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Es gibt immer wieder welche, die es versuchen. Mit dem Auto, dem Roller oder Motorrad aus der Innenstadt über die alte Lahnbrücke in Richtung Brückenvorstadt. Erlaubt ist das seit dem 5. September nicht mehr. Seit diesem Tag gilt für die Brücke eine Einbahnstraßenregelung. Der Weg in die Innenstadt ist dabei erlaubt, der umgekehrte Weg ist verboten. Nicht alle halten sich daran. Vor allem in den Abend- und Nachstunden wird gegen die Einbahnstraßenregelung verstoßen, so die Erfahrungen des Ordnungsamts. Gleichwohl fällt die Zwischenbilanz recht positiv aus.

Der Weg über alte Lahnbrücke ist für Fahrzeuge während des Verkehrsversuchs nur in Richtung Innenstadt erlaubt. Hinweise auf ein Durchfahrtverbot in die Gegenrichtung sind vorhanden.

„Die Akzeptanz ist deutlich gestiegen“, sagt der Erste Stadtrat Michael Stanke in der dritten Versuchswoche. „Das läuft alles deutlich besser als erwartet“, bewertet Bürgermeister Dr. Marius Hahn die bisherige Versuchsphase. Von Verkehrschaos in der Stadt, wie von einigen befürchtet, keine Spur. Ganz im Gegenteil. Der vor Wochen noch vorhandene tägliche Stau in der Grabenstraße zu den Hauptverkehrszeiten bildet sich derzeit nicht mehr.

„Möglicherweise werden nun schon frühzeitig Wege gesucht, die über die Lichfield-Brücke aus der Stadt führen“, vermutet Gregor Benner von der Abteilung Verkehrsplanung. Der Verkehr verteilt sich anders, ohne beim Weg aus der Stadt zu neuen Stauerlebnissen zu führen. Wenn jedoch der Verkehr die Autobahn wegen Unfällen verlassen muss und den Weg durch die Innenstadt sucht, dann ist natürlich wieder Stauzeit in Limburg angesagt.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren am Tag immer wieder einmal das Verkehrsverhalten und erwischen dabei Fahrerinnen und Fahrer, die die Brücke in die falsche Richtung befahren. Zunächst gab es nur Hinweise auf das Fehlverhalten, inzwischen werden 25 Euro Ordnungsgeld bei einem Verstoß fällig. Einsichtig sind nicht alle, die nach dem Passieren des Brückenturms von den Mitarbeitern in Richtung Schleuseninsel geleitet werden. „Wir hatten auch schon den Fall, dass ein Fahrer mit seinem Wagen auf einen Mitarbeiter zugefahren ist. Den Vorfall haben wir bei der Polizei angezeigt“, sagt Stanke.

Immer wieder werde von den Fahrerinnen oder Fahrern angeführt, nichts von der Einbahnstraßenregelung zu wissen. Allerdings gibt es auf dem Weg über die Konrad-Kurzbold-Straße zur alten Lahnbrücke mehrere Hinweise auf die neue Verkehrsregelung. Bevor es dann auf die Brücke selbst geht, steht noch ein Schild: „Durchfahrt verboten“. Nur die Busse dürfen dieses Schild und die Brücke in Richtung Westerwaldstraße noch passieren. Dazu wird der in die Stadt kommende Verkehr gestoppt.

Versuch endet am 18. Oktober

Mit dem Verkehrsversuch soll getestet werden, ob sich eine Einbahnstraßenreglung umsetzen lässt, ohne dass es zu Verschlechterungen auf anderen Straßen der Stadt kommt. Bewährt sich die Einbahnstraßenregelung, dann lässt sich auf Dauer das Verkehrsaufkommen in der Westerwaldstraße reduzieren. Dann könnte die Kreuzung Westerwaldstraße/Weilburger Straße/Seilerbahn auch mit einem kleinen Kreisel ausgestattet werden.

„Bei uns im Rathaus sind positive Reaktionen aus der Westerwaldstraße und der Weilburger Straße angekommen. Der Verkehr dort ist nach Angaben von Anliegern deutlich zurückgegangen“, so der Erste Stadtrat. Mit einer Einbahnregelung auf der alten Brücke wäre es auch möglich, den Verkehrsteilnehmern, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, mehr Platz zur Verfügung zu stellen.

Am Mittwoch, 18. Oktober, endet der Verkehrsversuch. Dann wird, gemäß dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, erst einmal zur alten Regelung mit dem gegenläufigen Verkehr zurückgekehrt, skizziert Bürgermeister Hahn das weitere Vorgehen. Nach Auswertung des Verkehrsversuchs muss die Politik dann eine Entscheidung darüber treffen, ob aus dem Versuch eine dauerhafte Lösung wird. Diese dauerhafte Lösung könnte dann im Zusammenhang mit der anstehenden Sanierung der alten Brücke umgesetzt werden.

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