Hilfsnavigation

Sprache
Logo Stadt Limburg an der Lahn
title=

Am Sonntag, 1. Oktober, sowie am Dienstag, 3. Oktober, sind die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei im Einsatz. Der Rückschnitt der Platanen steht an, diesmal sind die Bäume entlang der Schiede an der Reihe

Auf beiden Seiten der Straße stehen Platanen. Sie werden am Sonntag und Dienstag (3. Oktober) von Mitarbeitern der Stadtgärtnerei zurückgeschnitten.

Einer der Bäume muss nach Angaben von Matthias Beul, Leiter der Stadtgärtnerei, sogar gefällt werden. Dem letzten Baum in Richtung Lichfield-Brücke fehlt die Standsicherheit, so das Ergebnis einer entsprechenden Prüfung durch ein Sachverständigen

Sollten die beiden Tage nicht ausreichen, um alle notwendigen Arbeiten des Rückschnitts vorzunehmen, steht gegebenenfalls noch Sonntag, 8. Oktober, zur Verfügung, um die Arbeiten zu beenden. Im Rahmen der Arbeiten wird der Verkehr auch von zwei auf eine Fahrspur verengt. Die abgeschnittenen Äste werden umgehend auf das Gelände des Betriebshofs gefahren und dort in Container verladen, da Grünschnitt dort nicht gelagert werden darf.

„Wir benötigen zwei Tage, um die Bäume entlang der Schiede zurückzuschneiden und einen Baum zu fällen“, sagt Beul. Samstags ist ein Einsatz an der Straße nicht möglich, viel zu viel Verkehr. Nach Angaben von Beul bietet sich die Kombination aus Sonntag und Feiertag an, da es sich um verkehrsschwache Tage handelt.

In der Vergangenheit ist das Zurückschneiden der Bäume immer wieder kritisiert worden. Die Platanen würden das nicht überstehen und eingehen, lautete einer der Vorwürfe. Die Erfahrung lehrt das Gegenteil. „Die Platanen überstehen die Kopfbaumschnitte gut“, so Beul. Keiner der Bäume entlang der Schiede hat wegen der Schnitte in der Vergangenheit Schaden genommen.

Bewährtes Verfahren

Nach Angaben von Beul wird der Baum bei dem praktizierten Kopfbaumschnitt auf seine Hauptäste zurückgeschnitten. Diese Art des Schnittes sei eine weit über 100 Jahre alte Form der Baumerziehung. Die Art vermeide große Wunden und es bildeten sich sogenannte Köpfe an den Stammenden. Mit einer Kappung habe das gewählte Verfahren nichts zu tun, es werden lediglich die ein- bzw. zweijährigen Triebe zurückgeschnitten.

Ursprünglich sei der Kopfbaumschnitt bei Weiden eingesetzt worden, um die dann folgenden Triebe zum Flechten nutzen zu können. Aber auch bei Platanen, Buchen oder auch Linden finde sich der Kopfbaumschnitt. Ziel des Schnittes ist es, den Wuchs des Baums zu kontrollieren, die Standsicherheit auf Dauer zu gewähren und eine zu starke Verschattung unter den Bäumen zu vermeiden.

weitere Informationen