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Wenn es im kommenden Frühjahr in der Stadt wieder blühen soll, sind im Herbst die Vorbereitungen dazu zu treffen. Die Stadtgärtner sind vielfältig im Einsatz und erproben auch neue Wege.
Sven Recktenwald und Christiane Henrich bereiten ein Beet vor dem neuen Rathaus für den Winter und das kommende Frühjahr vor. Die Blumenzwiebeln überwintern und sollen im frühen Frühjahr schon für Blumen sorgen.

Wenn Gäste in die Stadt kommen und sich an der Pusteblume und am neuen Rathaus aufhalten, dann loben sie oft die Bepflanzungen und die Pracht an Blüten. Doch Stadtgärtner Thomas Foitzik wartet noch mit ganzen anderen Pflanzen auf. Mangold befindet sich zum Beispiel darunter oder auch Palmenkohl. Davon ist nun natürlich nichts mehr zu sehen. Es ist Herbst. Gegen das Graue und die damit verbundene Tristesse gibt es zunächst einmal ganz viele Stiefmütterchen. Die sorgen erst einmal wieder für etwas Farbe in den Betten. Rund 2500 von diesen Pflanzen befinden sich rund um die Pusteblume, insgesamt dürften es etwa 8000 sein, die sich nach Angaben von Matthias Beul, Leiter der Stadtgärtnerei, über das ganze Stadtgebiet verteilen.

Wenn Foitzik und seine Kollegin Christiane Henrich sowie Sven Recktenwald um diese Jahreszeit in den Beeten unterwegs sind, dann steht natürlich schon die kommende Saison vor Augen. Im zeitigen Frühjahr soll es in Limburg schon blühen. Das erfreut nicht nur das menschliche Auge, sondern dient auch den Insekten, wie Foitzik betont. Doch bevor neues in den Boden kommt, muss erst einmal das alte entfernt werden. Mit Spaten und Harke wird die Sommerbepflanzung aus Geranien, Betunien, Kräutern, Gaura und einigem mehr entfernt. Bei Pflanzen und Sträuchern, die überwintern, ist ein Rückschnitt angesagt und das Laub muss natürlich auch von den Beeten verschwinden. Die Beete werden anschließend mit Hornmehl abgedüngt.

Rund 5000 Blumenzwiebeln

Was im frühen Frühjahr wachsen soll, kommt schon als Zwiebel in die Erde. Tulpen und Narzissen sind es. Sie überwintern neben den Stiefmütterchen, bleiben bis zum Frühjahr jedoch unsichtbar. Rund 1000 Tulpen- und Narzissenzwiebeln befinden sich in den Beeten rund um die Pusteblume, auf die Stadt verteilt werden es rund 5000 Blumenzwiebeln sein. So vorbereitet werden die Beete überwintern, erst im Frühjahr legen die Stadtgärtner wieder Hand an.

Wenn Thomas Foitzik, Christiane Henrich und Sven Recktenwald in und auf den Beeten unterwegs sind, ist Handarbeit angesagt. Doch manchmal geht es auch mit Maschineneinsatz, das wurde nun auch im Stadtgebiet getestet. Nach Angaben von Matthias Beul hat eine holländische Firma eine Blumenzwiebelbepflanzung durch eine Maschine angeboten.

Dabei schneiden zwei scharfe Scheiben die Grasnarbe ein, zwei Pflugschare heben die Grasnarbe an und über ein Band werden dann die Blumenzwiebeln verteilt und in den Boden eingebracht, die Grasnarbe wieder verlegt und mit einer Walze angedrückt. Bei Hindernissen wie Steinen und Wurzeln kann die Grasnarbe reißen, sie muss dann mit der Hand wieder angedrückt werden.

Maschineneinsatz

Versuchsfahrt zur maschinellen Pflanzung in der Nähe der Wiesbadener Straße. Innerhalb kurzer Zeit werden so über 19.000 Blumenzwiebeln im Boden verarbeitet.

Bei dem Testlauf wurden so innerhalb kürzester Zeit etwas über 19.000 Blumenzwiebel auf einer Fläche von 180 qm gepflanzt. „Wir haben zwei Flächen ausgewählt, die uns im kommenden Frühjahr mit abwechslungsreichen Blüten erfreuen sollen“, sagt Beul. Die Blütezeit erstreckt sich von März bis Juni. Eine Fläche befindet sich an der Wiesbadener Straße auf der großen Grünfläche im Anschluss an die Uhlandstraße, die zweite quasi gegenüber entlang den Obstbäumen bis zur Einmündung in den Eduard-Horn-Park. Narzissen, Cammasia und Allium sind gesetzt worden und versprechen die Blütenfarben gelb, weiß sowie lila. „Wir sind gespannt“, sagt Beul.