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Zum sechsten Mal verlegt der Künstler Gunter Demnig in Limburg Stolpersteine. Am Montag, 7. Mai, werden zwölf neue Gedenksteine in Limburg und Dietkirchen verlegt, damit erhöht sich die Zahl der in der Stadt befindlichen Stolpersteine auf 97.
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85 Stolpersteine erinnern in Limburg bereits an Opfer des NS-Regimes, nun kommen zwölf neue Steine hinzu.
Alle Stolpersteine erinnern an Opfer der NS-Diktatur. Die Steine werden dort verlegt, wo die Opfer ihren letzten frei gewählten Wohnort hatten. Am 7. Mai beginnt Gunter Demnig, der 1992 mit seinem inzwischen europaweiten Gedenkprojekt startete, um 13.30 Uhr die Verlegung in der Straße „Rütsche 2“. Weitere Standorte an diesem Tag sind die Josef-Ludwig-Straße 3, Schiede 15 und 16, Rohrweg, Wiesenstraße 9, Moritz-Hilf-Straße 7 und in Dietkirchen das Pfarrhaus. Die neuen Stolpersteine erinnern an Menschen, die aufgrund ihres jüdischen Glaubens diskriminiert, verfolgt und ermordet wurden, wegen geistiger Behinderung der „Euthanasie“-Aktion zum Opfer fielen, wegen ihrer politischen Einstellung verfolgt wurden oder sich als Priester den Nationalsozialisten widersetzten.

Mit der Verlegung am 7. Mai erhöht sich die Anzahl der in der gesamten Stadt verlegten Stolpersteine auf 97. Die meisten von ihnen erinnern in der Kernstadt an die Opfer, Stolpersteine liegen aber auch schon in Eschhofen, Lindenholzhausen und Staffel, jetzt kommt noch Dietkirchen hinzu. Nach Angaben von Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker, der die Aktion in Limburg betreut und auch die Biographien der Opfer erforscht, ist nach dem derzeitigen Stand von etwa 115 Stolpersteinen in der gesamten Stadt auszugehen.

Alle Stolpersteine werden in Limburg über Spenden finanziert. Für weitere Auskünfte steht Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker unter Tel. (06431) 203368 und per Email: christoph.waldecker@stadt.limburg.de zur Verfügung.

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