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Der Zustand der Kettensäge, die Sicherheitskleidung der Mitarbeiter, die Lagerung von Betriebsstoffen, Farben und Lacken, der Zustand der Maschinen oder auch der Kenntnisstand der Mitarbeiter in Bezug auf Unfallverhütung, all das weckte das Interesse von Dr. Eric Werner-Korall. Der Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen hatte für alles ein waches Auge und offenes Ohr, als er den Betriebshof der Stadt Limburg aus Anlass seiner Rezertifizierung überprüfte. Der Betriebshof und seine verschiedenen Abteilungen haben bestanden, die Zertifizierung nach EcoStep ist verlängert.

Der Baum liegt. Was ist gut gelaufen, was hätte besser sein können, darüber informiert Auditor Dr. Eric Werner-Korall (2.v.r.) die Betriebshof-Mannschaft (v.l.) Michael Menier, Klaus Kunz, Matthias Beul sowie Peter Weitershausen (rechts).

Betriebliche Abläufe verbessern, den Arbeitsschutz verbessern, möglichst die Umwelt schonen, das sind Ziele der Zertifizierung. Vor über drei Jahren hat sich die Stadt mit ihrem Betriebshof zum ersten Mal einer entsprechenden Überprüfung gestellt, nun stand die Verlängerung des Zertifikats an, wie die Qualitäts- und Umweltbeauftragte der Verwaltung, Monika Schiebel, erläutert. Und Auditor Werner-Korall zeigte sich überaus angetan von dem, wie sich die Einrichtung der Stadt präsentierte. „Ein sehr professionell arbeitender Betriebshof, in dem die Mitarbeiter auch über ihren eigenen Tellerrand hinausschauen. Es wird auch darauf Wert gelegt, dass Qualität eine Rolle spielt“, zollte er Lob und Anerkennung.

„Das hören wir gerne“, sagte der Erste Stadtrat Michael Stanke, der als Dezernent für den Betriebshof zuständig ist. Und was der Auditor mit Qualität meint, zeigte sich während der Visite in Limburg unter anderem an der Station Europaplatz. Dort wurden die neuen Verkleidungen für die Spielgeräte in Augenschein genommen, die immer dann in Einsatz kommen, wenn sich auf dem Europaplatz Gegenstände oder Fahrzeuge befinden, die nicht mehr ausreichend Sicherheitsabstand zu den Spielgeräten ermöglichen. Dafür haben die Schreiner des Betriebshofs spezielle Verkleidungen gebaut, die als Hocker oder Tisch genutzt werden können.

Vielfältige Aufgaben

Ortstermin auf dem Europaplatz. Auditor Dr. Eric Werner-Korall lobt die Stadt für ihre qualitativ hochwertigen Lösungen. Monika Schiebel, Erster Stadtrat Michael Stanke und Klaus Kunz hören das Lob gerne.

Den Auftakt der Begutachtung bildete das Fällen eines Baums am Spielplatz im Tal Josaphat. Dort hatte der letzte Sturm bereits einen Baum auf den Spielplatz kippen lassen, der das Toilettenhäuschen und ein Spielgerät beschädigte. Peter Weitershausen und Bernd Witterhold fällten unter Beobachtung einen zweiten Baum, dessen Standsicherheit nicht mehr gewährleistet war. Dabei interessierte sich Werner-Korall nicht nur für das Fällen selbst, sondern natürlich auch für Helm und Schuhe der Mitarbeiter, für den Zustand der Kettensägen und deren Wartung oder auch für die Sicherheitstechnik an dem Häcksler.

Im ICE-Gebiet ließ sich der Auditor den Rückbau eines Absperrgitters demonstrieren, im Schwimmbad begutachtete er die Rückschnitt- und Pflanzarbeiten der Stadtgärtner, am Bahnhof galt es die Entfernung eines beschädigten Baums und die anschließenden Arbeiten zur Herstellung der Oberfläche in Augenschein zu nehmen und bei all dem ging es auch immer wieder darum, welchen Kenntnisstand die Mitarbeiter haben, wenn es um die von den Maschinen ausgehenden Gefahren geht und um die Sicherheitsbestimmungen, die zu beachten sind.

Verbesserungen eingetreten

Eine neue Maschine in der Schreinerei des Betriebshofs. Auditor Dr. Eric Werner-Korall nimmt die Absaugeinrichtungen in Augenschein, links Michael Menier.

Natürlich standen auch die Einrichtungen auf dem Betriebshof selbst im Focus. Verschiedene Werkstätten sind dort vorhanden, um die vielfältigen Aufgaben auch erledigen zu können. Auch wenn der Auditor Werner-Korall insgesamt einen sehr positiven Eindruck von dem Betriebshof, dessen Mitarbeitern aber auch von dem dort zur Verfügung stehenden Werkzeugen und Maschinen hat, zu verbessern gibt es natürlich auch noch etwas. Wenn der Behälter für Schutzbrillen leer ist, dann ist das schnell zu beheben. Auch bei Schleifsteinen gibt es in Sachen Sicherheit etwas zu verbessern.

Nach Angaben von Klaus Kunz, Leiter des städtischen Betriebshofs, haben die Zertifizierung und die damit verbundenen Änderungen zu deutlichen Verbesserungen geführt. So habe es zu Beginn der Vorbereitung auf das Qualitäts-, Umweltmanagement und die nach EcoStep zertifizierte Arbeitssicherheit auf dem Betriebshof noch keinen separaten Raum zur Aufbewahrung von gefährlichen Stoffen gegeben, inzwischen ist das Standard. Auch die Ausstattung der Mitarbeiter mit persönlicher Schutzausrüstung (PSA) wurde entscheidend ausgeweitet.

Neue Sole-Anlage

„Ich bin auch erfreut, dass die vor über drei Jahren angesprochenen Punkte tatsächlich behoben sind“, sagte der Auditor zu Kunz sowie den Abteilungsleitern Michael Menier (Bauhof) und Matthias Beul (Stadtgärtnerei). Kritisiert hatte Werner-Korall im Rahmen der Zertifizierung vor über drei Jahren zum Beispiel die Mischanlage für Sole, aus der die Fahrzeuge des Winterdienstes zum Streuen von Feuchtsalz gespeist werden. Inzwischen gibt es eine doppelwandige Anlage, Leckagen gehören der Vergangenheit an und die Anlage wird elektronisch überwacht.

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