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Schülerinnen und Schüler der Klasse 8bR der Leo-Sternberg-Schule reinigten alle in der Innenstadt verlegten Stolpersteine.

85 Stolpersteine erinnern in Limburg und in Stadtteilen als das Schicksal Limburger Bürgerinnen und Bürger, die Opfer des NS-Regimes wurden. Die biografischen Angaben über die Menschen befinden sich auf einer Oberfläche aus Messing – und die muss immer wieder einmal gesäubert werden. Am Montag, 29. Januar, waren in der Stadt insgesamt sechs Teams unterwegs, die sich mit einem speziellen Reinigungsmittel, Tüchern und etwas Wasser den Stolpersteinen annahmen und ihnen wieder zu mehr Glanz verhalfen, so dass sie sich besser von dem umgebenden Belag der Straßen oder Wege abheben.

Es sind Schülerinnen und Schüler der Klasse 8bR der Leo-Sternberg-Schule, die sich der Stolpersteine annehmen. Sie begleiten mit ihrem Lehrer Andreas Waldhauer die Stolpersteinaktion der Stadt und haben in diesem Zusammenhang in der letzten Schulwoche vor Weihnachten über 400 Euro gesammelt, die sie wieder zur Verfügung stellen. Mit dem Geld ist die Finanzierung von drei weiteren Stolpersteinen gesichert. Am Montag, 7. Mai, ist der Termin für eine neue Verlegung mit dem Künstler Gunter Demnig.

Die Reinigungsaktion ist bewusst in die Nähe des Holocaust-Gedenktags (27. Januar) platziert worden, sagt Andreas Waldhauer. Für eine intensive Beschäftigung mit dem Holocaust hält er die Schülerinnen und Schüler der achten Klasse noch für zu jung, doch an solch speziellen Gedenktagen werde es immer wieder Thema. An der Schule selbst wird der internationale Gedenktag in den neunten und zehnten Klassen intensiv thematisiert.

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