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Zweitausbau der Limburger Straße in Dietkirchen

Vorstellung der Planung

1. Einleitung

Es ist geplant, die Limburger Straße in Dietkirchen grundhaft zu erneuern.

Das Alter der Limburger Straße wird auf ca. 50 Jahre geschätzt. Der Straßenoberbau befindet sich gemäß dem vorliegenden straßenbautechnischen Bericht vom 18.4.2016 am Ende des Nutzungszeitraums.

Der Abwasserkanal, einschließlich der Hausanschlüsse, ist aus dem Jahr 1972 und muss teilweise ebenfalls erneuert bzw. instandgesetzt werden. Der Zustand ist durch Befahrung mittels Videokamera dokumentiert. Gemäß der hydraulischen Berechnung wird der Durchmesser in der unteren Kanalhaltung auf DN 400 erhöht.

2. Grundlagen

Der Magistrat hat das Ingenieurbüro Christmann aus Diez beauftragt, die Ausführungsplanung für den Straßen-Zweitausbau zu erarbeiten.

Die Limburger Straße ist eine Kreisstraße mit der Funktion einer Ortsdurchfahrt.

Innerörtlich ist die Stadt Baulastträger und damit Eigentümer.

Die Planung wurde mit der Sicherheits-Auditorin und der städtischen Verkehrsbehörde abgestimmt. Die Vorgaben für den barrierefreien Ausbau werden eingehalten.

Der Planungsentwurf wurde in einer ersten Anliegerversammlung am 5.07.2016 in Dietkirchen vorgestellt. Im Ergebnis wurde zunächst vereinbart, die Auswirkungen der vom Ortsbeirat gewünschten und von den Planern vorgeschlagenen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen mit Hilfe von provisorischen Einbauten zu testen. Vorgeschlagen waren 5 Fahrbahneinengungen mittels Baumscheiben. Diese wurden durch Kunststoffbarrieren provisorisch simuliert.

Die Testphase dauerte ca. 3 bis 4 Monate.

Die zweite Anliegerversammlung fand dann am 7.12.2016 statt. Anwesend waren 16 Anlieger gemäß Anwesenheitsliste sowie der Ortsvorsteher.

Bis auf wenige positive Äußerungen lässt sich das Stimmungsbild der Anlieger wie folgt zusammenfassen:

- Insbesondere im Berufsverkehr entstand unerträglicher Rückstau
- Mehr Lärmbelästigung durch Hupen
- Die Fahrbahn-Einengung oberhalb der Einmündung Kurtrierer Straße wurde als unfallträchtig erlebt

Die Vor- und Nachteile wurden intensiv diskutiert. Alle Anlieger sind grundsätzlich für eine Verkehrsberuhigung. Anregungen und Wünsche der Anlieger wurden nach Möglichkeit in den Planungsentwurf übernommen. Das Ergebnis der Diskussion ist in der folgenden Beschreibung enthalten.

3. Trassierung

Das Baufeld für die Limburger Straße beginnt an der Ludwigstraße und endet an der Kurtrierer Straße. Die Baulänge beträgt ca. 300 m.

4. Querschnitt

Die Straßenbreite zwischen den Grundstücksgrenzen beträgt ca. 9 m.

Der bestehende Querschnitt ist aufgeteilt in beidseitig 1,0 bis 1,8 m breite Gehwege, eine 5,40 m breite Fahrbahn aus Asphalt und beidseitige 30 cm breite Entwässerungsrinnen. In der Regel werden die Maße aus dem Bestand im Planungsentwurf beibehalten.

Lediglich die neuen Entwässerungsrinnen sind mit einer Breite von 50 cm vorgesehen und anstelle der im ersten Planungsentwurf vorgesehenen Baumscheiben werden die Fahrbahnbreiten punktuell von 5,0 auf 4,50 m plus der beidseitigen 50 cm breiten Rinnen reduziert.

5. Oberflächengestaltung und Verkehrsberuhigung

Das neue Straßenbild wird geprägt durch eine asphaltierte Fahrbahn und gepflasterte Bürgersteige, die durch 5 bis 6 cm hohe, überfahrbare Beton-Rundbordsteine und Entwässerungsrinne von der Fahrbahn getrennt sind. Derzeit sind die Bürgersteige zum Teil asphaltiert und zum Teil gepflastert.

In der ersten Anliegerversammlung wurden vom Tiefbauamt 5 Baumstandorte zur Verkehrsberuhigung vorgeschlagen. Aufgrund der oben beschriebenen Testphase mit Provisorien und den Aussagen von Polizei sowie Verkehrsbehörde, eine Fahrbahnbreite kleiner 5,50 m nicht zu genehmigen, wurde auf die Baumstandorte verzichtet. Alternativ entscheiden sich die Anlieger mehrheitlich dafür, punktuell die Fahrbahnbreite auf 5,50 m zu reduzieren. Außerdem wird die Rinnenbreite von 30 auf 50 cm erhöht und so eine optische Einengung der Fahrbahn auf 4,50 m erzielt.

Diskutiert wurde ein Vorschlag der Anlieger, die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h zu begrenzen. Im Ergebnis besteht lediglich die Möglichkeit, wie in der Diezer oder Wiesbadener Straße, die 30-km/h-Begrenzung in den Nachtstunden von 22 bis 6 Uhr einzurichten. Vereinbart wurde, zunächst die Situation nach Fertigstellung der Straße zu beobachten.

Im Rahmen des barrierefreien Ausbaus werden an allen Einmündungen Bordsteinabsenkungen und Blindenleitsysteme eingebaut.

6. Entwässerung

Die Oberflächenentwässerung erfolgt über Straßeneinläufe in den bestehenden Mischwasserkanal. Die 50 cm breiten Entwässerungsrinnen sind beidseitig angeordnet.

7. Sonstiges und weitere Infrastrukturmaßnahmen

Im Zusammenhang mit der Straßenerneuerung müssen verschiedene Versorgungsleitungen erneuert werden.

Zunächst der Abwasserkanal einschließlich der Hausanschlüsse. Zwei Haltungen des Abwasserkanals und die Hausanschlüsse müssen in offener Bauweise erneuert werden. Die übrigen Kanalhaltungen können mit einem Inlinerverfahren wirtschaftlich saniert werden. Die Kosten für das Inlinerverfahren fließen nicht in den Kostenanteil der Anlieger ein.

Anschließend erneuert die EVL die Trinkwasserleitung einschließlich der Hausanschlüsse auf der gesamten Strecke.

Die Kabel für die Beleuchtung werden ebenfalls erneuert.

Zusätzlich wird ein Leerrohr verlegt, um zukünftig bei Bedarf die Möglichkeit zu haben, ein städtisches Glasfaserkabel verlegen zu können, ohne die Oberfläche erneut aufzubrechen.

Dem Ortsbeirat wurde die Planung ebenfalls vorgestellt.

In dem ersten Beratungsgang am 24.01.2017 wurde darum gebeten, bis zum zweiten Beratungsgang zwei bis drei Baustandorte/Beetbepflanzungen einzuplanen und die Ausweitung der Tempo-30-Zone zu überprüfen.

Die Überprüfung durch das Ordnungsamt ergab, dass eine Ausweitung der Tempo-30-Zone nicht möglich ist.

Pflanzstreifen für Beetbepflanzungen im Bereich der Fahrbahneinengungen wurden unter der Maßgabe, dass die maximale Wuchshöhe 80 cm beträgt, genehmigt.

Im zweiten Beratungsgang am 07.03.2017 schloss sich der Ortsbeirat der Beschlussempfehlung des Magistrats unter Berücksichtigung dieser Ergänzungen an.

Zur Veranschaulichung werden Pläne in der Magistratssitzung aufgehängt.

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