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Pau ist eine französische Stadt in der Nähe der spanischen Grenze. Das dortige Lycée Barthou unterhält partnerschaftliche Beziehungen zur Tilemannschule. Das ermöglicht in beiden Einrichtungen jeweils ein bilinguales Abitur.
Während des Aufenthalts in Limburg steht für die Schülerinnen und Schüler aus dem französischen Pau und ihre Gastgeber der Tilemannschule stets auch ein Besuch im Rathaus auf dem Programm. Dort stellte Bürgermeister Dr. Marius Hahn kurz die Stadt und ihre Geschichte vor.

Das französische Unternehmen OVH betreibt in Limburg seit Mitte des vergangenen Jahres sein erstes Rechenzentrum in Deutschland. Und wenn es im Rathaus Besuch aus Frankreich gibt, dann weist Bürgermeister Dr. Marius Hahn natürlich auch auf diesen Standort hin, schließlich gehört OVH zu den großen Anbietern und Limburg ist unter verschiedenen anderen Standorten ausgewählt worden. Die Schülerinnen und Schüler, die Hahn zuhörten, stammen aus Pau, die Stadt liegt nicht weit entfernt von der spanischen Grenze. Zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 der Tilemannschule hatten sich die Gäste im großen Sitzungssaal des Rathauses eingefunden. Dort informierte der Bürgermeister über die Stadt, deren Geschichte, über Sehenswürdigkeiten und die wirtschaftliche Bedeutung für die Region. Und er lud die jungen Besucher dazu ein, sich in das Gästebuch der Stadt einzutragen.

Eine Übersetzung der Vorstellung war diesmal gar nicht notwendig, denn die 21 Schülerinnen und Schüler des Lycée Barthou sind schon zum zweiten Mal in Deutschland, haben regelmäßig Deutschunterricht und erhalten zudem noch in zwei Fächern Unterricht in deutscher Sprache. Das Lycée Barthou ist seit mehreren Jahren die Partnerschule der Tilemannschule beim Projekt AbiBac, wobei Abi für das deutsche Abitur steht und bac die Abkürzung für das französische Pendant baccalauréat ist.

Mehr als Sprache lernen

Das Erlernen der fremden Sprache spielt dabei natürlich eine ganz wichtige Rolle. Und nach Einschätzung von Stefanie Reitz, sie unterrichtet an der Tilemannschule die AbiBac-Klasse, ist es für die Vertiefung der Sprachkenntnisse elementar, auch in den Fächern Geschichte und PoWi französisch sprechen zu müssen. „Das sind elf Stunden in der Woche mit einer Fremdsprache“, rechnet Stefanie Reitz vor.

Ihr Kollegin Christina Zipper aus Pau blickt noch über das Erlernen der Sprache hinaus. Bei den gegenseitigen Besuchen, die Tilemänner werden Ende Mai/Anfang Juni in der französischen Stadt sein und dabei genauso in Gastfamilien aufgenommen werden wie dies derzeit in Limburg der Fall ist, geht es auch darum das kennenlernen, was im Land der Gastgeber anders ist als Zuhause. Diesmal, so Christina Zipper, geht es zum Beispiel um die Art der beruflichen Ausbildung in Deutschland und um den Jugendschutz.

Natürlich bleibt auch noch Zeit, neben dem Schulbesuch und dem Aufenthalt in den Familien noch zu Ausflügen und Erkundungen aufzubrechen. Auf dem Programm stehen diesmal Abstecher und Ausflüge nach Koblenz und Frankfurt oder auch in das Mathematikum in Gießen.

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