem Vorstand der Stiftung Domäne Blumenrod an, unter deren Regie verschiedene Bereiche des Areals saniert wurden.

Wie Blank seinen Besucher/innen erläuterte, werden die Gebäude der Domäne, für die die Stiftung verantwortlich zeichnet, komplett genutzt. Es gibt eine Tagespflegeeinrichtung mit 18 Plätzen, seit fast zehn Jahren eine Kinderkrippe, das Café Denkmal bietet die Möglichkeit, sich zu entspannen und Pausen einzulegen und der Bürgersaal und seiner angeschlossenen Event Location rundet das Angebot unter dem Motto „Gemeinschaft leben“ nun ab. Blank dankte den Vertreterinnen und Vertretern der Limburger Stadtpolitik für ihr stets offenes Ohr und die Unterstützung in den zurückliegenden Jahren.

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