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Mit der B8-Umgehung in Lindenholzhausen hat es Limburg in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans gebracht. Und im weiteren Verlauf der B8 sollen auch die Umgehungen in Niederbrechen und Bad Camberg realisiert werden. Eine Paketlösung also. Doch wann sie umgesetzt wird, das steht in den Sternen. Die Stadt Limburg, die dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung angeboten hat, dass sie in Vorleistungen für die Planungen eintreten könne, hat aus Wiesbaden eine klare Absage bekommen – zumindest bis zum Jahr 2021.

In Lindenholzhausen wird die Forderung nach einer Umgehung auch mit Schildern sichtbar gemacht, die allerdings recht klein sind und nicht sofort in Auge fallen.

Es ist für uns sehr bedauerlich, dass die zeitnahe Umsetzung einer längst überfälligen Entlastung nicht möglich ist“, zeigt sich Bürgermeister Dr. Marius Hahn enttäuscht. Dem Magistrat hat er das Schreiben aus Wiesbaden nun vorgelegt. Das Gremium reagierte mit Unverständnis auf die Antwort aus dem Ministerium. Wie es in dem Schreiben weiter heißt, gehört die Ortsumgehung Lindenholzhausen aufgrund ihres Planungsstandes nicht zu dem Projektkontingent, das von 2017 bis 2021 prioritär bearbeitet werden kann.

In dem Schreiben heißt es weiterhin, dass selbst bei Vorleistungen durch die Stadt, „ein nicht unerheblicher Abstimmungs- und betreuungsaufwand bei Hessen Mobil verbleiben würde.“ Das würde Ressourcen binden, die jedoch in der Behörde durch eine Vielzahl anderer Projekte mit höherer Priorität gebunden sind. Die Stadt Limburg ist bereit, die Kosten für Planungsarbeiten zu übernehmen, 300000 Euro stehen im laufenden Haushalt zur Verfügung und werden übertragen in das neue Jahr.

In dem bis zum Jahr 2021 vorgesehenen Projektkontingent sei die Ortsumgehung nicht enthalten, heißt es in dem Schreiben aus dem Ministerium weiter. Sind die Vorhaben mit hoher Priorität abgearbeitet, würden auch wieder Kapazitäten frei, um neue Projekte beginnen zu können. Allerdings gibt es aus dem Ministerium keine Prognose für einen Planungsbeginn der Ortsumgehung Lindenholzhausen.

Unumstrittene Umgehung

Das Unverständnis im Magistrat ist auch deshalb so groß, weil die Ortsumgehung Lindenholzhausen im Bundesverkehrswegeplan 2003 zum ersten Mal in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wurde. Und im neuen Bundesverkehrswegeplan 2030 weist sie ein außerordentlich gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis von 1:7 auf. „Außerdem ist die Umgehung in dem Limburger Stadtteil völlig unstrittig und wird von der Limburger Stadtpolitik von einer breiten Mehrheit getragen“, so Bürgermeister Dr. Marius Hahn. „Wir bleiben am Ball“, verspricht er. Die Auskunft aus Wiesbaden, wonach selbst eine von der Stadt finanzierte Planung in ihrem Abstimmungs- und Betreuungsaufwand personell nicht zu leisten sei, sei so nicht hinnehmbar.