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Wenn es um Werke des Malers Rudolf Fuchs geht, dann ist Limburg die erste Adresse. Rund 160 Ölgemälde, Radierungen, Aquarelle und Dokumente befinden sich im Besitz der Stadt beziehungsweise ihrer Kunstsammlungen. Nun sind noch 17 weitere Werke hinzugekommen.

Kunsthändler Hans-Jürgen Topp (rechts) überreichte Bürgermeister Dr. Marius Hahn und Irene Rörig, Leitern des Kulturamts, weitere Werke von Rudolf Fuchs, darunter auch ein Aquarell mit dem Bad Homburger Kurpark als Motiv.

Die Werke hat der Limburger Kunsthändler Hans-Jürgen Topp nun an Bürgermeister Dr. Marius Hahn und Irene Rörig, Leiterin des Kulturamts, überreicht. Es handelt sich dabei um Zeichnungen, Aquarelle und Radierungen. Die Werke von Fuchs stammen aus dem Besitz von Heike Hauck aus Kiel, die sie wiederum durch den Nachlass von Hedwig Gaede aus Bad Homburg übernommen hat. Nach Angaben von Topp waren Rudolf Fuchs und Hedwig Gaede lange miteinander befreundet, zumindest lässt eine umfangreiche Korrespondenz darauf schließen. Fuchs lebte in der Zeit von 1925 bis in die 1930er Jahre in Bad Homburg.

Bürgermeister Hahn und Irene Rörig als Leiterin des Kulturamts sind erfreut über die Ergänzung der „Schenkung Rudolf Fuchs bei der Kreisstadt Limburg a .d. Lahn“. Hahn ist erstaunt über das breit gestreute Werk des Künstlers, der am 3. August 1892 in Diez geboren wurde. An der Kunstakademie in München war Fuchs in der Zeit von 1911 bis 1916 Schüler von Professor Dr. Karl Becker-Gundahl. Nach Lebensstationen in Obernhof an der Lahn und Bad Homburg kehrte er nach Diez zurück. In den Jahren 1934/35 war er maßgeblich an der Freilegung und Restaurierung der Fresken im Limburger Dom beteiligt. Dort hinterließ er auch eine Selbstdarstellung, wie Topp bei der Übergabe der Werke im Rathaus betonte. Die Selbstdarstellung hoch oben im Vierungsturm wurde erst 1986 bei den Restaurierungen entdeckt.

Nach Angaben von Hans-Jürgen Topp handelt es sich bei den nun überlassenen Werken um Aquarelle, Radierungen, Briefe und Schriftstücke, teilweise Zeugnisse der Bad Homburger Zeit von Fuchs. Der Kunsthändler war von der Besitzerin der Werke aus Kiel angerufen worden. Nach den ersten Kontakten folgte eine Sichtung der Werke mit dem Ergebnis: Die Hinterlassenschaft hat im Handel nichts zu suchen, sondern ist für die Allgemeinheit zu sichern. Und dies ist nach Angaben von Topp in den Händen der Kunstsammlungen der Stadt Limburg beziehungsweise der Schenkung am besten möglich.

Weitere Bilder von Eberz

Grundlage der Stiftung sind 60 Arbeiten von Fuchs, die er am 28. August 1980 durch Josef Drechsler als Schenkung an die Stadt übergeben ließ. Weitere Arbeiten kamen durch Schenkungen in den vergangenen Jahren hinzu, so dass die Sammlung nach der jüngsten Übergabe nun rund 180 Werke und Dokumente umfasst. Fuchs starb am 20. Januar 1985 in seiner Heimatstadt Diez.

Nicht nur die Schenkung Rudolf Fuchs hat Zuwachs zu verzeichnen, auch die Sammlung mit Werken von Josef Eberz ist durch eine Schenkung angewachsen. Drei Werke des Künstlers schenkte Dr. Karlheinz von der Driesch aus Bonn der Stadt. Dabei handelt es sich um zwei Radierungen und eine Lithographie.