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Mit diesen Bussen wurden die Opfer nach Hadamar gefahren und dort ermordet. Foto: Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

Der Widerstand und die Mitwirkung der evangelischen Kirche bei der NS-„Euthanasie“ ist am Donnerstag, 22. Februar, um 19 Uhr das Thema im Sitzungssaal des Limburger Rathauses. Dort setzt Dr. Uwe Kaminsky von der Ruhr-Universität Bochum die Vortragsreihe „Hadamar-Gespräche – zu Medizingeschichte, Nationalsozialismus und den Folgen“ fort. Es ist der erste Vortrag in diesem Jahr. Die Reihe wird in Zusammenarbeit der Gedenkstätte Hadamar und des Limburger Stadtarchivs seit 2014 angeboten.

“Gebrochene Verweigerung – Wiederstand und Mitwirkung der evangelischen Kirche bei der NS-„Euthanasie“, unter diesem Aspekt wird Kaminsky Beispiel für den Widerstand gegen die NS-„Euthanasie“ wie für die Hinnahme dieses Verbrechens vorstellten. Beide großen christlichen Kirchen sahen nach dem Ende der NS-Zeit in der Frage nach ihrem eigenen Verhalten zur NS-„Euthanasie“ einen wichtigen Schlüssel zur Bekräftigung ihres moralischen Führungsanspruches nach der „deutschen Katastrophe“. Die Frage „Was hat die Kirche dagegen gemacht?“ beschäftigte schon früh kirchliche Repräsentanten.

Dr. Uwe Kaminsky forscht seit vielen Jahren zu den nationalistischen Krankenmorgen. Sein Buch „Zwangsterilisation und „Euthanasie“ im Rheinland gehört zu den frühen Standardwerken. Der Eintritt zu dem Vortrag am Donnerstag, 22. Februar, 19 Uhr, im Sitzungssaal des Limburger Rathauses ist frei. Weitere Auskünfte gibt es von Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker, Email: christoph.waldecker@stadt.limburg.de.

Die Vortragsreihe wird am Donnerstag, 17. Mai, fortgesetzt. Professor Dr. Magnus Brechtken, stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München, widmet sich dabei Albert Speer, dem Nationalsozialisten und Erinnerungskonstrukteur.

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