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Im hessischen Justizministerium gibt es Überlegungen, die Justizvollzugsanstalt in Limburg zu einem Abschiebegefängnis zu machen. Nach Angaben der Gewerkschaft der Beschäftigten im Strafvollzug ist das Personal in Limburg von den Plänen in Kenntnis gesetzt worden. Bürgermeister Dr. Marius Hahn hält nicht viel von den Plänen. „Die Einrichtung hat einen hervorragenden Ruf und bewährt sich seit Jahrzehnten in unmittelbarer Nachbarschaft mit Land- und Amtsgericht sowie der Staatsanwaltschaft“, macht Hahn deutlich. Ein so gut funktionierendes Element des Rechtsstaates sollte nicht einfach aufgeben werden, zumal es ganz offensichtlich andere Einrichtungen in Hessen gibt, die als Justizvollzugsanstalten nicht mehr benötigt werden. Die Gewerkschaft hatte auf die leerstehende Justizvollzugsanstalt in Friedberg verwiesen und dort die Einrichtung eines Abschiebegefängnisses empfohlen.

„Die Stadt hat bisher offiziell keine Kenntnis von den Plänen“, beklagt sich Hahn über die Informationspolitik in dem Ministerium. Eine solche Entscheidung sei nicht nur für die direkt Beschäftigten von Belang, sondern für die ganze Stadt. Und wenn die Information durch die Medien erfolge, sei das nicht gerade glücklich. Für den Limburger Bürgermeister sind die Pläne „nicht nachvollziehbar und unverständlich“.