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Die Limburger Innenstadt ist um eine Attraktion reicher. In der Werner-Senger-Straße bewegen sich zwei Figuren aufeinander zu und reichen sich die Hände. Aufeinander zugehen, Hände reichen kommt zum Glück noch täglich vor in der Stadt, aber nun ist es ein technischer Vorgang. Zwei Figuren aus Stahl in einem Rahmen aus Stahl und geschützt durch Glas bewegen sich, reichen sich die Hände und entfernen sich wieder. „Monument of Friendship“ nennt sich das Gebilde, kurz MoF.
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Das "Monument of Friendship" vor dem alten Rathaus. Zwei Figuren bewegen sich aufeinander zu und reichen sich die Hände. Ein Gemeinschaftsprojekt der Friedrich-Dessauer-Schule mit ihrer polnischen Partnerschule.
Um das Monument zu verwirklichen, hat es ganz viele Bewegungen aufeinander zu gegeben. Zwischen der Limburger Friedrich-Dessauer-Schule und ihrer polnischen Partnerschule in Chrozòw, zwischen den Schülerinnen und Schülern, zwischen verschiedenen technischen Fachrichtungen, zwischen den Schulen und unterstützenden Unternehmen und schließlich zwischen der Dessauer-Schule und der Stadt, um einen Standort zu finden und das Projekt in rekordverdächtiger Zeit umzusetzen.

Am Freitag war auf dem Europaplatz und der Werner-Senger-Straße der große Showdown. Den Startknopf betätigten die Hessische Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Lucia Puttrich, Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn, der Vorsitzende des Kreistages Limburg-Weilburg und Landtagsabgeordnete Joachim Veyhelmann, die Schulleiter Stefan Laux (FDS) und Krystian Biadacz (Chrozòw), Schülerinnen und Schülern. Und die Figuren bewegten sich natürlich wie vorgesehen aufeinander zu, unter anderem noch unter den Augen von Stadtverordnetenvorsteher Michael Köberle, Martin Rabanus (MdB), Andreas Hofmeister und Tobias Eckert (MdL) und Sigi Wolf (Ortsvorsteherin). Auch Vertreter zahlreicher Unternehmen, die sich an dem Projekt beteiligten, nahmen an der Eröffnung teil.

Gemeinschaft und Respekt

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Ministerin Lucia Puttrich hat ihre Hand auf dem Startknopf und erhält dabei junge Unterstützung.Mit dabei sind unter anderem Martin Rabanaus (2.v.l.), Michael Köberle (3.v.l.), Dr. Marius Hahn und Joachim Veyhelmann (Bildmitte) sowie Stefan Laux (rechts).
„Es ist ein Gemeinschaftsprojekt mit unserer polnischen Partnerschule, das wir fast vor einem Jahr auf den Weg gebracht haben“, erklärte Schulleiter Stefan Laux zum Auftakt der Eröffnungsfeier, die der Unter- und Mittelstufenchor der Marienschule musikalisch begleitete. Beide Schulen wollen damit ein Zeichen der Freundschaft setzen, sich für ein gemeinsames Europa stark machen. Anerkennung und viel Lob gab es dafür. „Gemeinschaft und gegenseitiger Respekt sind Merkmale dieses Projekts“, lobte Joachim Veyhelmann.

„Die heutige Jugend ist verdammt gut“, machte Dr. Marius Hahn deutlich. Viel über Freundschaft und Völkerverständigung zu schreiben sei das eine, es dann auch konkret umzusetzen und gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen das andere und zudem auch der wichtigere Part. Das sei mit dem Monument auch gemacht worden. Hahn zeigte sich auch erstaunt darüber, wie schnell sich das alles umsetzen ließ. Den Ball nahm Schulleiter Stefan Laux auf, der sich ausdrücklich bei der Limburger Politik und Verwaltung für die Unterstützung und unkomplizierte Begleitung bedankte.

"Ein starkes Symbol"

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Die Schulleiter Stefan Laux und Kristian Biadacz sind stolz auf das, was ihre Schülerinnen und Schüler mit dem "Monument of Friedship" verwirklicht haben.
„Die Mehrheit in Deutschland spricht sich für ein gemeinsames Europa aus, 75 Prozent sind es“, warb Ministerin Lucia Puttrich dafür, den Mehrheitswillen auch zu leben. Bei der Gestaltung der Zukunft Europas dürfe nicht den Populisten das Wort überlassen werden, die deutlich in der Minderheit seien. Für die Ministerin sie sind die beiden Figuren, die sich aufeinander zu bewegen und sich die Hand reichen, ein starkes Symbol. Ein Zeichen dafür, wie aus Feinden Freunde werden können. Aber auch ein Zeichen für die Zukunft, denn dass Reichen der Hände verdeutliche auch: Freundschaften müssen gepflegt werden. Und sie zeigte sich überzeugt davon, wonach die Schülerinnen und Schüler, die an dem Projekt beteiligt waren, durch ihre persönlichen Begegnungen viel in Bewegung gesetzt haben.

Für die Schülerinnen und Schüler beschrieben Lorena Bommel und Maurice Baumann die verschiedenen Phasen des Projekts von der Idee bis zur Umsetzung. So sind in fünf Gruppen Ideen entworfen worden, wie ein „Monument of Friendship“ aussehen könnte. Diese Vorstellungen sind in Videos visualisiert und dann auf Facebook zur Abstimmung gestellt worden. Was nun in der Fußgängerzone steht, ist die Umsetzung der Idee mit den meisten Stimmen.

Infos über die Stele

Verschiedene technische Fachrichtungen haben an der Umsetzung mitgewirkt. Elektrotechniker, Informatiker, Techniker aus den Bereichen Metall und Bau. Das MoF ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit dieser verschiedenen Fachbereiche. Der Impuls, sich aufeinander zu zu bewegen, kann an dem Rahmen des Monuments ausgelöst werden, lässt sich in Zukunft aber auch durch eine App auslösen. Die Steuerung für das MoF befindet sich im Keller des alten Rathauses. Die dort befindliche Stele dient nun einem neuen Zweck und informiert über das „Monument of Friendship“.

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