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Das Wetter war deutlich besser als an den vergangenen drei Radverkehrstagen. Der Terminwechsel von April auf Mai zahlte sich zumindest am vergangenen Samstag aus, strahlender Sonnenschein und fast schon zu hohe Temperaturen. „Es war die richtige Entscheidung, den Aktionstag zu verlegen“, zeigte sich Bürgermeister Dr. Marius Hahn überzeugt. Doch er beließ es im Gespräch mit Moderatorin Nicole Frenken nicht bei Wetterbeobachtungen, sondern forderte dazu auf, sich aktiv um eine Mobilität zu bemühen, die die Stadt und ihre Bewohner weniger belastet.
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Letzte Anweisungen vor dem Start durch den Fahrradparcours der Kreisverkehrswacht. Ein Angebot für den Nachwuchs, der die Aufgaben in den allermeisten Fällen auch erfüllte.
„Unser Motto lautet: Unterwegs für gute Luft. Limburg braucht gute Luft“, so Hahn. Und daher sei es notwendig, dass sich mehr Menschen in der Stadt umweltfreundlich bewegen. Die Hälfte aller Wege, die mit dem Auto zurückgelegt werden, seien kürzer als fünf Kilometer. Ideal zum Umsteigen, so Hahn. Würde in der Stadt künftig jede fünfte Fahrt unter fünf Kilometern statt mit dem Auto mit dem Rad zurückgelegt, „hätten wir schlagartig zehn Prozent weniger Autoverkehr, bessere Luft und der notwendige Wirtschaftsverkehr der Handwerker und anderer ein besseres Durchkommen“.

Radfahren kennt kaum Altersbegrenzungen. Die jungen Radler/innen waren beim Aktionstag mit einem speziellen Parcours gefordert. Zwischen Stangen und Hütchen galt es zu fahren, einen kleinen Ball aufzunehmen und anschließend wieder abzulegen oder mit den Rädern über Säcke zu fahren, die Kies oder Sand enthielten. Der Parcours der Verkehrswacht Limburg-Weilburg wurde vom Nachwuchs gut gemeistert, wie Frank Zimmer erläuterte. „Der Parcours zielt darauf ab, Anforderungen aus der Praxis des Radfahrens zu schulen, so Zimmer weiter.

Rund ums Rad

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Mit drei Nachwuchsfahrerinnen war der FC Dorndorf auf dem Radaktionstag der Stadt Limburg vertreten und bot dabei einen Einblick in das Kunstradfahren.
Wenige Meter entfernt unter dem Dach der WERKStadt präsentierten Sina Wirfler, Marie Meißner und Johanna Bardenheier vom FC Dorndorf eine Art des Radfahrens, die viel Training und auch Talent erfordert. Kunstradfahren nennt sich die Disziplin, die mit turnerischen Elementen auf zwei Rädern für Staunen sorgte. Angst kennen die drei jungen Sportlerinnen dabei nicht, wie sie im Interview mit Nicole Frenken sagten. Und Markus Bardenheier als Trainer ergänzte, dass das Trainieren von Stürzen ein fester Bestandteil ist, denn ganz ohne Stürze geht es trotz behutsamer Steigerung der Schwierigkeitsgrade nicht.

Der Radaktionstag der Stadt Limburg bot durchaus Gelegenheit, reichlich neue Erfahrungen mit und auf dem Rad zu sammeln. Zum Beispiel auch an den Simulationsständen. Da ging es zum einen darum, mächtig in die Pedale zu treten, um Strom zu produzieren. An einem zweiten Stand galt es eine schnelle Reaktion zu zeigen, wenn sich ein Hindernis auf dem Bildschirm zeigte. Was auf dem Rad zu tragen ist, zeigten Schülerinnen und Schüler der Marienschule, die modernes und funktionelles Outfit Limburger Sporthäuser (Bike-Villa und Intersport Begro) präsentierten.

E-Mobilität stark gefragt

Um Fahrräder ging es auch am Stand der ehrenamtlichen Helfer, die mit ihrem Engagement Flüchtlinge in der Stadt unterstützen, indem sie Fahrräder reparieren und gangbar machen, die dann als erstes Fortbewegungsmittel in dem neuen Land dienen. Über 300 Fahrräder sind auf diese Weise schon zur Verfügung gestellt worden und einige von denen, die nun auf zwei Rädern unterwegs sind, nutzen die Gelegenheit zum Austausch.

Bike-Villa und die Fahrradwerkstatt der Lebenshilfe präsentierten neue Entwicklungen. Die Bike-Villa zeigte dabei Sondermodelle, mit denen sich schon einiges an Transportvolumen bewegen lässt oder wie sich E-Mobilität und Sport auf zwei Rädern verbinden lässt. „Der Trend ist ganz klar, E-Mobilität auf zwei Rädern ist ein großes Thema“, verdeutlichte Heinz-Josef Herber von der Fahrradwerkstatt der Lebenshilfe. Dabei machen er und seine Kollegen jedoch auch die Erfahrungen, dass Umsteiger oder Anfänger bei der Frage nach der Leistung des Motors oder des Akkus so wichtige Kriterien wie Rahmengröße und Sitzposition außer Acht lassen.

Kleine und große Runden

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Stephanie Kügler lud mit ihrem Velotaxi zu kurzen Rundfahrten durch die Innenstadt ein. Für den Antrieb sorgen Muskelkraft und ein E-Motor.
Gut sitzen war auf jeden Fall in den Velo-Taxis angesagt, die auf eine kurze und kostenfreie Tour durch die Innenstadt einluden. Stephanie Kügler, Auszubildende bei Velo-Taxi in Frankfurt, nutzt beim Transport der Fahrgäste nicht nur ihre Beinkraft, sondern erhält Unterstützung durch einen E-Motor. „Jetzt um die Mittagszeit hat das Interesse an einer Fahrt deutlich zugenommen“, sagte sie und brach zu einer neuen Runde über Neumarkt, Werner-Senger-Straße und Diezer-Straße auf.

Deutlich größer war die Runde, zu der der Verkehrsverein einlud.  Von Limburg nach Diez und wieder zurück, versehen mit reichlich Informationen zu den Sehenswürdigkeiten, die sich auf dem Weg befinden. Rund 90 Minuten waren dafür einzukalkulieren. Erheblich weniger Zeit benötigte das Ausfüllen eines Fragebogens, mit dem der ADFC aufwartete. Christine Rhodes, Vorsitzende des Kreisverbands, machte dabei auch auf einige gesetzliche Änderungen aufmerksam, wonach inzwischen auch Begleitpersonen von unter achtjährigen Radfahrern auf dem Bürgersteig fahren dürfen.

Sehr zufrieden

Gregor Benner von der Stadtverwaltung, der zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen zum vierten Mal den Radaktionstag ausrichtete, zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz und dem Interesse. Am Stand der Stadtverwaltung gab es unter anderem Informationen über das Radwegenetz und die in den vergangenen Jahren erreichten Verbesserungen für die Zweiradfahrer/innen.

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