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Ein Zyklus der ausgestellten Zeichnungen führt den Werktitel »Another day in paradise«, Thema: Adam und Eva oder das Selbstverständnis von Mann und Frau im Heute".

Mit einer Lupe und Äpfeln empfing INK Sonntag-Ramirez Ponce die Gäste in den Kunstsammlungen der Stadt Limburg. Dort zeigt die Künstlerin über 40 Zeichnungen. Die Ausstellung startete sie mit einer Verführung in Form eines Apfels, sich auf den Ursprung der Kunst, Zeichnungen mit dem Bleistift, einzulassen. Und die Lupe diente dabei als Hilfsinstrument, um die Feinheiten der Linienführung zu erkennen.

Über 40 Zeichnungen stellt die Künstlerin in den Kunstsammlungen bis zum 3. Juni aus. Es sind vor allem Portraits, die sie präsentiert. Portraits, in unendlich vielen Stunden mit dem Bleistift gezeichnet. Portraits, die den Blick in das Innere gewähren und die dabei viel Lebensfreude ausstrahlen. „Wenn ich mit dem Portrait fertig bin, dann kenne ich den Menschen, den ich gezeichnet habe“, sagt INK Sonntag-Ramirez Ponce ganz selbstbewusst.

Nach dem musikalischen Auftakt mit Gitarre und Saxophon (Lukas Schmidt und Jonas Wiesner) stellte Stadtrat Stephan Geller die Künstlerin und ihre Werke vor. Jedes Portrait fange den Blick der Betrachter ein und sei eine Aufforderung, in Kontakt zu treten mit denen, die INK gezeichnet habe. Limburg könne stolz darauf sein, eine Auswahl ihrer Werke zeigen zu können. Geller dankte dabei auch verschiedenen Sammlern, die Zeichnungen zur Verfügung gestellt haben, damit sie in den Kunstsammlungen der Stadt gezeigt werden können.

INK, im englischen bedeutet dies Worte Tinte, ist keine akademisch ausgebildete Künstlerin, sondern Autodidaktin, die mit Tinte anfing zu zeichnen. Die Grundlagen von dem, was sie als Künstlerin umsetze, sei in der gymnasialen Oberstufe gelegt worden. Und deshalb zeigte sie sich auch froh darüber, dass ihr ehemaliger Kunstlehrer an der Ausstellungseröffnung teilnahm. Ihre erste Arbeit sei ein Selbstportrait gewesen, das sie mit einer Person aus der Werbung zeigte, so die gestellte Aufgabe. „Als ich mit dem Portrait fertig war, hatte ich ganz viel über mich selbst gelernt“, sagte sie während der Ausstellungseröffnung.

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Die Künstlerin, ihr Modell und das Werk: Adam (Jesus Christ Superstar).

Genau hinschauen, das ist ein Merkmal ihres Schaffensprozesses. Dazu kommt die Idee der Umsetzung und anschließend viel Zeit beim Zeichnen. Ein einmal begonnener Strich mit einem Bleistift darf nicht abgesetzt werden, denn die Stelle, wo wieder angesetzt wird, sei immer zu erkennen, gab sie Einblick in ihre Art des Arbeitens. Es sind unendlich viele Striche, gezogen mit Bleistiften unterschiedlicher Härtegrade, Grafitmischungen und herausgearbeiteten Bleistiftspitzen.

„Den Reichtum der anderen erkennen, ihn wahrzunehmen und anschließend auch in den Zeichnungen lebendig werden zu lassen“, das ist nach ihren eigenen Angaben die Aufgabe an sie als Künstlerin. Dabei gibt es viel Schönes und Wunderbares zu entdecken. Dies erschließe sich meist aber nur mit einem genauen Blick, der sich vom Ballast des Heute mit seinen vielen bunten schrillen Farben und seiner Schnelllebigkeit befreit.

„Alle Menschen sind so phantastisch und so voller Reichtum“, warb die Künstlerin für einen besonderen Blick, den sie ihrer Eva, dem „Schorsch“ oder auch ihrem Adam oder Jesus Christ Superstar hat zukommen lassen. Was dieser Blick erfasst hat und die Künstlerin anschließend auf Papier und mit vielen Bleistiftstrichen umgesetzt hat, kann in den Kunstsammlungen angeschaut werden.

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Angeregte Diskussion zwischen INK Sonntag-Ramirez Ponce und dem Vorsitzenden des Fördervereins Bildende Kunst, André Kramm.

„Es ist schön hier zu sein“, zollte die Künstlerin der Stadt, den Kunstsammlungen und der liebevollen Betreuung durch das Team des Kulturamts ein aufrichtiges Dankeschön. „Einfach schön“, fasste André Kramm als Vorsitzender des Fördervereins Bildende Kunst, der die Ausstellung mit unterstützt, das zusammen, was INK als Seelenzeichnerin in dem Historischen Rathaus präsentiere, Und als belebend stuft Kramm auch die vernehmbare Freude ein, mit der INK über ihre Arbeit während der Eröffnung berichtete.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Kunstsammlungen der Stadt Limburg,Montag und Dienstag von 8:30 bis 12 Uhr, Mittwoch von 8:30 bis 14 Uhr, Donnerstag von 8:30 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr sowie Freitag/Samstag/Sonntag/Feiertage von 11 bis 17 Uhr besucht werden, der Eintritt ist frei.

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