Hilfsnavigation

Sprache
Logo Stadt Limburg an der Lahn
title=

Die Arbeiten haben es in sich. Es geht mit dem neuen Kanal durch bebautes Gelände, zahlreiche Leitungen befinden sich in der Erde, bestehende Bauwerke galt es zu sichern. Der neue Kanal für das Gewerbegebiet Stephanshügel macht Fortschritte. Ein schwieriger Teil und rund 300 Meter von insgesamt 1,2 Kilometern sind geschafft.

Der Kanal verläuft auf Bahngelände entlang der Eisenbahnstraße. Die schwierigsten Abschnitte sind absolviert, bis Ende November soll der erste Abschnitt fertig sein. In den kommenden beiden Jahren geht es dann weiter bis zur Landesgrenze.

Start für die Arbeiten war im Juni. Mit dem neuen Kanal wird das Gewerbegebiet Stephanshügel an das städtische Kanalnetz angeschlossen. Bisher läuft die Entsorgung der Abwässer über alte Gewölbekanäle der Bahn. Das ist jedoch nicht mehr weiter möglich, da die Kanäle marode sind. Zum Auftakt der Arbeiten galt es im Bereich des überdachten Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) auf der Südseite der Bahnlinie die neue Rohrleitung an ein bereits vorhandenes Schachtbauwerk anzuschließen.

Hier war unter der Überdachung eine über fünf Meter tiefe Baugrube erforderlich, um die neue Rohrleitung an ein vorhandenes Schachtbauwerk anzuschließen. Die Tiefe, der eingeschränkte Arbeitsraum und die gleichzeitige Sicherung der Dachkonstruktion waren für alle Beteiligten eine anspruchsvolle Aufgabe, sagt Alfred Talaska, Abteilungsleiter für Kanalbau in der Stadtverwaltung.

Inzwischen sind rund 300 Meter Kanalleitung mit einem Durchmesser von bis zu 120 Zentimetern auf dem Bahngelände in Richtung Stephanshügel verlegt. Der erste Bauabschnitt umfasst eine Kanallänge von 440 Metern. Zwei weitere Abschnitte folgen noch in den Jahren 2018 und 2019. Insgesamt werden 1,2 Kilometer an neuem Kanal verlegt. Der zweite Abschnitt läuft bis zur Höhe von Glas Rosbach, der dritte Abschnitt bis zur Landesgrenze.

2,7 Millionen Euro Baukosten

Mehrfach kreuzende vorhandene Abwasserleitungen und Bündel von Versorgungsleitungen waren Hindernisse, die es zu meistern galt. Zudem, so Talaska weiter, fanden die Arbeiten im Bereich des Parkdecks am Güterbahnhof statt, die Arbeitshöhe war also begrenzt. Die Arbeiten unter dem Parkdeck hatten natürlich auch Auswirkungen auf die Mitarbeiter der Bahn, die im Gebäude des Güterbahnhofes untergebracht sind. Geduld und Verständnis für die Einschränkung waren von ihnen gefordert.

Die Zeit der Einschränkungen in diesem Bereich ist nun vorbei. Die Baufirma hat die Oberfläche des Kanalgrabens mit einer Asphaltschicht versehen, so dass der Platz unter dem Parkdeck wieder uneingeschränkt zur Verfügung steht. Dies gilt auch für die Parkflächen, die für eine öffentliche Nutzung freigegeben sind.

Wenn alles glatt läuft, kann der erste Bauabschnitt für den Entwässerungsanschluss des Gewerbegebietes Stephanshügel bis Ende November abgeschlossen werden, erläutert Talaska. Zwei weitere Bauabschnitte werden in den Jahren 2018 und 2019 folgen, um alle Betriebe in dem Gewerbegebiet an die neue Leitung anzuschließen. Die Gesamtmaßnahme wird an reinen Baukosten in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro veranschlagt. Hinzu kommen noch Kosten für Ingenieur- und Planungsleitungen.

weitere Informationen