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Reinhard Langschied präsentiert ab Samstag, 16. Juni, eine Auswahl seiner Fotografien unter dem Titel „Reinhard Langschieds BESTE BILDER – Fotografien aus Limburg, Diez und aller Welt“ in den Kunstsammlungen der Stadt Limburg (Historisches Rathaus, Fischmarkt 21). Seine Heimat und die Welt laden bis zum 2. September zu spannenden und interessanten Begegnungen ein.
Der berühmte Sternfotograf Robert Lebeck (rechts), über dessen Verhältnis zu Romy Schneider aktuell ein Film in den Kinos läuft, war ein großes Vorbild für Reinhard Langschied (links). Hier gratuliert der Altmeister zu den »Limburger Gesichtern« und schreibt dazu ins Vorwort: »Tolle Bilder«. Foto: Friederike Scholl
Die Ausstellung „Reinhard Langschieds BESTE BILDER – Fotografien aus Limburg, Diez und aller Welt“ wird vom Magistrat der Kreisstadt und dem Förderkreis Bildende Kunst gezeigt. Eröffnet wird sie am Freitag, 15. März, um 19 Uhr von Stadtrat Andreas Koch. Für den Förderkreis spricht der Vorsitzende André Kramm einleitende Worte.

Die einen kennen Reinhard Langschied als engagierten Journalisten, die anderen als begabten Musiker und Bandleader und wieder andere kennen ihn als Fotografen. „Mir geht es wie so vielen berühmten Kollegen“, verrät Reinhard Langschied, „ich bin kein gelernter Fotograf“. Aber schon mit elf Jahren war der gebürtige Holzheimer Mitglied der Foto-AG in der Tilemannschule und konnte seine eigenen Fotoabzüge herstellen.

Während seiner Studienzeit arbeitete er als Reporter und schon damals gelang ihm sein erstes „Seite-Eins-Foto“ auf einer überregionalen Tageszeitung. Viele weitere Veröffentlichungen in Stern, Spiegel, FAZ und anderen Printmedien sollten folgen. Seine Brötchen verdiente Reinhard Langschied aber immer als schreibender Redakteur. „Ich war mir sicher, dass man vom Fotografieren nicht leben kann“, berichtet der heute 66-Jährige.

Erst mit Beginn des neuen Jahrtausends sollte sich alles ändern. Eine persönliche Tragödie – der Tod seines Sohnes – führte dazu, dass er weder schreiben noch musizieren konnte. Die Blockade fand erst nach Jahren ein Ende, als eine Fotografin ihm Mut machte: „Du siehst die Motive und drückst im richtigen Moment drauf.“

„Egal, ob in heimatlichen Gefilden oder rastlos in der ganzen Welt unterwegs, Reinhard Langschied gelingt es, das Wesen und den Charakter des gewählten Motivs einzufangen und für uns Betrachter erkennbar zu machen“, so Kulturamtsleiterin Irene Rörig.

Die Ausstellung

Limburger Gesichter: Langschied veröffentlichte zwei erfolgreiche Bücher: „Limburger Gesichter“. Da sich kein Verleger und Herausgeber für dieses Projekt fand, übernahm er diese Aufgabe selbst. Es folgte das Projekt „Limburg von oben“. Auch diese Veröffentlichung ist mittlerweile ein begehrtes Sammlerstück. Inzwischen ist der studierte Musiker zudem ein sehr gefragter Hochzeitsfotograf; denn gerade hier kommt es darauf an, die magischen Momente einzufangen.

Zu seinen Vorbildern zählt Langschied den berühmten mittlerweile verstorbenen Stern-Fotografen Robert Lebeck, der als Grußwort für die „Limburger Gesichter“ anerkennend schrieb: „Tolle Bilder!“ Von ihm bekam Reinhard Langschied so manchen väterlichen Rat; zum Beispiel den: Kein Foto ist es wert, dafür sein Leben aufs Spiel zu setzen.

 

Fotografien aus aller Welt: Vor genau zehn Jahren begann für den Fotojournalisten ein neuer Lebensabschnitt. Seither reist er um die Welt und betätigt sich als Streetlife-Fotograf. Lange bevor die Rohingyas in der Weltpresse auftauchten, fotografierte er sie in Burma, dem heutigen Myanmar. Einmal legten die Gelbhemden in Thailand den Flughafen lahm, einmal die Rothemden ganz Bangkok. Immer war der heimische Fotograf vor Ort und schoss packende Bilder.

In Namibia fotografierte er Aids-Waisenkinder und besuchte Himbas in ihrem Gral. In Kuba verbrachte er die Nächte Zigarre rauchend in Jazzclubs und die Tage am Prado oder am Malecon in Havanna. In Indien war es die heilige Stadt Varanasi, die ihn in seinen Bann zog. In Kapstadt hatte es ihm das Nachtleben in der Long Street angetan und in Kambodscha durfte er König Sihamoni bei einer Militärparade in Phnom Penh fotografieren. Und in Tel Aviv riss ihn die Lebensfreude der jungen Israeli bei einer Techno-Parade mit.

Künftig nur noch gemeinsam

Es ist eine bunte Welt von Bildern, die Reinhard Langschied erstmals in dieser Fülle und Komplexität in Limburg zeigt. „Das ist übrigens die letzte unter meinem Namen firmierende Ausstellung“, kündigt der Künstler an. „In Zukunft werde ich nur noch gemeinsam mit meiner Frau in der Öffentlichkeit auftreten.“ Dr. Christiane Langschied ist Ärztin und eine hochgelobte Fotografin. Gemeinsam zieht das Paar in jeder freien Minute mit den Kameras in die Welt hinaus und Reinhard Langschied ist sich sicher: „Gemeinsam sind wir unschlagbar.“

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten der Kunstsammlungen: Montag und Dienstag von 8:30 bis 12 Uhr, Mittwoch von 8:30 bis 14 Uhr, Donnerstag von 8:30 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr, Freitag/Samstag/Sonntag/Feiertage von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter www.limburg.de.

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