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Am Samstag, 10. Juni, lädt die Stadt Limburg in der Zeit von 9 bis 14 Uhr ins ICE-Gebiet (Brüsseler Straße) ein. Das Schwerpunktthema am "Tag der offenen Tür" ist E-Mobilität. Autohäuser präsentieren E- und Hybrid-Fahrzeuge, mit E-Antrieb sind dort auch Zweiräder vertreten, darüber hinaus ist die EVL als Energieversorger mit von der Partie und die Friedrich-Dessauer-Schule, an der Kfz-Mechatroniker ausgebildet werden und sich Schüler der Elektrotechnik intensiv mit zukunftsfähigen Antriebstechnologien beschäftigen.

Die Schüler der 11.Klasse der Beruflichen Gymnasiums mit Schwerpunkt Elektrotechnik werden am Samstag mit Informationen zum Thema Laden von E-Mobilen aufwarten. Ihre Fachlehrer Jürgen Kindler und Frank Donecker sowie Abteilungsleiter Oliver Koch und Schulleiter Stefan Laux unterstützen sie in ihrem Engagement.

Am Samstag werden Lukas Veit, Manuel Matz, Jeffrey Ilo, Daniel Lengert, Lukas Löhr, Valentino Tonkovic und Ljako Calakovic im ICE-Gebiet für Fragen zur Verfügung stehen. Sie haben sich im Unterricht bei Oliver Koch intensiv mit der Frage beschäftigt, wie die Autos geladen werden. Mit Strom, das ist klar. Aber es gibt unterschiedliche Systeme, auch unterschiedliche Anforderungen. Und das gilt es beim Kauf von E-Fahrzeugen gleich zu bedenken. Die Jugendlichen besuchen das Berufliche Gymnasium der Schule mit dem Schwerpunkt Elektrotechnik.

Und der Schwerpunkt soll nicht nur in der Theorie vermittelt, sondern möglichst auch mit praktischen Beispielen auf die Füße gestellt werden. Und wenn Oliver Koch die verschiedenen Stecker von Ladestationen in der Hand hält, dann fällt schon ihre unterschiedliche Größe, Gewicht und Form auf. Und wer einen Blick auf das abgeschnittene Kabel der Stecker wirft, der erkennt große Unterschiede in Bezug auf die Anzahl und Querschnitte der einzelnen Adern. Ein Kabel dient zum Schnellladen, das andere ist quasi das Kabel für die Hausladestation, um das Fahrzeug über Nacht zu laden.

Die Jugendlichen sind vorbereitet, wenn sie am Samstag am Stand der Schule im ICE-Gebiet Rede und Antwort stehen. Und ihnen wird an der Schule auch vermittelt, dass es nicht nur um die Anschaffung eines E-Mobils geht und um Ladevorgänge, sondern es sich um ein komplexes und umfangreiches Themenspektrum handelt. Die Ankündigung, möglichst zügig 15.000 neue Ladestationen in Deutschland zu schaffen, quittieren die Schüler mit der Feststellung, dass dies nicht ausreicht, um die Wende beim Kfz-Antrieb zu schaffen. Da müsse mehr kommen. Überzeugt sind sie schon davon, dass dem E-Antrieb die Zukunft gehört. Nach 2020 auf jeden Fall, möglicherweise gebe es eine Wende bis zum Jahr 2030.

Mit Elektromotor

Oliver Koch ist Abteilungsleiter an der Schule und will begeistern. Natürlich geht das, wenn sich das Thema um Autos dreht. Aber es sind andere Autos, ziemlich leise zum Beispiel. Koch ist davon überzeugt, dass es eine Wende in der Antriebstechnik braucht. Dazu ist jedoch mehr nötig als der Kauf von E-Fahrzeug und Ladestationen, „smart grid“ ist das Zauberwort. Hinter der Bezeichnung verbirgt sich die Versorgung über intelligente Netze. Ziel ist es, Verbraucher, Erzeuger, Netze, Speicher und alles sonst noch, was in Frage kommt, miteinander zu verbinden, so dass die Stromversorgung auf einer effizienten und zuverlässigen Basis sichergestellt wird.

Wenn seine Schüler ihren Weg fortsetzen, dann werden sie daran als künftige Ingenieure der E-Technik mitwirken. Jetzt sind sie schon mit dabei, wenn die E-Mobilität an der Schule Thema ist. Die Schule verfügt über ein eigenes E-Fahrzeuge (Renault Twizy) und kann jederzeit noch über ein E-Fahrzeug des Landesverbands der Innung zugreifen. Deshalb wird die Schule an ihrem Stand am Samstag auch mit zwei Fahrzeugen vertreten sein.

Und dann gibt es noch eine „Baustelle“ in der Werkstatt der Schule. Dort steht ein italienischer Kleintransporter, eine Ape Baujahr 1972- Normalerweise wird das Dreirad von einem stinkenden Zweitakter angetrieben. Das Gefährt in der Schule wird, wenn es einmal fertig sein wird, von einem E-Motor angetrieben. Die einzelnen Bausteine sind auch schon vorhanden, aber noch nicht zusammengefügt. Karosserie und Ladefläche erfordern auch noch etwas Zeit, erklärt Fachlehrer und Projektleiter Jürgen Kindler. Und da das Fahrzeug auch noch als grenzübergreifendes Gemeinschaftsprojekt mit einer Partnerschule im französischen Metz fertig werden soll, wird es noch etwas dauern, bis die E-Ape über die Limburger Straßen rollt.

Das Rahmenprogramm

Die Besucher erwartet im ICE-Gebiet auch wieder ein Rahmenprogramm. Die Baskets Limburg sind mit Spielern anwesend und werden im Subway mit einer Autogrammstunde aufwarten. Der TuS Staffel präsentiert sich und lädt zum Torwandschießen ein und die Kreismusikschule unterhält mit zwei Jugend-Blasorchestern um 12 Uhr bei der Firma Straton. McDonald’s wartet an dem Vormittag mit einer Hüpfburg auf, Subway lädt zum Kinderschminken ein, Fitness pur bietet Messung zur Abschätzung des persönlichen Herz-Kreislauf-Risikos an und Hairdream gewährt Rabatte auf alle Haarschnitte.

Zum Thema E-Mobilität wird es auch eine NNP-Talkrunde geben. Die Gesprächsteilnehmer werden sich um 11 Uhr bei der Creditreform Limburg (Pariser Str. 2) versammeln. Mit von der Partie sind Peter Spöhrer Ansprechpartner für Energiedienstleistungen bei der EVL; Michael Lindhof als Geschäftsführer der Mobileeee GmbH & Co. KG (Car-Sharing), Jürgen Schilling, Projektmanager Elektromobilität, Innovations- und Nachhaltigkeitsprojekte der Hessen Agentur (HA) und Oliver Kaul, Geschäftsführer von Amperio, dem Systemanbieter für nachhaltige Mobilität aus regenerativer Energie.