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Die Arbeiten für den neuen Kanal haben im Bereich der Haltestelle im ZOB-Süd begonnen. Der neue Kanal soll dort an einen Schacht angeschlossen werden. Bildhinweis: Stadt Limburg

Die Arbeiten für einen neuen Kanal für das Gewerbegebiet am Stephanshügel in Limburg haben begonnen. Die Stadt baut, allerdings auf dem Gelände der Bahn. Derzeit ist der Kampfmittelräumdienst damit beschäftigt, das Gelände zu untersuchen.

Die Baustelle hat Auswirkungen auf die Südseite des ZOB (Zentralen Omnibusbahnhof. Am Bussteig B, der regulär über drei verschiedene Haltepositionen verfügt, wird der dort ankommende und abgehende Verkehr komplett über die erste Halteposition (Nähe Treppenaufgang) abgewickelt. Das soll die kompletten Ferien der Fall sein. Eine Einschränkung ergibt sich durch die Bauarbeiten auch am Bussteig C, dessen Aufenthaltsfläche nur zur Hälfte genutzt werden kann.

Die Kanalbauarbeiten werden auch die Erreichbarkeit des Parkdecks am Güterbahnhof sowie die ebenerdigen Parkflächen einschränken. In der Zeit ab etwa Mitte August bis gegen Ende der Septemberwoche ist eine Zufahrt nicht möglich. Die ebenerdigen Parkflächen stehen abschnittsweise wieder zur Verfügung stehen, bis Anfang Oktober wird Einschränkungen geben.

Die Erneuerung des Kanals erstreckt sich über drei Bauabschnitte. Nach Angaben von Alfred Talaska vom Tiefbauamt der Stadt führt der der erste Abschnitt vom ZOB-Süd bis zu dem Punkt, an die Industriestraße nach links abknickt und die Straße „Am Stephanshügel“ entlang des Schienennetzes weiterführt. Mit rund 1,2 Millionen Euro schlagen die Arbeiten am Kanalbau zu Buche, hinzu kommen noch Planungs- und Ingenieurleistungen.

Die an der Straße „Am Stephanshügel“ liegenden Gewerbebetriebe entwässern seit ihrem Bestehen in Kanäle der Bahn, die wiederrum nördlich des Bahngeländes in ein städtisches System münden. Das alles war zwischen der Bahn und der Stadt vertraglich geregelt. Allerdings hat die Überprüfung des eigenen Kanalsystems durch die Bahn ergeben, dass diese Art der Entsorgung nicht fortgesetzt werden kann.

Der bauliche Zustand der Abwasserleitungen lässt das nicht zu, zudem sind die Rohrquerschnitte zu gering, nicht nur auf dem Gelände der Bahn, sondern auch in dem weiterführenden Kanalnetz der Stadt. Bahn hat zudem vor, ihr Kanalnetz zurückzubauen.

Die von der Stadt verfolgte Lösung sieht vor, über eine Länge von 1,2 Kilometern eine neue Kanalleitung in Richtung des Regenüberlaufs auf der Südseite des Bahnhofs zu verlegen. Die Rahmenbedingen sind jedoch alles andere als einfach. Verschiedene und nicht erfasste Leitungstrassen befinden sich auf dem Bahngelände, zudem gibt es auf dem Gelände Aufschüttungen, möglicherweise mit belastetem Material. Und schließlich war das Areal Ziel von Bombenangriffen aus der Luft am Ende des Zweiten Weltkriegs. Möglicherweise gibt es davon noch Hinterlassenschaften. Deshalb muss der Kampfmittelräumdienst den Boden, durch den der Kanal verlaufen soll, genau durchsuchen.

Zwei weitere Bauabschnitte werden noch folgen, bis die gesamte Entwässerung des Gewerbegebietes bis zur Stadtgrenze mit einem neuen Kanal versehen ist. Da ein Teilbereich der Straße „Am Stephanshügel“ tiefer liegt, gestaltet sich die Entwässerung sehr aufwendig. Die beiden noch folgenden Abschnitte, die in 2018 und 2019 folgen sollen, werden vom Tiefbauamt derzeit mit rund 1,5 Millionen Euro an reinen Baukosten kalkuliert.