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Während Daniel Koch mit der Motorsäge den Stamm durchschneidet, wollen Francisco Fernandez und Peter Weitershausen am Seil den Fall etwas lenken.

Am Mittwoch, 26. Juli, um 11.15 Uhr war es mit dem Spitzahorn zwischen Pfarrhaus und Schloss sowie vor dem Dom vorbei. Mit einem deutlich vernehmbaren Krachen prallte der meterlange Stamm auf den Boden. Francisco Fernandez und Peter Weitershausen lenkten die Fallrichtung mit einem Seil, Daniel Koch hatte mit der Motorsäge den Stamm in einer Höhe von etwas über einem Meter durchtrennt. Alles lief glatt vor den Augen einiger Anlieger. Der Stamm landete genau dort, wo die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei zuvor mit den abgeschnittenen Ästen voller Laub ein Polster geschaffen hatten. Das schonte das Pflaster, ist zugleich aber auch ein aktiver Arbeitsschutz, da ein Zurückfedern des Stamms nach dem Aufprall vermindert bzw. ganz vermieden wird.

Dass das Fällen des Baums sinnvoll war, zeigte sich mit Blick auf den unteren Stamm. Davon war nicht mehr viel übrig. Der Großteil war, wie vom Gutachter schon festgestellt, verfault. Im unteren Stamm befand sich eine Betonplombe aus den 1980er Jahren. Zeugnis eines Versuchs, einem bereits geschädigten Baum zu helfen. Allerdings würde diese Art der Hilfe heute nicht mehr praktiziert.

Nach Angaben der Stadtgärtnerei ist eine Ersatzpflanzung des gefällten Baums vorgesehen, wenn die Neugestaltung des Domplatzes ansteht. Bedarf für den verfaulten Kern des Stammes meldete aus dem Pfarrhaus Dompfarrer Gereon Rehberg an. Das sei genau der richtige Brennstoff, der viel Rauch erzeugen würde. Und mit Rauch arbeitet der Hobbyimker, wenn er die Bienen von den Waben fernhalten will.

Peter Weitershausen braucht nicht viele Argumente, um das Fällen des Baums zu rechtfertigen. Das durchgefaulte Stück Stamm gewährt sogar einen Durchblick.