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„Komme ich zu meinem Haus?“, „Wo kann ich mein Auto parken?“, „Ist gewährleistet, dass die Feuerwehr und Rettungsdienste auch zu uns kommen können?“, „Ist der Mühlberg nicht zu steil, um ihn befahren zu können?“ – die Anlieger aus der Limburger Altstadt stellten zahlreiche Fragen im großen Sitzungssaal des Rathauses. Dort erläuterten Fachleute eines Ingenieurbüros sowie die Vertreter der Stadt, was in den kommenden Monaten im Bereich Nonnenmauer, Domstraße und Mühlberg passiert.

Ein Blick aus der Luft zeigt deutlich den Verlauf der Baustellen (farblich unterlegt) durch die Altstadt: Nonnenmauer, Domstraße und oberer Mühlberg. Foto: Artec Ingenieurbüro

Die drei Straßen in der Limburger Altstadt werden vom 12. Februar an zur Baustelle. Nicht alle auf einmal, sondern nacheinander. Für Anlieger ist dies mit Einschränkungen bis voraussichtlich Ende November verbunden. Vor allem die Nonnenmauer, die vom 30. Juli an zur Baustelle wird, und in dieser Zeit nicht befahren werden kann, wird die Arbeiter beschäftigen, denn dort sind alle Versorgungsleitungen und der Kanal auszutauschen, anschließend erhält die Straße wieder ein Natursteinpflaster, das bisherige Betonpflaster verschwindet.

Die Häuser sind jederzeit erreichbar, versprach Martin Uphues als Leiter der Limburger Tiefbauamtes, der zusammen mit seinem Kollegen Harald Diehl für die Stadt informierte. Allerdings sind die Häuser nicht immer anfahrbar, darauf müssen sich die Bewohner einstellen. Und die Wege hoch zum Dom werden manch fahrerische Überwindung kosten, denn während der Bauphase in der Nonnenmauer und teilweise auch schon während der Arbeiten an der Domstraße führt der Weg hoch zum Dom über den Mühlberg. Und der ist recht steil. Das Gefälle bzw. die Steigung beträgt fast 22 Prozent. Aber der Mühlberg ist befahrbar, davon sind die Fachleute überzeugt.

Nur für Anlieger

Damit die Anlieger, nur sie haben eine Zufahrtserlaubnis, den Weg über den Mühlberg nehmen können, muss die dortige Treppenanlage beseitigt werden, verdeutlichte Peter Weiß vom Ingenieurbüro Artec. Während der Arbeiten im oberen Bereich des Mühlbergs, dort werden Wasserleitung und Kanal neu verlegt, sollten auch Fußgänger, die zum Dom wollen, den Bereich meiden. Ist der Mühlberg ertüchtigt, bis Anfang April sollen die Arbeiten dort beendet sein, wird der Verkehr über ihn mit Ampeln gesteuert. Sie stehen am Fuß des Mühlbergs und im Bereich der Einfahrt von der Domstraße.

Ampelanlage und Zufahrt über den Mühlberg sollen während der Bauphase für die Domstraße eingerichtet werden. Dort ist die Erneuerung des Pflasters notwendig, da viele Steine kaputt sind. Nach Angaben von Uphues sollen die neuen Steine aus Blaubasalt bestehen, sie sind deutlich härter und damit beständiger als das dort liegende Pflaster. Wichtige Neuerung ist ein sogenannter Komfortstreifen, der zwar auch aus Naturstein besteht, der jedoch eine gleichmäßige Fläche verspricht. Dieser 1,20 Meter breite Streifen soll es Menschen mit eingeschränkter Mobilität ermöglichen, leichter den Domberg und den Dom zu erreichen.

Brandschutz und Rettungsdienst

Größter Handlungsbedarf besteht nach Angaben der Fachleute in der Nonnenmauer, dort sind alle Ver- und Entsorgungsleitungen auszutauschen und die Oberfläche der Straße ist in einem schlechten Zustand. Der Komfortstreifen soll auf sanierten Straße mittig verlaufen, die bestehenden Einbuchtungen der Pflanzbeete bleiben bestehen. Die Straße ist für Fußgänger während der Bauzeit passierbar. Für die Müllentsorgung werden Sammelplätze für die einzelnen Tonnen eingerichtet. Nach Angaben von Harald Diehl wird sich für die Anwohner jedoch nichts ändern, sie können ihre Tonnen wie gewohnt vor das Haus stellen. Der Transport zu den Sammelstellen wird von den Bauarbeitern übernommen. Wichtig sei nur, die Tonnen entsprechend zu kennzeichnen.

Der Brandschutz und auch der rettungsdienstliche Einsatz sind natürlich während der kompletten Bauphase gewährt. Dazu werden im Schlosshof zwei Feuerwehrfahrzeuge fest stationiert, ebenso ein rettungsdienstliches Fahrzeug. Für entsprechende Rückfragen stand Stadtbrandinspektor René Jung zur Verfügung.

Verkehrsregelung

Die Baustelle und die damit verbundenen Änderungen für den Verkehr stellen auch Anforderungen an die Überwachung, dessen ist sich Paul Müller als Leiter des Ordnungsamts bewusst. Stärker kontrolliert werden Parkvorgänge auf dem Domplatz und dem dort befindlichen Parkplatz. Dabei geht es um die Parkberechtigung. Natürlich gibt es auch Zufahrtskontrollen, denn die Wege stehen nur Anliegern zur Verfügung. Und schließlich gibt es Handlungsbedarf am Fuße des Mühlbergs, denn dort befindet sich eine Kindertagesstätte mit reichlich Hol- und Bringverkehr.

„Wir müssen den Eltern einen Platz anbieten, wo sie ihre Kinder aus den Autos aus- und einsteigen lassen können“, so Müller. Allerdings ist vor der Ampel zum Mühlberg eine Aufstellfläche für Fahrzeuge notwendig und auf dem Steigungsstück entlang des Kitas-Geländes muss Begegnungsverkehr möglich sein. Es wird entsprechende Regelungen geben. Auf deren Einhaltung werden Mitarbeiter des Ordnungsamtes achten. Und gegebenenfalls muss dann noch nachgebessert werden, so Müller weiter. Dies werde dann die Praxis zeigen.

Überlegt werden soll noch, ob während der Bauphase zeitlich befristet auch eine Zufahrt über den Fischmarkt und die untere Domstraße ermöglicht werden kann. Das könnte am frühen Morgen und in den Abendstunden sein.

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